Vor dem Start in die zweite Hälfte der Hauptrunde

Diese Huskies trauen sich was: Hingucker-Outfits bei der Weihnachtsfeier

Kassel. Der eine kommt im Modell „Holzfäller" daher. Modell Schottenrock wäre angesichts der großen roten Karos allerdings auch eine treffende Bezeichnung für den Anzug von Markus Keller gewesen.

Der andere trägt die Variante „The Rudolph“. Wobei das namensgebende Rentier Rudolph sich erst bei genauerem Hinsehen offenbart. Blaumann mit Weihnachtsmuster wäre für den Zweiteiler von Marco Müller fast noch passender gewesen.

Doch egal wie ihre Anzugmodelle der - sagen wir mal etwas anderen Art - nun heißen, fest steht: Diese Huskies trauen sich was. Nicht nur optisch auf der Weihnachtsfeier am Mittwoch im Lohfeldener Löwenhof. Denn mutig sind diese Outfits allemal. Ebenso mutig wollen die Kasseler auch die anstehenden Aufgaben in der DEL2 angehen und erfolgreich in die zweite Hälfte der Hauptrunde starten. Freitagabend empfangen sie die Dresdner Eislöwen (19.30 Uhr), am Sonntag sind sie beim Spitzenreiter Bietigheim Steelers zu Gast.

Marco Müller setzt auf die Farbe Blau. Bild anklicken für das komplette Outfit.

„Die Outfits zeigen auch, mit wie viel Spaß unsere Mannschaft bei der Sache ist“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi und muss ebenso lachen wie Keller und Müller, als sie von den ungewöhnlichen Anzügen berichten. „Es hat bei uns in der Mannschaft ja Tradition, diese ugly sweaters zu tragen“, erklärt Müller. Im Schaufenster entdeckte er gemeinsam mit Keller, Toni Ritter und Thomas Merl die Anzüge. Der Rest des Teams erschien in Pullis mit Weihnachtsmustern, das Quartett stattdessen in Anzügen. „Ich habe sogar Santa-Claus-Socken getragen“, berichtet Keller, gesteht aber auch: „Privat werde ich den Anzug eher nicht anziehen.“ Ein wenig anders sieht das Müller: „Spätestens wenn meine Eltern Weihnachten nach Kassel kommen, trage ich ihn wieder. Meine Mutter hat allerdings die Bitte, dass ich so nicht in die Kirche gehe.“

Bei Mitspielern und Sponsoren kamen die Anzüge mit Hinguck-Faktor gut an. „Wir haben gedacht, wir sehen wirklich furchtbar aus, aber haben durchweg Kommentare bekommen wie „Das sieht ja cool aus“, sagt Keller.

Die Stimmung im Team ist gelöst, die überraschende Niederlage in Bad Tölz am Sonntag aufgearbeitet. Der Blick geht nach vorn. „Wir haben ein hartes Wochenende gegen zwei starke Teams vor uns“, erklärt der Torhüter.

Denn die viertplatzierten Dresdner sitzen den Huskies auf Rang drei dicht im Nacken. Beide Teams trennt nur ein Punkt, allerdings haben die Eislöwen ein Spiel mehr absolviert. Über Spitzenreiter Bietigheim indes müssen keine großen Worte verloren werden. Immerhin: Beim ersten Auftritt in der Bietigheimer Egetrans-Arena nahmen die Huskies als bislang einziges Team in dieser Saison einen Punkt mit (3:4 n.V.). Und vor drei Wochen siegten die Huskies 5:2 in eigener Halle.

Es war der vorläufige Höhepunkte einer Serie von insgesamt sechs Erfolgen, die erst in Bad Tölz endete. „Wir hatten einen geilen Lauf mit dem blöden Ende am Sonntag“, sagt Müller. „Aber vielleicht kam die Niederlage auch zum richtigen Zeitpunkt, um uns die Augen zu öffnen. Wir haben daraus gelernt. Grundsätzlich aber können wir zur Halbzeit sagen: Wir sind als Mannschaft auf dem richtigen Weg.“

Und vielleicht belohnen sich die Huskies mit einem Sieg am Freitagabend nicht nur dafür, sondern auch für ihre mutigen Outfits.

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