Stützpunkt soll in Nordhessen entstehen

Deutscher Eishockey-Bund unterstützt Bau einer zweiten Eisfläche in Kassel

Stippvisite in Kassel: Beim Hessenderby gegen Frankfurt saßen OB Christian Geselle, Simon Kimm und DEB-Präsident Franz Reindl neben Altmeister Jochen Luck (von links) auf der Tribüne. Foto:  Fischer

Kassel. Der Bau einer zweiten Eisfläche in Kassel rückt näher. Mit dem Beschluss der Stadtverordneten, das private Projekt mit einer Mio. Euro zu fördern, wurde ein erster Meilenstein auf dem langen Weg passiert.

„Wir wollen so schnell es geht loslegen, aber zuvor sind noch viele planerische Vorgaben zu klären“, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs.

Gemeinsam mit Eissporthallenbegründer Simon Kimm will er das Projekt vorantreiben, von dem in erster Linie der Breitensport im Eishockey, Kunstlauf und Eisstockschießen profitieren soll. Natürlich könnten auch die Zweitliga-Profis auf dieser Fläche trainieren, wenn die aktuelle Eissporthalle – dann modernisiert – häufiger als Multifunktionshalle für andere Veranstaltungen genutzt werden sollte. Gedanken, die derzeit aber nachrangig sind – auch wenn sie parallel offenkundig durchaus mitverfolgt werden.

Priorität also hat der Bau der zweiten Eisfläche. Und um dieses mit insgesamt rund drei Millionen Euro taxierte Projekt realisieren zu können, bekommen Gibbs und Kimm prominente Unterstützung. Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), stellte den Nordhessen nach intensiven Gesprächen mit Oberbürgermeister Christian Geselle, Kimm und Gibbs die Anerkennung als „Verbandsstützpunkt Nachwuchs“ in Aussicht – als zweitem Ort nach Hamburg. Dies könne Fördermittel von Land und Europäischer Union ermöglichen, „wenn Breitensport-Vereine wie die Eishockey-Jugend Kassel einbezogen werden“, wie der Technische Direktor des DEB, Michael Pfuhl, erläuterte. Bundesmittel gebe es nicht, da der Bund lediglich Bundesleistungszentren und Bundesstützpunkte (im Eishockey Füssen) fördere.

„Wenn die zweite Eisfläche kommt, dann klappt das auch mit dem Prädikat Stützpunkt“, betont Pfuhl und sieht diese Zusage „als Signal an die Stadt, dass wir auch mit Blick auf unser Zukunftskonzept Powerplay 2026 die Planungen zum Bau unterstützen“.

Michael Pfuhl

Vor Ort hatte er sich gemeinsam mit Präsident Reindl ein Bild auch von den vielfältigen sport- und sportwissenschaftlichen Möglichkeiten im Sportzentrum Auepark gemacht. All dies sei ideal, um in Kassel den Stützpunkt durch Turniere, Spiele von Auswahlteams, Sichtungen und Trainingslager auch von Landeskadern „über den Verein hinaus zu nutzen und mit Leben zu erfüllen“.

Pfuhl wie Reindl lobten ausdrücklich die seit vielen Jahren gute und immer besser werdende Nachwuchsarbeit im Kasseler Eishockey: „Die Basis wird immer breiter, weil immer mehr Kinder und Jugendliche im Verein dem Puck nachjagen wollen“, sagte Reindl. Und: „Immer mehr Eigengewächse rücken ins Aufgebot der Huskies nach, immer mehr Top-Nachwuchsspieler aus der Kasseler Talentschmiede sehen wir in unseren Junioren-Nationalteams.“

Oberbürgermeister Christian Geselle, der auch Sportdezernent ist, berichtete von „äußerst inspirierenden Gesprächen“ für alle Seiten. Die Stadt fühle sich nun bestärkt darin, „die Planungen beim Bau der zweiten Eisfläche zu unterstützen und damit die Infrastruktur zugunsten der Nachwuchs- und Amateurmannschaften sowie des Profiteams gleichermaßen weiter zu stärken.“

Das bedeutet die zweite Eisfläche für Kassel und den Sport

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.