"Es bringt nichts, alles schlecht zu reden"

Huskies-Spieler nach drei Niederlagen: „Wir müssen ruhig bleiben“

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Der Kapitän als Einpeitscher: Alexander Heinrich, den unser Symbolfoto kurz nach einem Sieg gegen die Ravensburg Towerstars 2016 zeigt, schwört die Huskies und die Fans zum Miteinander ein. 

Drei Niederlagen in fünf Tagen haben den guten Saisonstart der Huskies zunichte gemacht. Befragt zur eigenen Leistung und zu Reaktionen von Fans zeigen die Spieler Selbstkritik, aber auch Unverständnis. 

Alexander Heinrich: „Vor genau einer Woche war alles paletti, nur fünf Tage später kann nicht alles schlecht sein. Und wenn wir unsere klaren Torchancen genutzt hätten, wäre auch jetzt alles im Lot. Vielleicht waren die drei Spiele mit nur einem Punkt ja ein Dämpfer zur rechten Zeit." 

"Wir sind jedenfalls alt genug, diese Ereignisse einzuordnen und machen da jetzt kein Fass auf. Von Krise kann wirklich nicht die Rede sein. Überhaupt nicht. Wir hatten eine gute Vorbereitung und einen guten Start. Und jetzt wollen wir Ruhe haben. Wenn ich Auge in Auge mit Fans darüber spreche, dann läuft das sachlich gut ab. Kein Vergleich mit dem, was in der Anonymität des Internets da abgeht.“

Derek Dinger: „Wir haben drei Spiele verloren. Das war sicher nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber wir sind am achten Spieltag, am Anfang der Saison. Ich sehe in dieser Phase keinen Grund zur Sorge oder gar Anlass, Panik zu machen. Wir haben noch genug Zeit, um uns zu verbessern. Die ganze Saison ist ein Prozess. Natürlich müssen und werden wir uns hinterfragen, die Fehler selbstkritisch aufarbeiten.

Dass wir keine Laola bekommen, wenn wir 2:6 und 1:2 verlieren, das ist klar. Die Heftigkeit mancher Reaktionen in der Anonymität des Internets aber, die hat mich nach der Niederlage in Crimmitschau verwundert. Es gibt Grenzen, wenn es ums Persönliche geht.

Dass die Fans sauer sind, kann ich verstehen, das sind wir auch. Mit der Klasse, die wir haben, sollten wir ein Spiel wie gegen Freiburg im Powerplay entscheiden. Das war eine Situation, in der wir nicht das gespielt haben, was wir wollen und können.

Es bringt nichts, nun alles schlecht zu reden und eine Krise heraufzubeschwören, wo keine ist. Wir müssen ruhig bleiben und daran arbeiten. Und vor allem mit den Fans an einem Strang ziehen.“

Marco Müller: „Nach dem 8:3 in Bietigheim sind wir mental in ein kleines Loch gefallen. Danach haben vorn wie hinten immer ein paar Prozent gefehlt. Und gegen Freiburg hätten wir wohl bis morgens um Sechs spielen können. ohne ein Tor zu schießen. Es waren Kleinigkeiten, die nicht funktioniert haben. Aber die sind bitterböse bestraft worden. Die Liga ist so ausgeglichen, dass sich keiner schwächere Tage leisten kann. Das haben auch Bietigheim und Frankfurt schon erfahren.

Aber solche Tage, solche Phasen gibt es immer mal im Sport. Wir haben es gezeigt, dass wir es können. Jetzt ist jeder hellwach und weiß, dass wir noch mehr arbeiten und am Freitag auch den Fans eine Reaktion zeigen müssen.“

Toni Ritter: „In Bietigheim hat noch alles gepasst. Alles. Danach kamen fünf Tage nur, in denen es nicht gut gelaufen ist, das wissen wir alle. Und es ist klar, dass sich weder die Fans noch wir damit abfinden. Aber es macht keinen Sinn, sich jetzt verrückt zu machen, die Saison ist noch lang. Die Kritik am Trainer kann ich nicht nachvollziehen, es war doch nicht Rico, der die Alleingänge nicht genutzt hat. Im Team muss jeder seine Rolle annehmen und im Sinn der Mannschaft ausfüllen. Wir müssen wieder gradliniger spielen und härter arbeiten. So, wie heute in einem sehr intensiven Training.“

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