1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Viermal hinten, am Ende vorn: Dieser Huskies-Sieg macht Lust auf den Ligastart

Erstellt:

Von: Björn Friedrichs

Kommentare

Lars Reuß (links) und Matej Mrazcek.
Umkämpft: Zweikampf zwischen Lars Reuß (links) und Matej Mrazcek. © Dieter Schachtschneider

Die Siegesserie der Kassel Huskies in der Vorbereitung hält an. Auch gegen das letztjährige DEL-2-Spitzenteam Dresden setzen sie sich trotz vieler Rückstände mit 6:5 (0:2, 3:1, 3:2) durch.

Kassel – Joel Lowry und Vincent Schlenker pausieren, dafür taucht ein neuer Name auf dem Spielbericht auf. Jakub Urbisch ist das – der 26-jährige Deutsch-Tscheche ist Torhüter bei Oberligist Halle, hat bei den Huskies einen Tryout-Vertrag bekommen und soll sich für den Posten der Nummer zwei empfehlen.

Jetzt aber rein ins Spiel, in dem die Huskies stark starten. Sie machen Druck. Schießen. Aber scheitern auch immer an Torhüter Janick Schwendener. Tomas Sykora gibt den ersten Schuss ab (2.), Steven Seigo (5.), Tim McGauley (7.), Pierre Preto (7.) und erneut Sykora (12.) die nächsten. Rein geht keiner.

Dafür aber einer auf der anderen Seite. Da schießt Mike Schmitz, der Puck prallt ab – und Maximilian Kolb staubt frei vorm Tor ab. Kurz darauf sind die Huskies in Überzahl – aber die endet mit dem zweiten Dämpfer. Denis Shevyrin bekommt nicht mit, dass sich Tom Knobloch von der Strafbank nach vorn stiehlt und spielt dem Stürmer direkt in den Lauf. Knobloch lässt sich das nicht entgehen und trifft zum 2:0 (16.).

Dann ist Pause – und die beiden Teams tauschen die Rollen. Plötzlich hat Dresden dicke Chancen, lässt sie aber allesamt aus. Die Huskies hingegen sind schwächer als im ersten Drittel, nutzen ihre Möglichkeiten nun aber effizient. Und mit etwas Glück. Der Anschluss fällt, als Lars Reuß hinter dem Tor stehend Tristan Keck vor dem Kasten bedient. Der zieht ab, der Puck rutscht Schwendener durch und trudelt rein (30.).

Der Knoten ist geplatzt – und die Huskies legen sofort den Ausgleich nach. Joel Keussen spielt nach Super-Solo einen etwas ungenauen Querpass, die Gefahr aber bleibt. Tschwanow passt genau vors Tor – da lauert Keussen schon, hält die Kelle hin. 2:2 (32.).

Aber was die Huskies können, können auch die Eislöwen. Keine 50 Sekunden später fällt das 2:3. Dresden spielt zielstrebig nach vorn, den ersten Schuss kann Kuhn abwehren, der Abpraller landet aber bei Jussi Petersen. Wieder ein Abstauber, wieder Tor.

Dann sind die Huskies erstmals in Unterzahl. Verteidigen. Werfen sich in die Schüsse. Und treffen dann selbst. Lois Spitzner stibitzt den Puck und hebt ihn zum 3:3 unters Tordach (34.).

Das muntere Hin und Her geht auch im Schlussdrittel weiter. Mit besserem Start für Dresden. Schmitz schlenzt, Tomas Andres fälscht unhaltbar ab – 3:4 (44.). Aber wieder kommen die Huskies zurück. Max Faber sieht Hans Detsch am langen Pfosten, spielt ihm genau auf den Schläger und schon klingelt es wieder (47.).

So wie die Ausgleichstreffer der Huskies gehören aber auch die Führungstreffer Dresdens zu diesem Spiel. Adam Kiedewicz steht sträflich frei und trifft über Kuhns Schulter zum 5:4 (50.).

Vermutlich ahnen Sie schon, was jetzt kommt? Genau. Der Ausgleich der Huskies. Stephan Tramm spielt einen steilen Pass, mit etwas Glück ist Detsch frei durch und schließt eiskalt zum 5:5 ab (53.). Und Achtung, jetzt passiert etwas Außergewöhnliches. Die Huskies gehen in Führung! Die starke vierte Reihe ist es. Darren Mieszkowski legt zurück, Preto nimmt kurz an und zimmert den Puck dann in den Winkel. 6:5. Der Endstand. Dieses Spiel macht Lust auf den Ligastart. (Björn Friedrichs)

Kassel Huskies – Dresdner Eislöwen 6:5 (0:2, 3:1, 3:2)

SR: Schmidt/Engelmann - Z: 2304

Tore: 0:1 (13:00) Kolb (Schmitz, Walther), 0:2 (15:36) Knobloch, 1:2 (29:59) Keck (Reuß), 2:2 (31:13) Keussen (Tschwanow, Preto), 2:3 (32:00) Petersen (Kuhnekath, Walther), 3:3 (33:38) Spitzner (4:5), 3:4 (43:16) Andres (Schmitz, Kolb), 4:4 (46:30) Detsch (Faber, Spitzner), 4:5 (49:17) Kiedewicz (Andres), 5:5 (52:11) Detsch (Tramm, Ribnitzky), 6:5 (55:40) Preto (Mieszkowski, Tramm)

Strafminuten: Kassel 6 - Dresden 8

Auch interessant

Kommentare