Doppelspieltag, Teil eins - heute zweiter Auftritt in Niederbayern

Kassel Huskies: Dreierpacker Rutkowski sichert 4:3 in der Verlängerung

Jubel über den 1:1-Ausgleich: Torschütze Rutkowski (Zweiter von rechts) jubelt über den Ausgleich. Mit im Bild: Lois Spitzner (rechts) und Vinny Saponari.
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Jubel über den 1:1-Ausgleich: Torschütze Rutkowski (Zweiter von rechts) jubelt über den Ausgleich. Mit im Bild: Lois Spitzner (rechts) und Vinny Saponari.

Aller guten Dinge sind drei, wenn es bei den Huskies um Landshut geht: Dreimal lagen sie zurück. Dreimal kamen sie zurück. Dreimal trafen sie in Überzahl. Dreimal stand am Ende Troy Rutkowski in der Torschützenliste der Kassel Huskies. Und wenn man diese Geschichten zusammenfasst und noch dazu Ryan Olsens Treffer einrechnet, dann steht am Ende ein 4:3-(1:1, 0:1, 2:1/ 1:0)-Sieg des DEL2-Spitzenreiters nach Verlängerung beim unbequemen EV Landshut.

Übrigens: Es ist noch dazu der dritte Erfolg gegen den EVL in dieser DEL2-Saison.

Es sind ja Mini-Playoffs mit zwei Spielen am Sonntag und Montag (19.30 Uhr). Springen wir rein in den ersten Teil des Doppelspieltags im Eisstadion am Gutenbergweg. Die Huskies begannen in gleicher Besetzung wie am Freitag, nur im Tor gab es den routinemäßigen Wechsel von Jerry Kuhn zu Leon Hungerecker. Der sah sich zwar erst in der neunten Minute dem ersten gefährlichen Konter der Gastgeber gegenüber – der allerdings auch prompt zur Führung führte. Ausgangspunkt war ein Scheibenverlust Eric Valentins in der Landshuter Zone, Robin Weihager entkam am rechten Flügel den aufgerückten Huskies, legte quer, und der mitgelaufene Marcus Power ließ Hungerecker keine Chance (10.). Dieses 1:0 war glücklich, denn in den ersten 20 Minuten waren eigentlich die Huskies die tonangebende Mannschaft. 13:5-Torschüsse im ersten Drittel waren eine deutliche Sprache.

Und zumindest einen der zahlreichen guten Abschlüsse konnte Dimitri Pätzold nicht abwehren. 50 Sekunden war das erste Kassler Powerplay alt, als Corey Trivino Vinny Saponari am linken Pfosten bediente, der per Rückhand weiterleitete zu Troy Rutkowski, der am rechten Pfosten lauerte und die Scheibe als letzter Husky berührte.

Da es Eigentore im Eishockey nicht gibt – Stephan Kronthaler hatte beim Klärungsversuch Pätzold angeschossen, von dessen Rücken die Scheibe ins Tor prallte – wurde dem Kanadier das 1:1 (13.) angerechnet. Lois Spitzner hatte Pech, als sein verdeckter Schlagschuss von der Blauen Linie nur den Pfosten traf (19.). Doch im zweiten Drittel verschoben sich die Kräfte: Die Landshuter wurden mutiger, zeigten, warum sie zuletzt in Frankfurt und Bietigheim gewonnen hatten. Lukas Mühlbauer fälschte die Scheibe unhaltbar für Hungerecker zum 2:1 ab (24.). Auch nach dem zweiten Drittel sprachen die Torschüsse Bände – diesmal ging die Wertung 16:7 an die Gastgeber.

Doch dann kommt die 48. Minute. Denis Shevyrin spielt einen klugen Pass auf den weit vorn lauernden Oliver Granz. Und der provoziert gleich zwei Strafen bei den Gastgebern. Dominik Bohac und Maxilimilan Brandl müssen beide auf die Bank – und klar, dass sich die Huskies dieses Geschenk nicht entgehen lassen: Ryan Olsen ist es, der mit einem ansatzlosen Schuss die Scheibe unter die Latte befördert (49.). Mit diesem 2:2 beginnt eine spannende Schlussphase. Hungerecker rettet gegen Laaksonen, gegen Busch, Pätzold gegen Müllers Distanzschuss.

Doch dann ist Maximilian Brandl nicht von der Scheibe zu trennen und schiebt sie Hungerecker, dem die Sicht durch Laaksonen genommen ist, durch die Hosenträger zum 3:2. Es ist der 100. Kasseler Gegentreffer der Saison.

Doch die Huskies geben nicht auf. Eine Minute vor dem Ende geht Hungerecker zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und 18 Sekunden später hat Rutkowski die Scheibe auf dem Schläger. Guckt sich die Ecke aus – und trifft. Verlängerung. Und die ist gerade einmal 34 Sekunden alt, als wieder der Kanadier an die Scheibe kommt. Wieder Maß nimmt. Und wieder trifft und seinem Team zwei Punkte sichert.

SR: Haupt/Paule.; Tore: 1:0 (9:05) Power (Weihager, O’Brien), 1:1 (12:38) Rutkowski (Saponari, Trivino - 5:4), 2:1 (23:25) Mühlbauer (Kronthaler), 2:2 (48:57) Olsen (Moser - 5:3), 3:2 (57:20) M. Brandl (Laaksonen), 3:3 (59:42) Rutkowski (6:5), 3:4 (60:34) Rutkowski

Strafminuten: Landshut 6 - Kassel 8

(Von Michaela Streuff)

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