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Kassel Huskies: Marco Müller hat den nächsten Meilenstein im Blick

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Von: Björn Friedrichs

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Seit 2014 bei den Kassel Huskies: Verteidiger Marco Müller ist beim Eishockey-Zweitligisten längst eine feste Größe. Sofern er im Kader steht, macht er am Sonntag sein 450. Spiel für die Huskies.
Seit 2014 bei den Kassel Huskies: Verteidiger Marco Müller ist beim Eishockey-Zweitligisten längst eine feste Größe. Sofern er im Kader steht, macht er am Sonntag sein 450. Spiel für die Huskies. © Andreas Fischer

Die Kassel Huskies empfangen am Sonntag die Krefeld Pinguine. Im Duell der Traditionsklubs und Aufstiegskonkurrenten könnte Marco Müller einen besonderen Meilenstein erreichen.

Kassel – Seit dem Wiederaufstieg der Kassel Huskies in die DEL 2 hat er alles miterlebt: Playoffs, die Meisterschaft 2016, die dramatische Finalniederlage 2021 – Marco Müller war immer dabei. Dieses Jahr will er, der längst zur Abteilung Kasseler Jungs gehört, mit dem Eishockey-Zweitligisten aufsteigen. Am Sonntag, um 18.30 Uhr beim Spitzenspiel gegen die Krefeld Pinguine, kann der 31-Jährige mal wieder einen besonderen Meilenstein erreichen. Steht er gegen den Aufstiegskonkurrenten auf dem Eis, wäre das sein 450. Einsatz für die Huskies.

Dabei legt der Verteidiger auf solche Zahlen gar nicht so viel wert. Der Trubel um seine 300. und 400. Spiele war ihm eher fremd. Hinweise auf ein anstehendes Jubiläum nimmt er meist gelassen hin. Aufregung, überschwängliche Vorfreude? Fehlanzeige.

Dass nun der 450. Einsatz wartet und dieser dann auch ein echtes Topspiel mit sich bringt, ist dann aber doch etwas Besonderes. „Das erste Spiel gegen sie hatte schon ein hohes Niveau. Krefeld ist gut drauf, seit sie den neuen Trainer haben. Ich freue mich sehr auf das Spiel und hoffe auf drei Punkte“, sagt Müller, der beim 4:2-Sieg am sechsten Spieltag eine Torvorlage beisteuerte.

Unter Draisaitl läuft‘s bei Krefeld

Dieser von Müller erwähnte neue Trainer bei Krefeld trägt einen prominenten Namen. Peter Draisaitl steht seit anderthalb Wochen bei den Pinguinen an der Bande, sein Sohn Leon (Edmonton Oilers) ist der aktuell beste deutsche Spieler und auch weltweit gibt es nur wenige, die ihm etwas vormachen.

Peter Draisaitl soll Absteiger Krefeld nun direkt wieder in die DEL zurückführen. Trainererfahrung in Deutschland hat der frühere 146-fache Nationalspieler zuletzt zwischen 2017 und 2019 bei den Kölner Haien gesammelt, zuvor schon in Nürnberg, Ravensburg, Duisburg, Regensburg, Straubing, Bremerhaven und Oberhausen. Wie lange er in Krefeld bleiben wird, hängt auch von Geschäftsführer und Alleinherrscher Sergey Saveljev ab. Der 26-Jährige stieg 2020 bei den Pinguinen ein, Draisaitl ist seitdem schon der siebte Trainer.

Müller mit sechstmeisten Spielen für Kassel

Nicht so viele Übungsleiter in acht Jahren hat Marco Müller in Kassel erlebt. Bo Subr ist nach Corey Neilson, Tim Kehler, Bobby Carpenter und Rico Rossi sein fünfter Chef bei den Huskies.

Der gebürtige Heilbronner steht im Ranking der Kasseler Rekordspieler inzwischen übrigens auf Rang sechs. Am dritten Spieltag zog er mit dem früheren Kapitän Tobias Abstreiter gleich. „Das ist ein großer Name – nicht nur in Kassel, sondern in ganz Eishockey-Deutschland. Er ist schließlich auch bei der Nationalmannschaft tätig“, sagt Müller. Platz vier ist mit Shane Tarves von einer echten Klublegende belegt (528 Spiele), dahin ist es aber noch ein ordentlicher Weg für Müller.

Auch Spiel Nummer 500 ist noch drin

Das Ziel dürfte für den 31-Jährigen aber sowieso der Teamerfolg sein. „Wir haben tolle Jungs – auf und neben dem Eis. Wir sind ein eingeschworener Haufen“, sagt er. Müller selbst ist in dieser Truppe ein fester Anker. „Ich fühle mich wohl, bekomme das Vertrauen“, nennt er Gründe für seine guten Leistungen.

Neben dem Aufstieg könnte sich der dienstälteste Kasseler aber dennoch einen weiteren Meilenstein als Saisonziel stecken. Macht Müller jedes verbliebene Saisonspiel, so könnte er in einer möglichen 15. Playoff-Partie die 500-Spiele-Schallmauer knacken. Vielleicht würde dann sogar Marco Müller Wert auf Zahlen legen.

Von Björn Friedrichs

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