5:4

Kassel Huskies schlagen Lausitzer Füchse in der Verlängerung

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Husky-Stürmer Alex Lambacher (r.) in Aktion.

Kassel. Der Kapitän behält die Nerven: Manuel Klinge hat den Kassel Huskies mit einem Penalty-Tor in der Verlängerung das 5:4 gegen Weißwasser gesichert.

Zumindest zwei Punkte sind es geworden: Die Kassel Huskies haben die Lausitzer Füchse aus Weißwasser 5:4 (2:1, 2;2, 0:1 - 1:0) besiegt, weil ihr Kapitän die Nerven behielt. Manuel Klinge verwandelte in der Verlängerung einen Penalty souverän, nachdem er zuvor beim Torschuss gefoult worden war. Allerdings hätten es für die Gastgeber eigentlich drei Zähler sein müssen, weil sie offensiv zwar stark, defensiv aber zu nachlässig spielten.

Und bitter: Der Ausgleich für die Gäste, der die Verlängerung erst nötig machte, fiel drei Sekunden vor Schluss. Schon das 2:1 nach dem ersten Drittel spiegelte den Spielverlauf unzureichend wider. Die Huskies waren drückend überlegen. Und wenn das Spiel überwiegend in eine Richtung läuft, dann zappelt die Scheibe meist auch irgendwann im Netz. Als es in der 9. Minute soweit war, da lag es vor allem an der perfekten Vorarbeit von Mike Little. Der Verteidiger holte zum Schuss aus, spielte dann aber vor das Tor, wo Thomas Merl die Scheibe nur über die Linie schieben musste. Und die erste Überzahl brachte gleich den zweiten Treffer: Braden Pimm verwertet das Zuspiel von Klinge (15.). Erstaunlich, die Frühform des Stürmers, der bereits seinen vierten Saisontreffer erzielte. Das sah richtig gut aus. Allerdings nur in eine Richtung. In der Defensive agierten die Huskies einfach nachlässig. Marius Schmidt bestrafte das erstmals, als er dicht vorm Tor frei zum Schuss kam (17.).

Kassel Huskies schlagen Lausitzer Füchse 5:4

Und so ging es im zweiten Drittel weiter. Mit druckvollen Huskies, die Gästetrainer Hannu Järvenpää sogar zu einer Auszeit zwangen, weil seine Mannschaft dermaßen schwamm. Und die doch wieder nur mit einer knappen 4:3-Führung aus dem Drittel gingen. Die Huskies-Tore? Einmal glücklich, einmal perfekt. Patrick Klöpper war beim 3:1 Nutznießer eines verunglückten Befreiungsschlags von Andre Mücke, der Torhüter Franzreb am Schoner traf. Klöpper war da wohl nicht mehr am Puck, das Tor aber wurde ihm gutgeschrieben. Das 4:2 durch den ersten Saisontreffer von Kapitän Klinge entsprang einer tollen Überzahl-Kombination.

Es hätte alles längst gut sein können, wenn, ja wenn da nicht inmer diese Schwächen im Rückwärtsgang gewesen wären. Das galt beim 3:2 durch Artur Tegkaev, der sich gleich zweimal versuchen durfte (25.). Und das galt noch mehr beim 4:3, als Evan McGrath den Puck erst verlor und dann seinen Gegenspieler nicht verfolgte. So eine Einladung ließ Maximilian Adam sich nicht entgehen (32.).

Die Füchse hatten durch Viktor Lennartsson sogar noch den Pfosten getroffen (36.). So wurde es im Schlussdrittel ein zähes Ringen. Pimm fehlte zwischenzeitlich, kam aber zurück – und hatte drei Minuten vor dem Ende Pech mit einem Pfostentreffer. Es kam dann aber noch schlimmer. Steven Bär erzielte drei Sekunden vor Ende den 4:4-Ausgleich. In der packenden Verlängerung musste Pimm zunächst auf die Strafbank. Als das überstanden war kam Klinge.

SR: Haupt/Holzer, Z: 2814, Tore: 1:0 (8:28) Merl (Little), 2:0 (14:33) Pimm (Klinge, Koziol - 5:4), 2:1 (16:08) Schmidt (Just, Bodo), 3:1 (22:27) Klöpper, 3:2 (24:54) Tegkaev (Lennartson), 4:2 (28:44) Klinge (Pimm, Koziol - 5:4), 4:3 (31:18) Adam (Bodo, Mücke), 4:4 (59:57) Bär (6:5), 5:4 Klinge (64:39, Penalty), Strafminuten: Kassel 6 - Weißwasser 8.

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: EC Kassel Huskies - Lausitzer Füchse
 

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