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Drama bis zum Schluss: Huskies siegen nach Penaltyschießen in Weißwasser

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Von: Pascal Spindler

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Umkämpftes Duell um die Scheibe: (von links) Kassel-Goalie Jerry Kuhn, Weißwassers Richard Müller sowie die Huskies Stephan Tramm und Hans Detsch. Das Foto entstand im vergangenen Dezember.
Umkämpftes Duell um die Scheibe: (von links) Kassel-Goalie Jerry Kuhn, Weißwassers Richard Müller sowie die Huskies Stephan Tramm und Hans Detsch. Das Foto entstand im vergangenen Dezember. © Andreas Fischer

Die Kassel Huskies beenden ihren Negativlauf, gewinnen bei den Lausitzer Füchsen in einer dramatischen Partie 4:3 nach Penaltyschießen.

Weißwasser – Dieses Duell ging bis zum Äußersten – mit dem besseren Ende für die Huskies. Bei aufopferungsvoll kämpfenden Lausitzer Füchsen zeigen die Kasseler nach dem desolaten 1:7 in Kaufbeuren eine Trotzreaktion, gewinnen dramatisch 4:3 nach Penaltyschießen (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0). Lange Zeit brennen die Kasseler beim personell dezimierten Tabellenvorletzten jedoch kein Eishockey-Feuerwerk ab.

Lediglich zwölf Feldspieler stehen im Weißwasser-Kader, mit Peter Quenneville und Garlent Hunter sind die gefährlichsten Profis jedoch dabei. Aber auch Kassel hat Ausfälle: Kapitän Denis Sheyvrin fehlt gesperrt, auch Lukas Laub, Fabian Ribnitzky und Tim Lucca Krüger stehen nicht auf dem Eis. Ebenso Jake Weidner und Corey Trivino. Sonst sind alle Huskies fit – aber nicht sofort hoch konzentriert.

Zu Spielbeginn ist die Mannschaft um Kontrolle bemüht. Ein schlampiger Pass von Oliver Granz sorgt jedoch beinahe für den frühen Rückstand. Denn der landet ungewollt bei Quenneville, der scheitert allerdings an Kassel-Goalie Jerry Kuhn (1.).

Weißwasser ist sofort gut in der Partie, hat im ersten Drittel immer wieder Kontergelegenheiten. Die Huskies werden in der 7. Minute das erste Mal gefährlich, Brett Cameron bringt die Scheibe allerdings frei vor Füchse-Schlussmann Leon Hungerecker nicht im Tor unter. Auf der Gegenseite prüft Ex-Husky Eric Valentin Torhüter Kuhn, der ist zur Stelle (18.). Weiter 0:0.

Im Mitteldrittel haben die Huskies dann gleich doppelt Glück: Roope Mäkitalo haut die Scheibe an den Pfosten (21.), später klärt Keussen im letzten Moment vor Quenneville (32.). Noch will der Puck nicht ins Tor, doch das soll sich in den Folgeminuten ändern. Zunächst treffen die Huskies: In Überzahl spielt Cameron die Scheibe im Konter quer auf Keussen, der macht das 1:0 (34.). Das muss doch Sicherheit geben, oder?

Kassel Huskies: Lausitzer Füchse antworten direkt auf Führungstreffer

Gibt es nicht, denn Weißwasser antwortet prompt: Kuhn kann einen Schuss von Valentin nur nach vorne abwehren, der setzt nach und trifft zum Ausgleich (38.). Bitter: Kurz vor der Schlusssirene schlagen die Gastgeber erneut zu. Kuhn bekommt die Beine nicht rechtzeitig geschlossen, Quenneville nutzt das aus und schiebt die Scheibe zum 2:1 ins Tor (40.).

Im Schlussdrittel ist Weißwasser zunächst etwas aktiver, vernachlässigt in der 46. Minute allerdings die Defensivarbeit. Mitch Wahl läuft allein auf Hungerecker zu und trifft zum 2:2 – der Ausgleich. Die Huskies sind nun besser im Spiel. Keussen auf Cameron, der jagt die Scheibe mit Wucht ins Tor (47.) – 3:2 für die Kasseler, Spiel gedreht.

Doch Weißwasser steckt nicht auf, wirft alles rein, hat Abschlüsse – auch mit dünnem Kader. Marius Stöber drückt die Scheibe zum 3:3 über die Linie (56.). Dabei bleibt’s. Verlängerung. Und weil dort keine Tore fallen, muss das Penaltyschießen herhalten. Je zwölf Mal treten beide Teams an, erst dann gibt es einen Sieger. Jamie Mac Queen trifft für die Gäste, Mäkitalo scheitert an Kuhn. Die Huskies jubeln, der Sieg geht nach Kassel.

Von Pascal Spindler

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