Ein Derbysieg der Herzen - Huskies gewinnen gegen Löwen

Kassel. Hessenderbys sind schön. Weil sie so herrlich erfolgreich sind. Zum dritten Mal trafen die Kassel Huskies in der Eishockey-Oberliga auf die Löwen Frankfurt, zum dritten Mal gingen sie als Sieger vom Eis.

6:3 (0:2, 3:1, 3:0) hieß es vor 6100 begeisterten Zuschauern. Das klingt eindeutig.

Doch es war ein unglaublicher Sieg der Herzen. Die nämlich nahmen die Huskies in die Hand, als sie verunsichert und spielerisch schwach zunächst 0:2 zurückgelegen hatten. Am Ende war es eine fantastische Demonstration der Willenskraft.

Zu Beginn aber, da lief es gar nicht gut für die Gastgeber. Die Niederlage in Duisburg hatte Spuren hinterlassen. Die Huskies, bei denen neben Torhüter Martin Fous auch Alex Heinrich sowie Alexander Engel fehlten, waren verunsichert. Sie verloren Zweikämpfe. Sie leisteten sich Stockfehler. Sie spielten Fehlpässe. Und sie lagen folgerichtig zurück.

Beim 0:1 (7.) ließ Torhüter Adam Ondraschek den schon sicher scheinenden Puck wieder los, Verteidiger Daniel Sevo bedankte sich. Und beim 0:2 durch Jan Barta (17.) leistete ausgerechnet Manuel Klinge mit einem Fehlpass die Vorarbeit. Der Kapitän wirkte nach gerade überstandener Grippe längst nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Das Signal zur Wende gab er trotzdem.

Bilder vom Spiel

Kassel Huskies gegen Löwen Frankfurt

 © HNA/Fischer
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 © Andreas Fischer
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Kurzclip: Huskies-Party nach dem Spiel, Teil I

Im ersten Drittel wurde Löwen-Torhüter Christian Wendler bei wenigen Schüssen nie ernsthaft in Bedrängnis gebracht. Zu Beginn des Mitteldrittels aber zwang ihn Klinge bereits nach wenigen Sekunden zu einer Glanztat. Von da an war es ein anderes Spiel. Eines, in das die Nordhessen sich regelrecht hereinkämpften. Und in dem die Südhessen dem Druck schließlich nicht gewachsen waren.

Nach 33 Minuten sangen die begeisterten Fans das altbekannte Lied von Huskies, die niemals aufgeben. Denn ihre Mannschaft, die lag nun wundersam 3:2 in Führung. Und das kam so: Zunächst brach Michi Christ im Nachschuss den Bann (26.), dann spielte Marek Vorel mit Übersicht weiter, als eine Strafe gegen die Gäste angezeigt war, überwand Wendler mit einem Bauerntrick (29.). Und schließlich war es Sven Valenti, der in Überzahl ein Zuspiel von Petr Sikora mit einem satten Schuss zur Führung abschloss. Die Stimmung war nun euphorisch, erhielt aber noch einmal kurzzeitig einen Dämpfer.

Kurzclip: Huskies-Party nach dem Spiel, Teil II

Statt des erhofften 4:2 fiel der Ausgleich. Ein Puckverlust im Angriffsdrittel, ein Konter zwei gegen eins - und Alexander Althenn traf zum 3:3 (38.). Ein dramatisches Schlussdrittel war also zu erwarten. Doch es folgte keine Dramatik. Es folgte ein unglaublicher Triumphmarsch. Mit drei Treffern in drei Minuten verwandelten die Gastgeber die Halle in ein Tollhaus. Im Mittelpunkt: Neuzugang Christoph Koziol. Der nutzte erst einen Patzer von Löwen-Torhüter Wendler gedankenschnell zur erneuten Führung (45.). Und sorgte dann 61 Sekunden später mit seinem zweiten Treffer dafür, dass Frankfurt endgültig die Luft ausging. „Schießt sie aus der Halle“, forderten die Fans . Verteidiger Seman Glusanok erfüllte mit dem zweiten Bauerntrick-Treffer den Wunsch. Der Rest war ein einziger Rausch. Denn: Derbysiege sind einfach schön!

SR: Kissing (Wiehl)/Seckler (Augsburg),

Z: 6100 (ausverkauft)

Tore: 0:1 (6:55) Sevo (Barta, Bauscher), 0:2 (16:49) Barta (Althenn), 1:2 (25:41) Christ (Reiss, Sikora), 2:2 (28:57) Vorel, 3:2 (32:45) Valenti (Sikora, Klinge - 5:4), 3:3 (37:03) Althenn, 4:3 (44:40) Koziol, 5:3 (46:41) Koziol (Robitaille), 6:3 (47:53) Glusanok (Roedger),

Strafminuten: Kassel 6, Frankfurt 12 + 10 Breiter.

Von Frank Ziemke

Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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