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Kassel Huskies: Der Torjäger ist noch glücklos

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Von: Björn Friedrichs

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Hofft noch auf das nötige Scheibenglück: Tristan Keck, Stürmer der Kassel Huskies, hat erst ein Saisontor erzielt, will den Kopf aber nicht in den Sand stecken.
Hofft noch auf das nötige Scheibenglück: Tristan Keck, Stürmer der Kassel Huskies, hat erst ein Saisontor erzielt, will den Kopf aber nicht in den Sand stecken. © Fischer, Andreas

Die Siegesserie der Kassel Huskies ist beendet – auch weil sie beim 1:3 gegen die Lausitzer Füchse zu viele Chancen ungenutzt ließen. Das gilt auch für Tristan Keck.

Kassel – Die Siegesserie der Huskies ist vorbei. Nach acht Erfolgen der Kasseler Eishockeyprofis nahmen am Dienstag die Lausitzer Füchse beim 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) die Punkte mit aus der Kasseler Eissporthalle und beendeten damit eine lange Wartezeit. Die Huskies, bei denen es mehrere Ausfälle gab, schossen 48 Mal aufs Tor – 47 Mal hatte Weißwassers Torwart Ville Kolppanen eine Antwort. So auch gegen Tristan Keck. Der Stürmer, den die Huskies als Torjäger aus Bad Nauheim geholt haben, ist noch nicht richtig im Rhythmus, wie er auch selbst sagt.

Der Torjäger

Der 27-jährige Deutschkanadier steht bei einem Tor und zwei Vorlagen in sieben Einsätzen. Zu wenig für einen Spieler, der vergangene Saison noch 31 Hauptrundentreffer erzielt hatte. Woran aber liegt’s, dass Keck noch nicht der erhoffte Torjäger ist? „Das hat schon auch mit Selbstvertrauen zu tun. Aber ich übe auch nach dem Training Abschlüsse und Situationen. Aktuell habe ich ein bisschen Pech mit springenden Pucks“, sagt Keck. Verzagen will der schnelle Angreifer aber nicht: „Es ist ein bisschen unglücklich gerade. Das Einzige, was ich tun kann, ist dagegen ankämpfen.“

Gegen Weißwasser hatte er einige Aktionen, in denen er erst seinem Gegenspieler einen Knoten in die Beine spielte, dann beim Abschluss aber das Tor nicht traf. „Wir hatten eine Menge Chancen, über die meiste Zeit waren wir deutlich überlegen. Es lässt sich auf die Verwertung herunterbrechen – mich eingeschlossen. Ich hatte einige Möglichkeiten, die Blase zum Platzen zu bringen.“

Der Gegner

Die Füchse waren mit einigen Ex-Huskies in Kassel am Start. Vor allem Kristian Blumenschein und Clarke Breitkreuz fielen auf. Blumenschein stach in der Verteidigung heraus, dirigierte zudem von der Blauen Linie aus das Powerplay. Breitkreuz war gewohnt eklig, trieb die Huskies mit der einen oder anderen Aktion an der Grenze des Erlaubten zur Weißglut.

Aber er war eben auch als Torschütze erfolgreich, traf in Überzahl zum 2:1. „Wir hatten erst zu viel Respekt, haben dann aber ins Spiel gefunden. Ich bin sehr stolz, wir haben gute Special Teams gespielt“, sagte Füchse-Trainer Petteri Väkiparta. Für Weißwasser war es der erste Sieg in Kassel seit dem 28. Dezember 2016.

Der Trainer

Huskies-Trainer Bo Subr war nicht zufrieden. „Ich bin natürlich enttäuscht. Wir hatten einen guten Start, gutes Tempo, aber haben die Chancen nicht genutzt. Dann sind wir von unserem Matchplan abgekommen und haben zu viele Zweikämpfe verloren, vor allem vor ihrem Tor. Wir waren nicht hungrig genug.“

Sein Team habe zu schön spielen wollen, sei nicht direkt Richtung Tor gegangen und habe so oft den Puck verloren.

Die Schiedsrichter

Sie erwischten nicht ihren besten Tag. Viele kleinliche Strafen sprachen sie aus, bei deutlichen Vergehen blieb ihr Arm hingegen unten. Das sorgte bei Spielern wie auch Trainern für Unverständnis.

„Das war schwierig heute, es gab viele Special Teams. Ich hätte lieber mehr Fünf-gegen-Fünf-Eishockey gesehen“, sagte Väkiparta, dessen Team bei Vier-gegen-Vier, Fünf-gegen-Vier und Fünf-gegen-Sechs traf.

Die Ausfälle

Waren ziemlich zahlreich bei den Huskies. Neben den eh schon länger verletzten Philipp Maurer und Tomas Sykora fehlte weiterhin Center Tim McGauley. Außerdem war Thomas Reichel bei seinem Stammverein Wolfsburg aktiv, Joel Keussen und Darren Mieszkowski fehlten erkrankt. Dass die beiden am Freitag in Landshut wieder dabei sind, ist fraglich.

Von Björn Friedrichs

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