Von starken Neuen und alten Hasen

Fakten zum Playoff-Freitag: Monster Pimm und Druck aus vier Reihen

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Szene aus dem 2. Playoff-Derby: Ein jubelnder Braden Pimm.

Joe Gibbs, Geschäftsführer der Kassel Huskies, hatte allen Grund zur Freude nach dem 7:4-Sieg im zweiten Playoff-Spiel im Derby gegen Frankfurt am Freitag.

Er bringt es nach einem starken Auftritt seiner Mannschaft kurz und bündig auf den Punkt: Ob er damit gerechnet habe, nach zwei Spielen in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Frankfurt mit 2:0 zu führen? „Nein“, sagt Gibbs, grinst und fährt sich durch den wachsenden Playoff-Bart. „Er juckt.“ 

Huskies verlieren drittes Playoff-Derby gegen Frankfurt

Die Kulisse

Nah dran an ausverkauft. Zum ersten Mal in dieser Saison. Wenn, ja wenn auch nicht in dieser Serie gegen Frankfurt? Auf dem Eis machten die Huskies Druck, auf den Rängen sorgten die mehr als 5900 Fans für Unterstützung in Dauerschleife. Gibbs sagt: „Die Stimmung war sagenhaft. Die Unterstützung der Zuschauer war großartig, das hat die Mannschaft gepusht.“

Die Playoff-Monster

Die Neuzugänge überzeugen mit Toren. Und die alten Hasen im Team der Huskies? Finden zurück zu alter Stärke, zeigen eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Ende der Hauptrunde. Playoffs kitzelt bei den Kasseler wieder die Lust am Spielen heraus.

Irgendwie sind also alle schon ein bisschen Playoff-Monster. Einer aber ragt dabei heraus: Braden Pimm. Der Goldhelm ist Dreh- und Angelpunkt im Kasseler Spiel. Die Bilanz von sieben Punkten aus zwei Playoff-Spielen (zwei Tore, fünf Vorlagen) spricht für sich.

Das letzte Drittel

Liegt den Huskies. Weil sie selbst treffen, die Löwen aber nicht mehr, und die Partien so drehen. Klar gibt das Selbstvertrauen: mit drei Toren in Frankfurt biegen sie im Schlussdrittel auf die Siegerstraße ein, mit zwei Treffern am Freitag in eigener Halle.

Effizient und ausgeglichen

„Es ist ein wenig gelaufen wie am Dienstag. Nur in die andere Richtung. Immer wenn die Frankfurter ein Tor geschossen haben, sind wir wieder zurückgekommen“, stellte Rossi fest.

Dabei profitiert seine Mannschaft von der Tiefe im Kader. „Das ist ein Vorteil“, sagte der Coach. „Fitness, Kraft und Torinstinkt ist im Team ausgeglichen verteilt. Wir können mit vier Reihen viel Druck entfachen.“

Überflüssige Strafzeiten

Ein Punkt, der in dem Spiel, in dem so vieles hervorragend lief, doch zu bemängeln ist: Die Huskies kassierten zu viele unnötige Strafzeiten. Gerade im zweiten Drittel saßen die Kasseler zu häufig auf der Strafbank.

Ein Geschenk, das das beste Überzahl-Team der Liga prompt mit Anschlusstreffern durch Matt Pistilli und C. J. Stretch bestrafte.

Statistik: DEL2-Playoffs. 3. Spieltag (Platzierung nach der Hauptrunde)

  • Löwen Frankfurt (3.) vs. Kassel Huskies (6.) 2:1 Stand in der Serie: 1:2
  • SC Riessersee (1.) vs. Crimmitschau (10.) 3:2 n.V. Stand in der Serie: 1:2
  • Bietigheim (2.) vs. Heilbronn (9.) 5:3 Stand in der Serie: 2:1
  • Kaufbeuren (4.) vs. Bad Nauheim (5.) 3:0 Stand in der Serie: 2:1

Playdowns, 2. Spieltag

  • Weißwasser (11.) vs. Bayreuth (14.) 5:6 n.V. Stand in der Serie: 2:1
  • Freiburg (12.) vs. Bad Tölz (13.) 2:0 Stand in der Serie: 1:2

Die nächsten Spieltage: 20., 23., 25., 27. März (falls nötig)

Modus: Best of seven auf vier Siege

Alle Infos zu den Playoffs und Playdowns in der DEL2

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