Eine Liga im Zeichen der 5

Die DEL2: Traumtor Maginots, Eigentor Ravensburgs, zwei Serien und ein Comeback

Krönte tollen Alleingang: Huskies-Verteidiger Kevin Maginot. Foto: Schachtschneider

Kassel. Ein Traumtor und ein Eigentor, eine Siegesserie und eine Talfahrt, dazu ein glanzvolles Comeback: Es geht so richtig rund derzeit in der DEL2.

Und mehrfach spielt die Zahl 5 eine wichtige Rolle:

5 Scorerpunkte (2 Tore plus 3 Vorlagen) standen bis zum Sonntag auf dem Konto von Kevin Maginot. Dann waren 45:50 Minuten in Rosenheim gespielt, und der 22 Jahre junge Huskies-Verteidiger setzt im eigenen Drittel an zu einem famosen Slalom übers ganze Feld - „from coast to coast“, wie die Experten sagen. Vier Starbulls tanzt der Kasseler filigran aus, dann steht da noch ein fünfter, Torwart Herden. Ihm schlenzt Maginot die Scheibe dann präzise über die Stockhand hinweg ins Netz. Das 2:0 - ein Traumtor (im Video ab 1:10 min).

5 Treffer gar erzielte Bad Nauheims Goldhelm Radek Krestan am Wochenende. Drei zum 7:4-Erfolg beim SC Riessersee am Freitag, zwei plus den finalen Penalty beim 4:3 n. P. gegen Freiburg am Sonntag. Und, klar, es war der fünfte Sieg in Serie der Kurstädter, die damit zunächst den SC Riessersee von Rang zehn, dem letzten Preplayoff-Platz verdrängten. Die Werdenfelser nämlich haben eine Serie mit umgekehrten Vorzeichen: Nur eines der letzten sieben Spiele gewann der SCR. Davor gab’s ein Spiel in Kassel - mit fünf Toren. Zwei für die Huskies, drei für die Bayern.

5 Niederlagen hintereinander haben die Towerstars in Ravensburg arg in die Bredouille gebracht und zurückgeworfen auf Rang neun. In Crimmitschau nun wurde mit 4:3 zunächst die Talfahrt gestoppt. Und das, obwohl der 1:0-Führungstreffer der Eispiraten (8.) einem Eigentor (!) der Gäste entsprang. Bei angezeigter Strafe gegen einen Crimmitschauer hatte Jonas Langmann das Tor der Ravensburger verlassen, mit sechs Feldspielern nun zogen sie ihr Powerplay auf. Doch dann rutschte ein Rückpass von Vincenz Mayer nicht nur zwischen seinen Verteidigern an der Blauen Linie durch, sondern längs über die gesamte Eisfläche ins eigene Netz (im Video ab 0:20 min).

Übrigens: Den Goldhelm der Truppe vom Bodensee trägt derzeit Ex-Husky Sören Sturm. Der ist mit 25 Punkten zwar nur die Nummer vier der internen Rangliste, aber Topscorer Mathieu Tousignant ist verletzt, und von Adriano und Fabio Carciola hatten sich die Towerstars ja getrennt.

5 Gegentore in eigener Halle sind zum Fluch geworden für die Löwen: Die letzten drei Heimspiele verloren die Frankfurter 4:5 gegen Bietigheim, 4:5 gegen Freiburg und nun 3:5 gegen die Lausitzer Füchse. Was in Kassel Hoffnung keimen lässt: „Wir sind jetzt nur noch vier Punkte dahinter“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi mit Blick auf die Tabelle. Strahlend. Und doch verfinstert sich seine Miene sofort wieder, denn „Dresden und Weißwasser sitzen uns mit nur fünf Punkten Rückstand immer noch arg auf der Pelle“. Daraus schließt Rossi: „Wir müssen weiterhin zur Absicherung des dritten Platzes eher nach hinten blicken als nach vorn.“

Wieder zurück: Bietigheims Justin Kelly. Foto: nh

5 Tore fielen am Sonntag in Bietigheim. Aber keines wurde beim 4:1 der Steelers gegen den SC Riessersee so gefeiert wie das erste. Denn der Schütze zum 1:0 war Justin Kelly. Der kanadische Publikumsliebling, das Idol, der ewige Topscorer und DEL2-Spieler der Saison 2015/16 ist zurück. Mit 35. 296 Tage, nachdem er im Playoff-Finale 2016 gegen die Huskies und einem Zweikampf mit Braden Pimm wegen einer Gehirnerschütterung ausgeschieden war. Neun Punkte nun haben Kelly und sein Team Vorsprung. Nicht nur fünf.

Eigentore mit Kasseler Beteiligung:

Man mag’s kaum glauben, aber so selten sind Eigentore im Eishockey gar nicht. Sie entspringen meist verunglückten Rückpässen, insbesondere in Überzahl bei angezeigter Strafe für den Gegner, wenn der eigene Torwart seinen Kasten zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hat. Oder gegen Ende eines Spiels, wenn mit einem Mann mehr der Ausgleich erzwungen werden soll.

Erst am 9. Februar 2016 unterlief ein solches Missgeschick dem Kaufbeurer Max Schmidle in Kassel, als die Huskies 5:4 siegten.

Aber die Nordhessen können Eigentor auch selbst. Wie im Januar 2012 beim 3:6 in Bad Nauheim, wo Christoph Koziol auf der falschen Seite ins Schwarze traf.

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