Huskies und 13 andere Klubs wollen dritten Anlauf starten

DEL2 lässt nicht locker im Kampf um Aufstiegsregelung

Kassel. Die Eishockey-Zweitligisten lassen nicht locker: Für alle 14 Klubs der DEL2, darunter auch die Kassel Huskies, hat eine Verzahnung mit dem Oberhaus DEL zum Sommer 2020 absolute Priorität.

In Frankfurt haben sie sich darauf verständigt, einen dritten Anlauf zur Wiedereinführung von Auf- und Abstieg zur DEL zu starten. Bis zum 31. März muss nun der Antrag erfolgen und die erforderlichen Unterlagen u. a. mit größeren Bankbürgschaften beschafft werden.

Das Prozedere 

Insgesamt sechs Zweitliga-Klubs müssen sich wirtschaftlich um den Sprung in die DEL bemühen – zunächst unabhängig vom sportlichen Abschneiden. Sie müssen einen Anforderungskatalog erfüllen, dessen Parameter einst beide Ligen gemeinsam (!) fixiert hatten. Er definiert die Infrastruktur in den Hallen, nicht zuletzt aber auch die wirtschaftliche Substanz der Kandidaten. So muss jeder der sechs Bewerber 816 000 Euro vornehmlich in Form von Bürgschaften bereitstellen, die Zweitligisten insgesamt also 4,896 Millionen Euro. Weil ausgerechnet Titelaspirant Bietigheim diese Hausaufgaben bei einer 15 000-Euro-Bürgschaft im vergangenen Jahr nicht „wasserdicht“ erfüllt hatte, ließen zunächst die DEL und dann kürzlich ein unabhängiges Schiedsgericht die Zweitligisten im zweiten Anlauf abblitzen.

Die Kassel Huskies 

Neben den Kassel Huskies hatten sich im Vorjahr Bietigheim, Frankfurt, Riessersee, Dresden und der heutige Oberligist Rosenheim beworben. „Wir sind auf jeden Fall wieder dabei, denn zu Auf- und Abstieg gibt es auch im deutschen Eishockey keine Alternative“, sagt Joe Gibbs. Der Huskies-Geschäftsführer verfügt über die bisherigen Unterlagen, „aber natürlich müssen wir das gesamte Paket nun aktualisieren.“

Die anderen Kandidaten 

Bei ihrer Sitzung in Frankfurt haben die Zweitligisten, so Gibbs, mehrere Varianten erörtert, wie sie ihren dritten und wohl auch finalen Versuch zur Schaffung einer Verzahnung angehen werden. Offenbar sind neben Kassel auch Bietigheim, Frankfurt, Riessersee und Dresden wieder mit im Boot. Die wichtigste Frage also ist: Wer rückt für Rosenheim nach und kann das Sextett komplettieren – Ravensburg, Kaufbeuren, Heilbronn? Crimmitschau, Bad Nauheim und Bayreuth fallen heraus wegen offener Hallen. „Es haben einzelne Teams erste Signale gegeben, dass sie einsteigen. Aber wirklich konkret ist das jetzt so kurzfristig natürlich noch nicht“, berichtet Gibbs. „Aber: Es gibt verschiedene Optionen.“

Die Bestandsaufnahme 

Das Scheitern im zweiten Anlauf hat in der DEL2 den Verantwortlichen der Klubs, aber auch der Liga einige Sorgen bereitet. Einerseits wollen die Zweitligisten professionell arbeiten und auftreten, andererseits haben sie es erneut verpasst, wasserdicht und eben professionell alle Parameter abzuarbeiten und zu erfüllen. Auch wenn die geplatzte Bietigheimer Bürgschaft nur 0,3 Prozent des gesamten Millionenbetrags ausmacht.

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