Dennis Rossing und Fabian Dahlem: „Wir kämpfen weiter“

Kassel. Nein, mit diesem Schock aus München hatten sie nicht gerechnet. „Wir haben alles probiert und waren zuversichtlich nach den bisherigen Entscheidungen der Gerichte“, erklärte Dennis Rossing am Dienstagabend.

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„Aber diese Verhandlung ist ganz anders verlaufen, als wir es erwartet und erhofft haben.“ Der Eigentümer der Kassel Huskies ist am Telefon spürbar geschockt vom Abblitzen Westhelles. Aber er sagt auch: „Wir kämpfen weiter, sprichwörtlich wie die Huskies. Und wir hoffen ganz stark, dass die Richter am Donnerstag auf der Kölner Linie bleiben und unbeeindruckt vom Urteil aus München entscheiden.“

Dennis Rossing

Woher nimmt er jetzt noch seine Zuversicht? „Aus dem Wissen und Können von Fritz Westhelle und seinem Team“, sagt Rossing - und gesteht ein: „Wir sind allein in der Hand von Richtern und Juristen. Als Gesellschafter haben wir doch keinen Einfluss mehr.“

Haben die Huskies noch einen letzten Joker im Ärmel? Gibt es noch Chancen auf einen Kompromiss mit der DEL in letzter Minute? „Ich weiß es nicht“, gesteht Dennis Rossing, „das wissen allein die Juristen. Und wir werden uns am Mittwoch beraten, welche Optionen uns noch bleiben.“

Auch zur Frage, welche Folgen der Münchner Entscheid und ein drohendes Aus der Huskies für den Bau der Multifunktionsarena haben können, schweigt der Salzmann-Halleninvestor sich aus. „Sicher ist nur“, sagt Rossing, „wenn es schiefgeht, war jahrelange Arbeit vergebens und ich verliere sehr viel Geld.“

Fabian Dahlem

Auch Fabian Dahlem, der Huskies-Sportchef, reagiert betroffen auf das Urteil, aber nicht schockiert. „Wir sind noch lange nicht raus, auch wenn viele meinen, wir liegen am Boden. Dieser Entscheid muss kein Fingerzeig für den Donnerstag in Köln sein.“

Ein Aufstecken sei kein Thema, „die letzte Schlacht ist noch nicht geschlagen“. Im Gegenteil: „Wir werfen die Flinte nicht ins Korn, sondern arbeiten mit einer entschlossenen Mannschaft auf dem Eis und in der Verwaltung weiter hart für den Erhalt des Kasseler Eishockeys und der 100 Arbeitsplätze.“ Denn, so Dahlem, „diese soziale Komponente darf nicht ignoriert werden“.

Sven Breiter, der Fan-Beauftragte, plant jedenfalls weiter für die Vorstellung der Mannschaft am kommenden Samstag ab 15 Uhr bei einem öffentlichen Training.

Das sind die neuen Spieler der Kassel Huskies

Cam Keith ist 29 Jahre alt und wurde in Nelson/Kanada geboren. Er ist 191cm groß und bringt 95kg auf die Waage. In seiner Karriere spielte er vorwiegend in der AHL und der ECHL, in der letzten Saison erzielte der Linksschütze in der italienischen Liga für Cortina SG 27 Punkte in 24 Spielen. Ein Bild wird nachgereicht. © 
Vom HK Jesenice (EBEL) wechselt Alex Dück zu den Huskies. Der 30 Jahre alte Verteidiger ist 185 cm groß und 83kg schwer. Er kann bereits auf eine Erfahrung von 521 DEL-Partien für die Krefelder Pinguine und die Iserlohn Roosters zurückblicken. Mit seiner Erfahrung wird uns der sympathische gebürtige Kasache mit deutschem Pass sicher weiterhelfen. © 
Der 28 Jahre alte Center wechselt von den Spingfield Falcons aus der AHL zu den Huskies. Colton Fretter wurde in Harrow/Kanada geboren und ist 178cm groß sowie 82kg schwer. In der vergangenen Saison erzielte er in 79 Spielen 26 Tore und 29 Assists. Insgesamt brachte er es in 185 AHL Spielen auf 110 Punkte sowie zuvor in der ECHL auf insgesamt 70 Punkte in nur 53 Spielen. „Mit Colton Fretter ist uns eine weitere Wunschverpflichtung gelungen. Colton ist überall einsetzbar, er kann auf allen Positionen spielen und hat den nötigen Torriecher“, so Huskies Sportdirektor Fabian Dahlem. © 
Ebenfalls neu im Team der Kassel Huskies ist David Cespiva. Der erst 23 Jahre alte Rechtsschütze hat bereits 256 DEL-Spiele für die Adler Mannheim, die Nürnberg Ice Tigers sowie die Krefelder Pinguine auf dem Buckel. In dem 190cm großen und 92kg schweren Abwehrrecken sieht Sportdirektor Fabian Dahlem enormes Entwicklungspotential. David kann zu einer ganz großen Überraschungen in der Liga werden. Er hat sowohl Defensiv-als auch Offensivqualitäten, durfte diese jedoch bislang kaum unter Beweis stellen. Bei den Huskies soll er hierzu Gelegenheit erhalten. © 
24 Jahre alt ist der mit deutschem Paß ausgestattete Jean-Francois Boucher, der in Quebec/Kanada geboren wurde. JF-Boucher ist 182cm groß und wiegt 91kg. Das Kraftpaket, welches von St. Georges CRS Express zu den Huskies wechselt und in der Saison 2008/2009 für den ERC Ingolstadt spielte, soll der Offensive Durchschlagskraft verleihen. Er ist ein Kämpfer, der immer vollen Einsatz zeigt. © 
Mit Mike Glumac ist den Kassel Huskies ein großer Wurf gelungen. Der 30 Jahre alte Rechtsaußen, der in Niagara Falls/Kanada geboren wurde, ist 185cm groß und 92kg schwer. Er erzielte bislang in 40 NHL-Spielen für die St. Louis Blues 13 Punkte, in der AHL in 464 Spielen 336 Punkte. Mike Glumac kommt von den Hamilton Bulldogs zu den Huskies. Glumac hat das Zeug dazu, einer der Top-Neuzugänge der Liga zu werden, so Huskies-Sportdirektor Fabian Dahlem. © 
Aus Zagreb (EBEL) kommt Mike Ouellette zu den Huskies. Mike Ouellette ist 28 Jahre alt und wurde in Kamloops, Kanada geboren. Der Rechtsschütze ist 185cm groß und wiegt 85kg. Ouellette stand bereits im Franchise der New York Islanders unter Vertrag, spielte aber vorwiegend in der ECHL und der AHL. Der gelernte Center erzielte dort insgesamt in drei Saisons 66 Punkte. © 
Von den DEG Metro Stars wechselt der 29-jährige Ryan Caldwell zu den Huskies. Der 191cm große und 92kg schwere Defensivstratege blickt auf vier NHL Partien für die New York Islanders und die Phoenix Coyotes sowie insgesamt 266 AHL und 102 DEL-Spiele zurück. Mit Ryan Caldwell konnten die Huskies einen absoluten Wunschkandidaten verpflichten, der uns mit seiner intelligenten, aber auch kompromisslosen Spielweise sicher viel Freude bereiten wird. © 

Von Gerald Schaumburg

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