Eishockey

Huskies heute im Derby gegen Frankfurt: „Die Jungs sind hungrig auf Siege“

Eishockey DEL2, Testspiel, Kassel Huskies - Löwen Frankfurt. Hoffnungsträger: Husky Brett Cameron (links), hier gegen den Frankfurter Daniel Wirt.  
Archivfoto: ANDREAS FISCHER
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Hoffnungsträger: Husky Brett Cameron (links), hier gegen den Frankfurter Daniel Wirt.

Sie wollen nachlegen, die Huskies. Und das gegen den hessischen Rivalen: Kassels Eishockeyteam empfängt heute um 19.30 Uhr die Löwen Frankfurt in der Eishalle. Und die sind in Zugzwang.

Kassel/Frankfurt – Nein, es läuft nicht wirklich rund bei den Löwen in Frankfurt. 15 Punkte nur aus elf Spielen, fünf Auswärtsspiele ohne Sieg, das reicht für den südhessischen Rivalen der Huskies, bei dem sie heute um 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle gastieren, nur zu Rang acht in der zweiten Eishockey-Liga mit satten zehn Zählern Rückstand auf Primus Ravensburg.

Die Lage der Löwen

Zu wenig für den seit Jahren und auch jetzt wieder auf die Rückkehr in die DEL hoffenden Ligakrösus und Hauptrunden-Ersten der vergangenen Saison. Dreimal hat er immerhin fünf Treffer erzielt wie beim 5:2 gegen eben diese Towerstars und beim 5:4 n.P. gegen die ebenso starken zweitplazierten Freiburger. Ansonsten aber hakt es im Angriff der Löwen und bei der Punktausbeute. Die langzeitverletzten Stephen MacAulay und Max Faber fehlen sehr.

In Weißwasser zuletzt hetzten sie die Füchse übers Eis, bilanzierten eine famose Torschuss-Dominanz – 35:19. Auf dem Tableau jedoch leuchtete ein 1:2, weil die Frankfurter aus einer Fülle klarster Chancen kaum Kapital schlugen, binnen 13 Sekunden (!) aber beide Gegentreffer kassierten.

„Für uns ist jeder Punkt wichtig, den wir jetzt holen“, hatte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier zuvor nach einem mühsamen 5:3 gegen Kellerkind Kaufbeuren betont. Im Wissen, dass auch das „ein sehr kampfbetontes Spiel war und nicht das Schönste“.

Hoffnung macht den Südhessen um den neuen finnischen Trainer Olli Salo die starke Form von Kapitän Adam Mitchell, der gegen die Allgäuer zweimal traf und zweimal vorlegte, und das Comeback von Eduard Lewandowski nach einer Corona-Infektion. Der inzwischen 40 Jahre alte Stratege hatte am ersten Spieltag im Penaltyschießen den 4:3-Derbysieg (nach 3:0 und 3:3) gegen die Huskies perfekt gemacht.

Topscorer der Löwen ist der aus Graz in Österreich geholte neue Schwede Sebastian Collberg (26), der in den vergangenen vier Spielen stets punktete, mit fünf Treffern und fünf Vorlagen vor Torjäger Martin Buchwieser (7+2) und Verteidiger Kyle Wood (1+6).

Die Lage der Huskies

Klappt es endlich mit dem ersten Derbysieg der Huskies in dieser Saison? Dem 3:4 in Frankfurt folgte daheim ein 3:4 auch gegen Bad Nauheim, als in der Verlängerung der Erfolg verpasst wurde. Ein Sieg heute würde die Bilanz gegen die Löwen auf 21:21 in den regulären Duellen der Rivalen ausgleichen, bei den Toren sind die Kasseler mit 132:131 ganz knapp vorn. Auch weil sie in der heimischen Halle elf von 20 Spielen gewannen.

Heimstärke ist der Trumpf, der auch heute stechen soll. Mit drei Huskies, die 2017 im Löwentrikot DEL2-Meister waren: Lukas Laub, Clarke Breitkreuz und der in Topform aus der Verletzungspause zurückgekehrte Joel Keussen. Er hofft, dass „der guten, konsequenten Reaktion gegen Bietigheim beim 3:1 nun eine Bestätigung folgen wird“. Nicht nur er erwartet „ein hartes, schweres Eishockeyspiel mit uns als Sieger“, das aber „mit Fans im Rücken noch einmal ein anderes Level hätte“.

Gerald „Jerry“ Kuhn, der nach seinem überragenden Auftritt wieder im Tor stehen wird, wünscht sich einen ebenso couragierten Auftritt der Huskies wie am Dienstag. Denn: „Die Frankfurter sind immer ein gutes Team, auch wenn sie gerade nicht ganz oben stehen. Auch für sie wird es eine ganz wichtige Partie.“

Michi Christ und Marc Schmidpeter fehlen weiterhin, ebenso Nathan Burns (Prellung) und Oliver Granz. Der Allrounder kehrt heute zwar aus der Quarantäne zurück, benötigt nun aber noch ein Aufbautraining. In der Hoffnung, dass Brett Cameron trotz offenbar langwieriger Unterkörperbeschwerden sich wieder in den Dienst der Mannschaft stellen kann, plant Tim Kehler heute und am Sonntag in Kaufbeuren (18 Uhr) zunächst mit der gleichen Truppe wie am Dienstag.

„Die Jungs sind hungrig auf weitere Siege, wollen wieder eine Erfolgsserie schaffen“, erklärt der Trainer. Mit Biss und Konzentration wie zuletzt kann das auch gelingen – wenn sie die Löwen nicht ins Laufen kommen lassen. (Gerald Schaumburg)

Mitfiebern bei Radio HNA und Liveticker

Huskies gegen Löwen, Kassel gegen Frankfurt, das erste große Hessenderby der Saison in der Eissporthalle! Und natürlich sind wir auch am heutigen Freitag ab 19.30 Uhr für Sie wieder live dabei! Fiebern sie mit bei Radio HNA, wenn sich ab 19.25 Uhr Michaela Streuff und Björn Friedrichs aus der Kasseler Halle melden. Ebenso aktuell informiert Marie Klement wieder im Liveticker. Klicken Sie sich rein: www.hna.de

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