Eishockey

Michi Christ: Die 13 bleibt bei den Huskies eine feste Größe

Klare Kante, klare Worte: Michi Christ, hier nach einem gewonnenen Hessenderby gegen Frankfurt, steht für die Huskies und Klarheit auf und abseits des Eises. 12.1.2019 
Archivfoto: ANDREAS FISCHER
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Klare Kante, klare Worte: Michi Christ, hier nach einem gewonnenen Hessenderby, steht für die Huskies und Klarheit auf und abseits des Eises. Archivfoto: Andreas Fischer

Das Kasseler Eishockey-Urgestein Michi Christ (31) verlängert Vertrag bei den Huskies und geht in die 13. Saison bei seinem Heimatverein.

Kassel – Die Nummer 13 trägt er auf dem Rücken, als Nummer 13 im Kader für die kommende Spielzeit wurde nun seine Vertragsverlängerung verkündet: Michael Christ bleibt ein Husky! Das Kasseler Eishockey-Urgestein, das erstmals 2007 das blau-weiße Trikot trug, wird beim Zweitligisten mit einem Jahresvertrag somit in seine, natürlich, 13. Saison gehen.

„Alles mit der 13, das ist ja ein witziger Zufall“, sagt „Michi“. Und ist ebenso froh wie stolz, seinem Heimatverein treu zu bleiben. „Das bedeutet mir eine Menge“, erklärt der 31-Jährige, der in Baunatal Sport- und Bewegungscoaching studiert. „Ich sehe auch meine Zukunft in Kassel und wäre nicht mehr zu einem anderen Klub gewechselt.“

Das freilich war schon beim Abbruch der vergangenen Saison im März kein Thema. „Im Abschlussgespräch hat mir Trainer Tim Kehler signalisiert, dass er weiterhin mit mir plant“, berichtet Christ, dessen Zukunft noch ein Jahr zuvor ungewiss erschien. Doch Christ hat als Teamplayer und Führungsperson auch den damals neuen Coach mit seinem Wert für das Team überzeugt. Mit kompromissloser, harter Arbeit auf dem Eis, insbesondere in Unterzahl, aber auch mit ebenso klarer Kante abseits des Parketts.

Folglich sagt Kehler: „Michi hat einen Schritt nach vorn gemacht in seiner Produktivität auf dem Eis und bei seinen Führungsqualitäten. Mit Nathan Burns bildete er eines der besten Unterzahlpaare der gesamten DEL2.“

Insgesamt 567 Einsätze im Huskies-Trikot hat Christ absolviert, nur Manuel Klinge (622), Sven Valenti (603) und Alex Heinrich (585) stehen in dieser Rangliste noch vor ihm.

Aber welche Rolle spielt die Zahl 13 in Christs Leben? „Als ich sechs Jahre alt war, trug Mike Millar bei den Huskies die 13, der Torjäger. Und ich wollte auch das Kasseler Eishockey ein paar Jahre prägen, so spielen wie er und auch so ein kleiner Stinkstiefel sein, der die Gegner in Rage bringt“, klärt Christ auf. Zwar spielte er zunächst mit der 7, dann mit der 89 und sogar als Verteidiger. „Aber als die 13 endlich frei war, habe ich zugeschlagen.“ Apropos: Auch beim Körpereinsatz steht der Michi dem Mike nicht nach. Mit 646 Strafminuten ist er in der Sünder-Rangliste der Huskies top - weit vor Millar (434).

Dinger weiter fraglich, Cameron kommt

Michi Christ also bleibt eine feste Kasseler Größe. Weiterhin ungeklärt ist der Verbleib von Derek Dinger. Der Verteidiger weilt an der Nordsee, hat nach eigener Aussage nirgends unterschrieben. Brett Cameron (30) offenbar schon - in Kassel als Ersatz für Austin Carroll. Ein Rechtsaußen aus Kanada, der seit 2016 in den zweiten Ligen Norwegens und der Schweiz in 213 Spielen 217 Scorerpunkte sammelte. Sein Kommen ist nach HNA-Recherchen sicher.

Der Kader

Tor: Leon Hungerecker, Gerald „Jerry“ Kuhn

Abwehr: Denis Shevyrin, Stephan Tramm, Joel Keussen (aus Weißwasser)

Angriff: Corey Trivino, Nathan Burns, Lois Spitzner, Michi Christ, Eric Valentin (Wolfsburg, jetzt fest), Paul Kranz (Jungadler Mannheim), Clarke Breitkreuz (Weißwasser), Marc Schmidpeter (Landshut)

Abgänge: Humphries (LillehammerNOR), Walters (Weißwasser), Klöpper (Krefeld), Heinrich (Hannover Scorpions), Kirsch (Heilbronn), Karachun (Düsseldorf), Scalzo (Crimmitschau), Mueller, Carroll (Karriereende), Bettahar (unbekannt)

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