Übertragung ab 18.30 Uhr im Radio

3:4 nach Verlängerung: Kassel Huskies verlieren in Bad Nauheim

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Das 1:1 ist unterwegs: Michi Christ (vorn) und David Kuchejda (rechts) erwarten gegen drei Rote Teufel den Schuss von Kevin Maginot.

Bad Nauheim. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Huskies haben auch das zweite Derby bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim verloren. Da sie in einem temporeichen Spiel nach zweimaliger Führung aber erst in der Verlängerung mit 3:4 (0:0, 3:3, 0:0 / 0:1) unterlagen, nahmen sie einen Punkt mit.

Eine Schrecksekunde gab’s vor Spielbeginn beim Blick auf die Aufstellung. Denn da fehlte der Name des Olympia-Teilnehmers: James Wisniewski, so war kurz darauf zu hören, sei leicht angeschlagen und werde geschont. Für ihn rückte Tim Lucca Krüger ins Kasseler Team. Ein Team, das von Beginn an den Vorwärtsgang einlegte, sich gute Gelegenheiten erspielte. Durch Patrick Klöpper (2. Minute), durch Michi Christ (3.), später durch Adriano Carciola (18.). Und die Hausherren? Die sorgten vor allem über Mike McNamee für Alarm, bei dessen Pfostentreffer die Huskies Glück hatten (8.). Auch Radek Krestan hatte in Überzahl die Führung für die Roten Teufel auf der Kelle – doch es blieb die einzig gefährliche Gelegenheit der zweitschlechtesten Mannschaft der Liga im Powerplay.

Die große Frage war also, wann der Torknoten platzen würde. Er tat es in einem hochklassigen Mitteldrittel. Und wie. Erst legten die Hausherren vor. Nauheims Goldhelm Cody Sylvester schaltete nach einem Fehlpass von Kassels Goldhelm Braden Pimm am schnellsten und traf zum 0:1 aus Kasseler Sicht in den Winkel (23.). 111 Sekunden später antwortete Kevin Maginot mit einem Distanzschuss von halblinks – 1:1 (25.). Der Videobeweis brachte schnell Klarheit. Der Treffer zählte.

Weitere 123 Sekunden später machte Pimm seinen Fehler wett, bestrafte nun den Ausrutscher eines Nauheimer Verteidigers mit einem platzierten Schuss – 2:1 (27.). Doch auch die Gastgeber waren wenig beeindruckt. Erstmals in Überzahl, verloren die Huskies im Spielaufbau die Scheibe, James Livingston sprintete den aufgerückten Kasselern auf und davon und schob Markus Keller in Unterzahl den Puck durch die Schoner – 2:2 (30.).

Die Antwort der Huskies? Klar, ließ nicht lange auf sich warten. Lukas Koziol legte quer zu David Kuchejda, der den Puck über die Linie drückte – 3:2 (33.). Weiter aber ging es. Weil Kuchejda noch auf die Strafbank musste und nun die Roten Teufel bewiesen, dass sie auch Powerplay können. 18 Sekunden vor der Pausensirene glich Sylvester aus – 3:3 (40.). Und brachte die Gastgeber auf den Geschmack. Eric Meland und James Livingston hatten beste Gelegenheiten, als Adriano Carciola in der Kühlbox saß. Doch ein ums andere Mal war Keller auf dem Posten.

Immer mehr wandelte sich nun die Frage, wie viele Tore nach dem Spektakel im Mitteldrittel wohl im Schlussabschnitt fallen würden, in die, welchem Team zuerst der vierte Treffer gelingen würde.

Vier Minuten vor dem Ende muss Marius Erk auf die Strafbank. Die Huskies drücken. Müssen aufpassen bei zwei gefährlichen Nauheimer Kontern. Es geht in die Verlängerung. In der die Huskies schwer in Tritt kommen. In der Keller gleich mehrmals retten muss. Doch dann ist auch er geschlagen. Leon Niederberger besiegelt die Derby-Niederlage der Huskies in der Overtime (63.).

Schiedsrichter: Noeller/Haupt
Zuschauer: 3101
Tore: 1:0 (22:18) Sylvester, 1:1 (24:09) Maginot (Koziol, Christ), 1:2 (26:12) Pimm, 2:2 (29:35) Livingston (Woidtke, Krestan - 4:5), 2:3 (32:17) Kuchejda (Ritter, Koziol), 3:3 (39:42) Sylvester (McNamee, Livingston - 5:4), 4:3 (63:15) Niederberger
Strafminuten: 4 – 8

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