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Kassel Huskies: Von energischen Youngstern und zwei Torhütern

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Von: Björn Friedrichs

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Gut Lachen bei den Kassel Huskies: Pierre Preto (rechts) erzielte am Freitag gegen Dresden den 6:5-Siegtreffer. Auch am Sonntag gab es einen Sieg.
Gut Lachen bei den Kassel Huskies: Pierre Preto (rechts) erzielte am Freitag gegen Dresden den 6:5-Siegtreffer. Auch am Sonntag gab es einen Sieg. © Schachtschneider, Dieter

Die Kassel Huskies gewinnen in der Vorbereitung einfach weiter: Freitag das 6:5 gegen Dresden, Sonntag das 4:0 in Hannover. Dabei im Fokus: Die jungen Kräfte und zwei Torhüter.

Kassel/Hannover – Testspiel-Doppelpack für die Kassel Huskies: Nach dem 6:5-Sieg am Freitag gegen Dresden, folgte am Sonntag der Auftritt bei Oberligist Hannover Scorpions. Beim 4:0-Erfolg gab es den sechsten Sieg im sechsten Spiel.

Das Spiel vom Freitag

Für die Zuschauer war es ein tolles Spiel, für Trainer und Spieler offenbarten sich aber auch noch einige Baustellen. Die Huskies schlugen die Dresdner Eislöwen mit 6:5 (0:2, 3:1, 3:2), glichen dabei vier Rückstände aus. „Das waren zwei Topteams, beide wollen offensiv spielen. Positiv ist, dass wir immer wieder zurückgekommen sind. Das zeigt den Charakter der Mannschaft. Es war egal, ob das ein Test- oder ein Meisterschaftsspiel ist. Wir sind angetreten, um zu gewinnen“, sagte Pierre Preto.

Der 23-Jährige schoss das Siegtor, überzeugte zudem in der Reihe der Huskies-Youngster mit Darren Mieszkowski und Oleg Tschwanow. Sie brachten viel Elan ins Spiel, spielten einige Chancen heraus. „Wir sind jung, haben sehr viel Energie, wollen einfaches Eishockey spielen – hart, schnell, viele Scheiben Richtung Tor“, sagt Preto. Mit Mieszkowski spielte er bereits in Frankfurt zusammen. „Darren und ich haben schon ein, zwei Spielzüge, bei denen wir uns blind verstehen. Auch mit Oleg verstehen wir uns super, auf und abseits des Eises. Das gilt aber für das ganze Team.“

Das Spiel vom Sonntag

Die Hannover Scorpions gehören in der Oberliga zu den Meisterschaftsfavoriten. Und mit Ennio Albrecht, Andy Reiss, Patrick Klöpper, Christoph Koziol, Louis Trattner und Ex-Huskies-Kapitän Alex Heinrich spielen einige frühere Kasseler beim Team von Trainer Kevin Gaudet, der seit dieser Saison das Sagen bei den Scorpions hat.

Im Gegensatz zum munteren Scheibenschießen vom Freitag entwickelte sich ein nicht ganz so temporeiches Spiel, das die Huskies in Abwesenheit der geschonten Stürmer Tim McGauley, Vincent Schlenker und Tschwanow mit 4:0 (0:0, 1:0, 3:0) gewannen. Joel Keussen traf in der 27. Minute zum 1:0, machte im dritten Drittel dann den Doppelpack perfekt (48.). Der offensivstarke Verteidiger hatte auch am Freitag bereits ein Tor erzielt.

Im Schlussdrittel gab es dann noch zwei Premieren: Erst erzielte Lars Reuß das 3:0, dann traf Tom Geischeimer zum 4:0-Endstand ins leere Tor. Für beide war es der erste Treffer im Huskies-Dress, Geischeimer sicherte sich auch gleich den Puck, mit dem er getroffen hatte. „Wir waren das spielbestimmende Team, im letzten Drittel waren dann konditionelle Vorteile zu sehen“, sagt Huskies-Pressesprecher Jason Schade.

Die Torhüter

Am Freitag sorgte ein Akteur für Aufmerksamkeit, der gar nicht mitspielte. Mit Jakub Urbisch steckte plötzlich ein neuer Torwart in einem Huskies-Trikot, er ist per Tryout-Vertrag bei den Huskies. Der 26-jährige Deutsch-Tscheche spielt seit 2017 in der Oberliga – erst bei Regensburg und Rostock, inzwischen in Halle. Dort steht er auch in der anstehenden Saison unter Vertrag, hat mit Timo Herden und Sebastian Albrecht aber namhafte Konkurrenz.

Ist aktuell bei den Kassel Huskies zu Gast: Torhüter Jakub Urbisch.
Ist aktuell bei den Kassel Huskies zu Gast: Torhüter Jakub Urbisch. © Schachtschneider, Dieter

Am Sonntag folgte dann ein zweiter Torhüter, der sich für einen Vertrag empfehlen soll. Der 25-jährige US-Amerikaner Jake Kielly stand beim Spiel in Hannover im Kasten, hielt diesen sauber. Urbisch saß erneut auf der Bank. Beide waren Ende der Woche in Kassel angekommen.

Kielly spielte in den letzten drei Jahren sporadisch in der AHL und ECHL, war zuletzt auch bei DEL-Klub Straubing Tigers als Trainingsgast dabei. Er würde bei einer Verpflichtung der Huskies jedoch eine Kontingentstelle besetzen. Stände er im Kader, müsste ein Feldspieler pausieren.

Von Björn Friedrichs

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