Ben Duffys Treffer ist zu wenig 

Kassel Huskies kassieren dritte Auswärtsniederlage: 1:5 – Bauchlandung in Bad Tölz:

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Sein Treffer war zu wenig: Ben Duffy traf in Bad Tölz zum 1:5-Endstand.

Das war ein gebrauchter Tag für die Kassel Huskies: Im 12. Spiel der DEL2-Saison haben sie am Sonntagabend bei den Tölzer Löwen mit 1:5 (0:2, 0:2, 1:1) verloren.

Damit haben sie die dritte Auswärtsniederlage kassiert. Schon von Beginn an war irgendwie der Wurm drin. Die Huskies kamen kaum ins Spiel, erwischten einen klassischen Fehlstart. Ganz anders die Gastgeber. Sie zeigten nicht nur, wie einfach und schön Eishockey sein kann. Sie hatten sich wohl auch Wiedergutmachung vorgenommen, nach zuvor fünf Niederlagen in Folge.

Und das ging so: Nathan Burns hatte gerade erst in der Kühlbox Platz genommen, als Jerry Kuhn das erste Mal hinter sich greifen musste. Lubor Dibelka gewann das Bully, passte hinters Tor, Tyler McNeely leitete die Scheibe sofort weiter vor den Kasten, wo Shawn Weller lauerte – drei Puck-Kontakte, ein Tor (3.). Nach nur sieben Sekunden kehrte Burns also zurück.

Von den Kassel Huskies kam zu wenig

Ein Weckruf aber war das nicht. Von den Huskies kam weiterhin viel zu wenig. Sinisa Martinovic im Tölzer Tor verbrachte einen recht beschäftigungslosen Abend. Die besten Kasseler Gelegenheiten hatte noch Derek Dinger, dessen Distanzschüsse in Überzahl aber von Martinovic gehalten und von einem Verteidiger geblockt wurden. Besser machten es dann wieder die Hausherren. Markus Eberhardt sah, dass Marco Pfleger allein im Rücken der weit aufgerückten Kasseler stand. 

Von der Grundlinie fand der lange Pass des Verteidigers den Weg zum Tölzer Topscorer, der alle Zeit der Welt hatte, Kuhn aussteigen zu lassen. Und so stand es 2:0 (18.). „Das erste Tor war schön gemacht, das zweite ein Geschenk“, stellte Dinger in einem kurzen Interview mit dem Tölzer Hallensprecher nach den ersten 20 Minuten fest. „Natürlich war es nicht der Plan, hier 0:2 zurückzuliegen. Aber wir haben ja noch 40 Minuten.“

Kassel Huskies kamen erst ab der Mitte des zweiten Drittels in Schwung

Die allerdings kaum weniger im Sinne der Huskies verliefen. Erst ab Mitte des zweiten Drittels entwickelten sie mehr Druck, erarbeiteten sich einige gute Torgelegenheiten. Sie hatten Pech bei Alexander Karachuns Pfostentreffer (36.). Oder als Austin Carroll nach einem Konter Ryon Mosers Querpass nur um Zentimeter verpasste.

Problem: Die Tölzer Löwen hatten da bereits auf 4:0 erhöht. Das 3:0 war wieder in Überzahl gefallen – nach einer Serie schneller Pässe sah Stefan Reiter die Lücke, zog vom rechten Bullykreis ab, und die Scheibe schlug über Kuhns Fanghand im Winkel ein (25.). Zweites Powerplay, zweiter Treffer – eine hundertprozentige Erfolgsquote. Das 4:0 fiel ebenfalls nach einem Distanzschuss, diesmal aus zentraler Position: Markus Eberhardt war der Torschütze (31.). 

Ben Duffy holt den Ehrentreffer für die Kassel Huskies

Die Frage war nun also, wie die Huskies mit dem bislang höchsten Rückstand umgehen würden. Antwort: Sie wollten ihn korrigieren, steckten nicht auf. Doch ihre Bemühungen blieben erfolglos. Stattdessen fiel der Treffer auf der anderen Seite – und das zum dritten Mal in Überzahl. Und zum zweiten Mal hieß der Torschütze Pfleger (55.).

Immerhin: Mit dem Kasseler Ehrentreffer klappte es noch. Im Fallen umkurvte Ben Duffy Keeper Martinovic (57.). Doch mehr als Ergebniskosmetik war das nicht mehr. Kleiner Trost für die Kasseler: Weil Verfolger Heilbronn mit 1:2 in Weißwasser verlor, bleiben die Huskies Tabellenführer.

SR: Kohlmüller/Oswald. Z: 2389 Tore: 1:0 (4:23) Weller (McNeely, Dibelka- 5:4), 2:0 (17:55) Pfleger (Eberhardt), 3:0 (24:22) Reiter (Sedlmayr, Sasa Martinovic - 5:4), 4:0 (30:11) Eberhardt (Sedlmayr), 5:0 (54:51) Pfleger (Dibelka, McNeely - 5:4), 5:1 (56:11) Duffy (Moser, Carroll) Strafminuten: Bad Tölz 8 - Kassel 12 + 10 Walters

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