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Derbysieg mit Blitztoren: Kassel Huskies gewinnen gegen die Teufel

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Von: Frank Ziemke

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Voller Einsatz: Die Nauheimer Marc El-Sayed (von links) und Felix Bick versuchen, Husky Tim Luca Krüger am Torschuss zu hindern.
Voller Einsatz: Die Nauheimer Marc El-Sayed (von links) und Felix Bick versuchen, Husky Tim Luca Krüger am Torschuss zu hindern. © Hübner

Wann beginnt die heiße Zeit des Eishockeys? Wenn es kalt ist. Wenn der Jahreswechsel ansteht – und die Huskies dieses Jahr auch noch mit einem Derbysieg beenden.

Bad Nauheim – 4:2 (1:0, 0:0, 3:2) gewinnen die Kasseler in Bad Nauheim, schieben sich damit auch in der Tabelle dicht an den hessischen Rivalen heran.

Okay, wirklich kalt ist es nicht am vorletzten Tag des Jahres. Fast frühlingshafte Temperaturen. Im offenen Nauheimer Eisstadion bringt das Nebelschwaden mit sich. Beschlagene Scheiben. Schwammige Sicht. Die Huskies aber haben sofort den Durchblick. Das Spiel ist 59 Sekunden alt, da gehen die Gäste in Führung. Jamie MacQueen haut den Puck von links in den Winkel.

So darf ein Derby beginnen. Und so ein Start stärkt das Selbstvertrauen. Die Gäste sind im ersten Drittel das deutlich bessere Team. Klar, auch Nauheim hat eine paar Chancen. Wie die durch Taylor Vause (4.). Wie die durch Fabian Herrmann (8.). Aber da ist Jerry Kuhn souverän zur Stelle und klärt. Ansonsten aber stürmt vor allem Kassel. Torhüter Felix Bick steht immer wieder im Blickpunkt. Selbst in Unterzahl haben die Gäste alles im Griff, lassen kaum einen Schuss zu. Der genervte Ruf eines der 250 zugelassenen Nauheimer Anhängers: „Ihr wisst schon, dass das Überzahl ist!“ Wissen vermutlich schon. Nutzt aber nichts, weil konternde Kasseler durch Oliver Granz und Brett Cameron sogar die besseren Chancen haben.

Wenn es ein Manko des starken Auftritts gibt, dann dies: Es steht zur Pause nur 1:0. Das Spiel ändert sich dann auch mit Beginn des Mitteldrittels. Die Nauheimer Klein-Kulisse macht jetzt Stimmung. Und ihre Mannschaft erhöht den Druck. Kuhn bekommt mehr Arbeit. Mitten in diese Drangphase hinein hat Cameron allerdings die beste Chance, umkurvt Bick, der dann aber doch noch einen Handschuh an die Scheibe bekommt (27.). Kurz darauf muss auch Kuhn sein ganzes Können aufbieten, um gegen den frei zum Schuss kommenden Tristan Keck den Ausgleich zu verhindern. Und er tut das auch bei der vierten Unterzahl. Pariert Schuss um Schuss, pflückt beim Versuch von Vause den Puck lässig mit der Fanghand.

Auch wenn Lois Spitzner und Hans Detsch später gute Konter fahren, dieses Drittel geht mit Vorteilen an die Gastgeber. Aber es bleibt eben dabei: Auch zur zweiten Pause führt Kassel 1:0.

Dann kommt Drittel drei. Mit Kasseler Blitzstart, Teil zwei. Nach 20 Sekunden steht es 2:0. Spitzner ist es, der mit einem Schuss über Bicks Schulter hinweg das Netz zappeln lässt. Und weil es heute so schön schnell geht, legen die Huskies ganz schnell Tor drei nach. Wie sie das machen? In Überzahl. Und, nun ja, sehr schnell. Es dauert nur fünf Sekunden, dann verwertet Joel Keussen das Zuspiel Mac Queens (44.).

Ist der Derbysieg unter Dach und Fach? Noch nicht. In der 48. Minute ist auch Kuhn erstmals geschlagen. Eigentlich scheint er Kecks Konter gestoppt zu haben, doch dann rutscht ihm der Puck durch und über die Linie. Nauheim ist zurück. Und macht es nochmal richtig spannend. Stefan Reiter erzielt aus dem Bullykreis den Anschlusstreffer (58.). Doch die Huskies überstehen die Schlussoffensive. Lukas Laub trifft ins leere Tor und macht den Derbysieg zum Jahresende perfekt. Das neue Jahr startet mit dem Derby gegen Frankfurt. Es ist die heiße Eishockeyzeit.

Der Liveticker zum Nachlesen

So haben die Kassel Huskies gegen Bad Neuheim gespielt

Schiedsrichter: Engelmann/Falten

Zuschauer: 250

Tore: 0:1 (0:59) MacQueen (Detsch, Wahl), 0:2 (40:20) Spitzner (Weidner, Orendorz), 0:3 (43:41) Keussen (MacQueen, Orendorz), 1:3 (47:42) Keck (Vause, Schmidt ), 2:3 (57:35) Reiter (El-Sayed), 2:4 (59:59) Laub (Tramm, Keussen, EN)

Strafminuten: Nauheim 6 - Kassel 8.

Von Frank Ziemke

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