Schade: „Die Jungs waren platt“

Ersatzgeschwächte Huskies verlieren in Herne

Traf sehenswert am Freitag gegen Hamm: Huskies-Stürmer Lois Spitzner.
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Traf sehenswert am Freitag gegen Hamm: Huskies-Stürmer Lois Spitzner.

Die ersten beiden Teile des Testspiel-Dreierpacks haben die Kassel Huskies hinter sich. Am Sonntagabend gab es eine knappe 1:2 (0:1, 1:0, 0:0)-Pleite nach Penaltyschießen beim Herner EV.

Gegen Hamm fehlten Trainer Tim Kehler am Freitag mit Jamie MacQueen, Brett Cameron, Timo Gams, Denis Shevyrin und Joel Keussen schon fünf Stammspieler, gegen Herne kamen mit Tom Geischeimer und Oliver Granz zwei weitere Ausfälle hinzu. „Der eine oder andere ist leicht angeschlagen und wurde deshalb geschont. Die Jungs haben eine harte Trainingswoche hinter sich“, erklärte Pressesprecher Jason Schade.

So war es nicht verwunderlich, dass Oberligist Herne die Partie vor 612 Zuschauern offen gestalten konnte. Die erste ernstzunehmende Chance auf einen Treffer hatten aber die Huskies. Hans Detsch schlug nach einem Querpass in guter Position über die Scheibe (5.). In der Folge war Herne spielüberlegen – das lag vor allem an den Strafzeiten, die die Huskies kassierten. So mussten Tim Lucca Krüger und Troy Rutkowski kurz hintereinander auf die Strafbank, Herne spielte deshalb sogar Fünf-gegen-drei.

Alter Bekannter trifft für Herne

Das erste Tor erzielten die Westfalen dann, als Krüger gerade wieder 20 Sekunden auf dem Eis stand: Richie Mueller, früherer Torjäger Kassels, jagte die Scheibe per Handgelenkschuss aus halblinker Position ins Tor (14.). „Das ist seine Lieblingsposition. Von dort hat er auch oft für die Huskies getroffen“, so Schade.

Herne war auch zu Beginn des zweiten Drittels die überlegene Mannschaft, ließ aber gleich drei Überzahlspiele ungenutzt. Das lag auch an Huskies-Torhüter Jonas Neffin, der ab der 30. Minute für Jerry Kuhn im Tor stand und stark parierte. Die Huskies schüttelten sich – und kamen zurück. In Überzahl traf Krüger nach Zuspiel von Corey Trivino aus zentraler Position zum 1:1 (40.).

Erst der 18. Penalty bringt die Entscheidung

Das dritte Drittel blieb weitestgehend ereignis- und torlos. Stephan Tramm und Lois Spitzner verpassten die Entscheidung für die Huskies, Neffin vereitelte vier Minuten vor Schluss stark einen Herner Alleingang. Die Entscheidung musste deshalb im Penaltyschießen her. Aber auch dort taten sich beide Teams mit dem Toreschießen schwer: Acht Schützen auf jeder Seite traten an, keiner traf. Mit Nils Elten erzielte dann der 18. Schütze das 2:1 für den Oberligisten.

Am Freitag gegen Hamm hatten die Huskies den Start verschlafen und lagen zweimal hinten. Im zweiten Drittel drehten sie dann das Spiel durch Tore von Lois Spitzner nach schönem Solo, Detsch und Lukas Laub. „Die Jungs waren platt. Man hat ihnen in beiden Spielen die schweren Beine angemerkt“, sagte Schade. Heute haben die Huskies trainingsfrei, morgen treffen sie dann ab 18 Uhr in Lauterbach auf Ligakonkurrent EV Landshut.

Herner EV – Kassel Huskies 2:1 n.P. (1:0, 0:1, 0:0). Tore: 1:0 (13:14) Mueller (K. Orendorz - 5:4), 1:1 (39:08) Krüger (Trivino, Müller), 2:1 (GWP) Elten. Strafmin.: Herne 8, Kassel 12 - Z: 612

Von Björn Friedrichs

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