Ab 19.30 Uhr geht es los

Huskies in Frankfurt: Beide Klubs richten nach Auf und Ab den Blick nach vorn

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Am Freitag steigt der nächste Derbytanz: Husky Adriano Carciola (Mitte) setzt sich gegen die Frankfurter Maximilian Gläßl (links) und Dalton Yorke durch. Die Szene entstand während des Heimspiels der Kasseler im Dezember.

Kassel. Klar, es sind für die Huskies die Spiele der Spiele in der Hauptrunde in der DEL2: die Derbys gegen Frankfurt. Freitagabend ist es wieder soweit.

Ab 19.30 Uhr sind die Kasseler zu Gast bei den Löwen am Ratsweg. Es ist allerdings ein Duell unter besonderen Vorzeichen. Beide Teams haben keine einfache Zeit hinter sich.

• Warum es so schlecht gelaufen ist: Von einer Krise wollten weder Huskies noch Löwen sprechen. Stattdessen bemühten beide Seiten eher Umschreibungen wie „Formtief“. Fest steht aber: Hinter beiden Teams liegen Wochen, die nicht einfach waren. Die Huskies wurden etwas verfrüht am zweiten Weihnachtstag von ihrem fast schon traditionellen Januar-Tief gepackt: Sie verloren vier Spiele in Serie, insgesamt sechs der letzten acht Partien.

Hinter den Löwen liegt eine ähnlich lange Zeit mit vielen Tiefs. Sie verloren fünf der letzten acht Spiele, ebenfalls gleich vier in Folge, darunter ihr letztes Heimspiel gegen Kaufbeuren 1:6. Zeitweise fehlten bis zu sechs Spieler verletzt. „Wir hatten Probleme mit der Energie“, erklärt Löwen-Sprecher Matthias Scholze. „Dass wir Titelverteidiger sind, verändert auch für uns die Situation: Wir sind mit noch höheren Erwartungen konfrontiert, die mentale Belastung ist so eine andere.“

• Was Hoffnung macht: Auch wenn sie Erzrivalen sind, so eint die Klubs doch die Art und Weise, wie sie die turbulenten Wochen durchgestanden haben. Nämlich mit dem Vertrauen auf die eigene Stärke. „Wir wissen, was wir können“, hat Huskies-Trainer Rico Rossi immer wieder betont. „Lieber jetzt eine solche schwarze Serie als später“, befand Löwen-Coach Paul Gardner.

Rechtzeitig zum Derby meldeten sich beide Teams zurück. Bei den starken Eispiraten Crimmitschau gewannen die Huskies am Sonntag deutlich mit 6:3. Zwei Tore fielen in Überzahl. Nicht verkehrt, schließlich dürften die Special Teams auch heute zum Faktor werden. Mit Frankfurt (Quote 26,4 Prozent) und Kassel (22,8 Prozent) treffen die besten Powerplay-Mannschaften der Liga aufeinander. Den Huskies könnte auch die Undiszipliniertheit der Löwen – mit 665 Strafminuten Ligaspitzenreiter – in die Karten spielen. „Die Strafbank wird heute eine Riesenrolle spielen“, prophezeit Rossi.

Allerdings läuft’s auch bei den Frankfurtern wieder besser: Sie fanden beim 6:2 in Freiburg zurück in die Erfolgsspur.

• Was zum Problem werden könnte: Für die Huskies, bei denen der Einsatz des angeschlagenen Michi Christ fraglich ist, womöglich die fehlende Unterstützung einer großen Schar an eigenen Fans. Mehrere Fanklubs – darunter die großen Vier Highlander, Society, Blueliners Werratal und Nordhessensupporters – stellen keine Busse zur Verfügung.

„Wir wollen ein Zeichen gegen Gewalt setzen“, erklärt Sven Breiter, Fanbeauftragter der Huskies. Anlass waren Vorfälle nach dem ersten Derby in Südhessen im Oktober, als nach Spielende teils vermummte Frankfurter Kasseler attackiert haben sollen.

Stattdessen setzen die Fanklubs aufs kostenlose Public Viewing in der Champions Bar der Kasseler Eissporthalle. Breiter sagt aber auch: „Natürlich bekommst du bei solch einer Aktion nie alle unter einen Hut. Es gibt Fans, die privat fahren.“ Der Gästesitzblock K und der Stehplatzblock Q seien so gut wie ausverkauft, hieß es von Seiten der Frankfurter. Die Huskies tragen die Entscheidung ihrer Fans mit: „Wir unterstützen jede Aktion gegen Gewalt“, betont Rossi.

Die Löwen dürften hoffen, dass Torhüter Brett Jaeger kein Formtief erwischt oder sich gar erneut verletzt. Nach seiner Bandscheiben-Operation sucht der Keeper nach der Meisterform der vergangenen Saison.

Da auch Hannibal Weitzmann und Florian Proske verletzungsbedingt ausfallen, steht als Nummer zwei nur der junge, unerfahrene Jascha Strobel aus der DNL2-Mannschaft zur Verfügung.

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