1:4 trotz Führung

Huskies kassieren in Crimmitschau nächsten Nackenschlag

Huskies-Topscorer Jake Weidner konnte die Niederlage bei den Eispiraten Crimmitschau nicht abwenden. Die Huskies verloren bei den ungeschlagenen Sachsen mit 1:4.
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Huskies-Topscorer Jake Weidner konnte die Niederlage bei den Eispiraten Crimmitschau nicht abwenden. Die Huskies verloren bei den ungeschlagenen Sachsen mit 1:4.

Die Kassel Huskies finden weiter nicht in die Spur. Trotz starkem Start verliert der Eishockey-Zweitligist das Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau mit 1:4 (1:0, 0:2, 0:2).

Crimmitschau - Tim Kehler reagiert auf die Niederlage vom Freitag – und baut die Reihen um. Das zahlt sich zu Beginn aus. Sie greifen mit Tempo an, setzen sich fest, erspielen sich Chancen. Dieter Orendorz’ Schlagschuss rauscht knapp vorbei (5.), Jamie MacQueens Pass auf den einschussbereiten Corey Trivino ist etwas zu ungenau (7.).

Dann ist Powerbreak – und Crimmitschau plötzlich in der Partie. Aus dem Spiel auf ein Tor wird ein munteres auf beide. Aber die Huskies haben ja auch noch einen Jerry Kuhn im Kasten. Der ist zur Stelle, fischt zwei Schüsse sehenswert mit der Fanghand weg (9./13.). Bei den Huskies zieht MacQueen aus spitzem Winkel ab, scheitert aber an Luka Gracnar (13.).

Zwei Minuten später ist es dann aber soweit. Marco Müller und Lois Spitzner bringen den Puck direkt nach einem Bully zweimal auf das Tor, vor dem Gehäuse taucht Lukas Laub auf, schnappt sich die Scheibe, zieht sie einmal hinüber und lässt Gracnar keine Chance – 1:0, diese Führung ist verdient.

Fehler sorgen für Gegentore

Gracnar ist es in der Folge, der einen höheren Vorsprung der Huskies verhindert. Er pariert einen gefährlichen Abfälscher von Hans Detsch (16.) und ist auch gegen Jake Weidners und Troy Rutkowskis Schüsse aus freier Position auf dem Posten (17./18.). Die Huskies müssten höher führen.

Dann ist Drittelpause. Und Crimmitschau ärgert sich. Warum? Weil wenige Sekunden vor Ende des Abschnitts Lucas Böttcher frei vor dem Tor steht und mit der Rückhand abzieht. Aber da ist wieder Kuhn. Er pariert bärenstark und hält die Führung fest. Was da klappt, funktioniert auch direkt nach dem Wechsel. Da verhindert er den Ausgleich irgendwie noch, als Scott Timmins nach einem Querpass direkt abzieht. Der nächste Safe der Marke „unhaltbar“.

Aber plötzlich steht es doch 1:1. Ausgerechnet Kuhn ist es, der patzt. In Überzahl will er einen abgefangenen Befreiungsschlag schnell nach vorne spielen, bedient aber unbedrängt Mathieu Lemay. Der nimmt die Einladung an und schiebt die Scheibe Kuhn durch die Beine (23.).

Special Teams funktionieren nicht

Das Momentum wechselt nun endgültig die Seiten. Tim Lucca Krüger sitzt noch eine Sekunde auf der Strafbank, da geht Crimmitschau in Führung. André Schietzold zieht von der Blauen Linie ab, Kuhn muss den harten Schuss prallen lassen und Luca Gläser staubt ab. Die kalte Dusche – wieder funktionieren die Special Teams nicht, das bleibt ein Dauerthema.

Das Spiel wird härter, Chancen gibt es weniger. Ex-Husky Mario Scalzo blockt im letzten Moment einen Schuss von Lois Spitzner (31.), Brett Cameron und Weidner können vor dem Tor die Scheibe nicht kontrollieren (35./37.). Im Powerplay gelingt es den Huskies weiter nicht, gefährliche Chancen herauszuspielen. Zu wenig Bewegung, zu wenig Tempo, keine Schüsse Richtung Tor. So hat es Crimmitschau leicht, in Unterzahl zu verteidigen.

Das Schlussdrittel ist geprägt vom Anrennen der Huskies. Sie drängen Richtung Tor – finden aber kein Durchkommen. Crimmitschau ist da schon längst nur noch auf Konter aus, sie vernageln erfolgreich ihr Tor. Die Huskies nehmen Kuhn aus dem Kasten – und werden eiskalt bestraft. Zweimal schlagen die Gastgeber bei leerem Tor noch zu. Es wird ein langer Weg zurück in die Erfolgsspur.

Statistik

SR: Flad/Janssen, Z: 1951, Tore: 0:1 (14:02) Laub (Spitzner, Müller), 1:1 (22:35) Lemay (4:5), 2:1 (27:35) Gläser (Schietzold, Weirauch - 5:4), 3:1 (59:01) Timmins, 4:1 (59:48) Reisnecker (Timmins) Strafminuten: Crimmitschau 6 - Kassel 6

Von Björn Friedrichs

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