Der Siegeszug geht weiter

Kassel Huskies bezwingen Füchse 5:1 – heute zum Derby nach Bad Nauheim

Corey Trivino und Paul Kranz (von links) mit Marc Schmidpeter
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Ein Trio hat gut Lachen: Corey Trivino und Paul Kranz (von links) gratulieren Marc Schmidpeter, nachdem der Stürmer gerade sein erstes Saisontor erzielt hat.

Sie gewinnen und gewinnen und gewinnen. Der Siegeszug der Kassel Huskies in der DEL2 geht munter weiter.

Kassel – Das 5:1 (2:0, 2:0, 1:1) gegen die Lausitzer Füchse war der fünfte Erfolg in Serie. Bereits heute geht es für den Tabellenführer mit einem Derby weiter. Um 19.30 Uhr steht die Partie in Bad Nauheim auf dem Programm.

Das Spiel

Der Sieg gegen Weißwasser war die nächste beeindruckende Vorstellung der Mannschaft von Trainer Tim Kehler. Er hätte sogar noch höher ausfallen können. Hinten konzentriert und gestützt auf einen Torhüter Jerry Kuhn in Top-Form, vorne mit ständigem Drang zum Tor. Allein im ersten Drittel gaben die Huskies 19 Torschüsse ab. Die Füchse kamen erst etwas mehr zum Zug, als es längst 3:0 stand. Da war das Spiel schon so gut wie gelaufen.

Das Debüt

Philippe Cornet trug erstmals das Huskies-Trikot. Der neue Frankokanadier durfte neben Corey Trivino und Lukas Laub im ersten Sturm ran – und überzeugte als Teamplayer mit starker Puck- und Passkontrolle, Übersicht und Disziplin in der Defensive.

Die Premieren

Drittes Punktspiel, erster Treffer: Marc Schmidpeter traf flach vom rechten Bullypunkt zum 1:0 (13.). „Seitdem ich dabei bin, läuft’s“, sagt der Stürmer lachend. Die Operation nach einem Abriss des Trizeps-Muskels hat er auskuriert. Seine ernsthafte Erklärung für die Topform der Huskies: „Alle Jungs haben Lust auf das Verteidigen und wir wollen mehr als alle anderen den Sieg. Das ist im Training zu spüren, in der Kabine, im Spiel“, sagt der 25-Jährige.

Eine weitere Premiere: Drei Treffer hatte Paul Kranz schon erzielt, nun kamen auch die beiden ersten Vorlagen in die Bilanz des 19-Jährigen.

Die Verteidiger

Es ist nicht nur die Art, wie sie vor dem eigenen Tor abräumen – die Defensive der Huskies ist derzeit ein Garant des Erfolges. Weil sie eben nicht nur hinten stark ist, sondern sich immer wieder gefährlich in die Offensive einschalten. Zum 2:0 (17.) nach Nathan Burns’ genialem Querpass und 3:0 (25.) nach perfektem Konter traf Troy Rutkowski – der erste Doppelpack des Verteidigers. „Wir haben derzeit die perfekte Abstimmung aus Angriff und Abwehr“, erklärt der 28-Jährige. Derzeit hat er Besuch von Ehefrau Shayna und Sohn Tate. Acht Wochen ist der erst alt. „Jedes Tor widme ich ihm“, sagt Rutkowski.

Neben ihm schalteten auch Joel Keussen und Denis Shevyrin immer wieder den Turbo ein. Und Derek Dinger glänzte mit Übersicht und guter Spieleröffnung, die ihm zwei Scorerpunkte einbrachten.

Die Überzahl

Man muss ja auch mal ein Haar in der Suppe finden: Das Überzahlspiel der Huskies läuft noch nicht rund. Vier Versuche brachten nichts Zählbares. Mit neun Toren in 52 Überzahl-Situationen liegt der Spitzenreiter gerade mal bei einer Quote von 17,3 Prozent. Nur die Füchse und Bayreuth sind schlechter. Fällt dann aber auch nicht so ins Gewicht, wenn Clarke Breitkreuz bei personellem Gleichstand im Nachschuss das 4:0 erzielt (40.). Und Brett Cameron den Endstand zum 5:1 erzielt, als Gäste-Torhüter Mac Carruth im falschen Moment zum Wechsel mit einem sechsten Feldspieler zur Bank läuft (58.).

Der Dank

Den gab es bei unserer Radioübertragung durch Michi Christ, der derzeit durch einen Mittelfußbruch mattgesetzt ist. Also machte das Huskies-Urgestein auf der Pressetribüne Station. Höchst unterhaltsam plauderte er mit Redakteur Gerald Schaumburg – auch ein wenig aus dem Nähkästchen. Christs Gastspiel im Radio an Weihnachten war seinem Großvater zu verdanken. „Ein großartiger Mensch, der mir viel mitgegeben hat auf meinem Weg. Und er hat mir geraten, das hier mal zu probieren“, sagte der Stürmer – und nutzte die ersten Sätze für Gruß und Dank an den Opa in Kassel-Waldau.

Das Derby

Es ist noch eine Rechnung offen. Das 3:4 auf eigenem Eis am 15. November hat die Huskies ziemlich gewurmt. Kelsey Tessier hatte 30 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich zum 3:3 erzielt. Das war bitter. In der Verlängerung machte dann Julian Chrobot den Sieg der Gäste klar. Aufseiten der Huskies hatte damals die Kölner Leihgabe Marcel Müller mit zwei Treffern geglänzt. Diese Zeiten sind nun vorbei. Tim Kehlers Spieler haben auch ohne das DEL-Trio zu einer Mannschaft zusammengefunden. Unklar ist der Einsatz von Nathan Burns. Der Stürmer war gegen die Füchse erstmals wieder dabei, wurde aber nach dem ersten Drittel wegen seiner Gehirnerschütterung vorsorglich wieder herausgenommen. (Von Frank Ziemke und Gerald Schaumburg)

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