Ritter und Kuchejda treffen

Arbeitssieg: Huskies mühen sich zu knappem 2:1 gegen Bad Tölz

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Kassel. Ein glanzvoller Erfolg sieht anders aus. Am Ende eines zähen Eishockeyabends aber stehen zumindest drei Punkte auf dem Konto der Kassel Huskies: Ihr 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) gegen DEL-2-Schlusslicht Bad Tölz fällt in die Kategorie Arbeitssieg.

Die Messlatte nach dem Auftritt am Freitag, nach der so knappen Derbyniederlage am Ratsweg – sie lag hoch. Die Realität jedoch war eine andere. Ein überzeugender Auftritt gegen den Aufsteiger, der in dieser Saison bislang erst dreimal gewonnen hat, sieht jedenfalls anders aus. Irgendwie passte schon der Auftakt zu dem, was folgten sollte. Weil die Eismaschine defekt war und erst das alte Modell reaktiviert werden musste, begann die Partie mit einer halben Stunde Verspätung. Alles kam schwer in die Gänge.

Als es dann endlich losging, begannen die Huskies alles andere als schwerfällig. Denn nach knapp vier Minuten ertönte zum ersten Mal „Ramalamadingdong“. Adriano Carciola, Thomas Merl und Toni Ritter kamen mit viel Zug vors Bad Tölzer Tor. Zwar scheiterte Merl noch im ersten Versuch. Doch im Nachsetzen war Ritter erfolgreicher. Mit dem flotten 1:0 schienen die Huskies schnell die richtige Spur gefunden zu haben. Ein Trugschluss. Denn die Partie verflachte zusehends.

Es gibt ja Kellerkinder, die sich gegen die Topklubs der Liga einzig darauf beschränken, mit Mann und Maus den eigenen Kasten zu versperren. Zu dieser Kategorie gehörten die Tölzer zwar nicht. Sie gehören auf dem Papier aber eher zu jenen Gegnern, mit denen die Huskies, sofern diese in Normalform auftreten, deutlich weniger Probleme haben. Von ihrer Normalform aber waren die Huskies eben auch deutlich entfernt an diesem Abend.

Bilder des Spiels: Huskies vs. Bad Tölz

Und so kam es, wie es kommen musste. Der Ausgleich fiel. Erst hatten die Huskies noch Glück, als der Ex-Kasseler Philipp Schlager in Überzahl einen Schuss an den Pfosten setzte. Doch kurz darauf jubelten die Gäste tatsächlich: Ausgerechnet Klaus Kathan, der Oldie der Bad Tölzer, wieder ein Spieler mit Kasseler Vergangenheit, traf nach 36 Minuten in den Winkel zum 1:1. Ungläubig schüttelte er danach den Kopf, fast so, als wollte er sagen: Mit einem Tor an meiner alten Wirkungsstätte habe ich nicht gerechet.

Die Huskies-Fans, die viel Geduld mit ihrer Mannschaft bewiesen hatten, gehüpft, geklatscht und gesungen hatten, forderten nun lautstark. „Wir wollen die Huskies sehen.“ Denn ihre Huskies waren an diesem Abend eher ein Schatten ihrer selbst. Erstmals seit langer Zeit begleiteten Pfiffe die Spieler in die Kabine.

Die Frage war nun, was ging da noch im Schlussabschnitt? Immerhin: Ein zweites Tor, es fiel tatsächlich. In Überzahl, als David Kuchejda frei zum Abschluss kam. Beim Jubeln war dem Tschechen, der als vierter Ausländer für den angeschlagenen Mike Little zum Einsatz kam, die ganze Erleichterung anzumerken (47.). Und dieses mühevolle 2:1 retteten die Huskies über die Zeit.

SR: Gavrilas/Vogl. Z: 3045

Tore: 1:0 (3:35) Ritter (Merl), 1:1 (35:05) Kathan (Sedlmayr, Grabmeier), 2:1 (46:22) Kuchejda (Pimm, McGrath - 5:4)

Strafminuten: Kassel 8, Bad Tölz 4

Bilder des letzten Spiels

Fotos vom Hessenderby: Löwen Frankfurt besiegen Kassel Huskies 5:4

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