Starke Kasseler triumphieren in der Lausitz

Huskies siegen 5:1 in Weißwasser - das Playoff-Derby ist ganz nah

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Zweifacher Torschütze: Die Nummer 17 der Kassel Huskies, Toni Ritter.

Weißwasser. Der Einzug ins Halbfinale und damit ein Playoff-Derby gegen den Erzrivalen Löwen Frankfurt rückt für die Huskies immer näher.

Kassels Eishockeyspieler zeigten beim 5:1 (3:0, 2:0, 0:1)-Sieg in Weißwasser eine ganz starke Leistung, demontierten den Gegner phasenweise und waren sogar zweimal in Unterzahl erfolgreich.

In der Viertelfinale-Serie führt die Mannschaft von Rico Rossi nun mit 3:1-Siegen. Am Freitag kann der Titelverteidiger vor eigenem Publikum nun das Halbfinale perfekt machen, in dem Frankfurt bereits steht.

Manchmal ist es ja ein Tor, das besonders klar verdeutlicht, wie ein Spiel läuft. Für den dritten Treffer galt das gestern ganz besonders. Die Gastgeber spielten in Überzahl. Ihre Fans hofften beim Stand von 0:2 auf den Anschlusstreffer. Doch was passierte? Ausgerechnet Dennis Swinnen, der Topscorer der Füchse, träumte an der Bande. Sah einen Pass gar nicht kommen. Thomas Merl schaltete blitzschnell, schnappte sich die Scheibe, fuhr einen Konter. Er scheiterte an Torhüter Maximilian Franzreb. Doch auch im Nachschuss waren die Huskies gedankenschneller, konsequenter. Toni Ritter war mitgelaufen und erzielte das 3:0. In Unterzahl hatten die Huskies für eine Vorentscheidung gesorgt – und das, obwohl gerade erst 17 Minuten gespielt waren.

Es war schon bis dahin ein Spiel, das ganz anders verlief als erwartet. Die Gastgeber waren merkwürdig verhalten. Und offenbar schwer beeindruckt vom starken Auftritt der Huskies. Die kombinierten konsequent und druckvoll, zeigten sich im Spielaufbau viel sicherer als beim ersten Auftritt in Sachsen. Die erste gute Chance hatten die Füchse, als Swinnen auf Hayes spielte, Torhüter Markus Keller spektakulär klärte (3.).

Danach aber, da drehte Kassel auf. Und erzielte in der 7. Minute das wichtige 0:1. Ein schönes Solo von Phil Hungerecker, ein kluger Pass von Jens Meilleur – und der aufgerückte Verteidiger Steve Hannusch netzte souverän ein. Es waren also ausgerechnet die Lausitzer Jungs, die gegen den Klub ihrer Heimat trafen. Neben Hanusch stammt ja auch Toni Ritter aus der Region. Und dieser Toni Ritter erzielte zu Beginn des Mitteldrittels mit seinem zweiten Treffer das 4:0.

Die Huskies zeigte dabei in Überzahl erneut, wie effektiv sie an diesem Abend waren. Denn schon das Tor zum 2:0 (13.) hatten die Gäste mit einem Mann mehr erzielt. Hungerecker verwandelte dabei einen klugen Querpass von Derek DeBlois. Die endgültige Demütigung der Gastgeber folgte schließlich kurz vor der zweiten Drittelpause. Mitten in die erste längere Drangphase der Füchse hinein, nach mehreren Glanztaten Kellers, fuhr DeBlois einen Konter, kurvte vor das Tor und überwand Franzreb mit einem Schlenzer. Es war das 5:0. Und es fiel erneut in Unterzahl.

Danach ging es für die Gäste vor allem darum, ungeschoren vom Eis zu kommen, denn der Frust der Gastgeber führte mehrfach dazu, dass Fäuste flogen. Im Schlussdrittel beruhigten sich die Gemüter zumindest etwas. Die Huskies leisteten sich allerdings deutlich zu viele Strafen. In Unterzahl gerieten die Gäste zwar selten richtig in Gefahr, ermöglichten Swinnen zumindest aber den Ehrentreffer. Der natürlich nicht schadete. Denn am Freitag kann nun alles klar gemacht werden.

SR: Steinecke (Erfurt), Z: 2103, Tore: 0:1 (6:50) Hanusch (Meilleur, Hungerecker), 0:2 (12:08) Hungerecker (DeBlois, Ritter - 5:4), 0:3 (16:45) Ritter (Merl, Marco Müller - 4:5), 0:4 (21:21) Ritter (DeBlois, Hungerecker

- 5:4), 0:5 (37:01) DeBlois (Marco Müller - 4:5), 1:5 (56:08) Swinnen (Svoboda, Hayes - 5:4) , Strafminuten: Weißwasser 18 + 10 Bruneteau + 10 Bohac - Kassel 26 + 10 Pimm + 10 Boiarchinov.

So war der Ticker

Live Blog DEL2-Playoffs: Lausitzer Füchse - EC Kassel Huskies
 

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