3:2-Sieg

Erster Dreier dank Derbysieg: Huskies siegen gegen Bad Nauheim

Kassel. Nach der knappen Niederlage gegen Dresden am Freitag gewannen die Kassel Huskies am Abend das Derby gegen Bad Nauheim.

Es war der Tag der Treueschwüre in Kassels Eishalle. Zunächst bedankten sich die Huskies-Fans bei Manuel Klinge für über 500 Spiele, dann gab es einen Heiratsantrag samt Ja-Wort, später wurde Jochen Luck in der Halle begrüßt, gerade 90 Jahre alt geworden und Mitbegründer des Kasseler Eishockeys. Da war es kein Wunder, dass es bei so viel Harmonie auch klappte mit dem ersten Dreier für die Huskies. Und noch viel passender: Es gab ihn im Hessenderby gegen Bad Nauheim. 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) hieß es am Ende für die Gastgeber, die damit erstmals in dieser Saison nach normaler Spielzeit als Sieger das Eis verließen.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Dreier. Die Jungs waren sehr nervös, aber die Fans haben uns unglaublich unterstützt“, freute sich Trainer Rico Rossi. Der Erfolg war diesmal vor allem auch einer neuen Stärke an der Blauen Linie zu verdanken. Das Verteidiger-Paar Kevin Maginot und Eric Stephan erzielte – auch das passte zu diesem Eishockey-Nachmittag – seine ersten Saisontore. Und die hatten es in sich. Beim 2:0 in der 12. Minute hatte Maginot kurz zuvor erst den Pfosten getroffen, traf dann, als der Puck wieder zu ihm kam, von fast identischer Stelle. Stephan profitierte beim 3:1 (32.) von einer tollen Vorarbeit. Die Huskies hatten den Kreis um das Tor immer enger geschnürt, dann kurvte Adriano Carciola hinter das Gehäuse, spielte den Puck tief zurück an die Blaue Linie, wo Stephan wartete und verwandelte.

Es war ein temporeiches Derby voller Abwechslung, in dem die Gastgeber zunächst klare Vorteile hatten und verdient 2:0 führten. Vor Maginot erzielte Jamie MacQueen in Überzahl nach einem schönen Querpass von Taylor Carnevale das 1:0 (6.). Die Südhessen fanden erst richtig in die Partie, nachdem Vitalij Aab in doppelter Überzahl für den Anschlusstreffer gesorgt hatte (15.).

Der allerdings machte die Bad Nauheimer stark. Vom Mitteldrittel an mussten die Huskies-Defensive und Markus Keller Schwerstarbeit leisten. Der Torhüter hatte seinen größten Auftritt, als er in der 36. Minute nacheinander gegen die frei zum Schuss kommenden Dustin Cameron und Andreas Pauli rettete. Zuvor hatte er bereits einen Unterzahl-Konter von Nick Dineen gestoppt.

Ein wenig Glück benötigte Keller, als ein verdeckter Schuss von Harald Lange knapp am Tor vorbeirauschte. Das war bereits im Schlussdrittel. Die Gäste drängten weiter vehement auf einen Treffer, übten viel Druck aus und ließen die Huskies kaum zum Luftholen kommen. Trainer Rossi nahm in der 52. Minute sogar eine Auszeit, weil sein Team in der Offensive kaum noch stattfand.

Bad Nauheim gab bis zum Schluss deutlich mehr Torschüsse ab. Es sorgte durch Dineens Anschlusstreffer für gehöriges Zittern bei den Huskies und ihren Fans. Das ging ganz schön an die Nerven. Doch die Führung hielt, vor allem dank Keller. Und natürlich, weil es einfach zu diesem harmonischen Tag in der Eishalle passte, im Derby den ersten Dreier zu holen.

SR: Krahwinkel (Moers), Z: 3141, Tore: 1:0 (5:14) MacQueen (Carnevale, Heinrich - 5:4), 2:0 (11:41) Maginot (Carnevale, Stephan), 2:1 (14:02) Aab (Cameron, Frosch - 5:3), 3:1 (31:53) Stephan (Pimm, Carciola), 3:2 (57:54) Dineen (Aab), Strafminuten: Kassel 8 - Nauheim 4.

Kassel Huskies gegen Bad Nauheim

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - EC Bad Nauheim
 

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Rubriklistenbild: © HNA/Schachtschneider

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