Tauziehen um die Kasseler Eishalle

Entwarnung am späten Abend: Eishalle bleibt wohl erhalten

Kassel. Die Zukunft des Kasseler Amateur-Eishockeys scheint gesichert. Es sieht so aus, als ob die Kasseler Eishalle für die jungen Puck-Jäger weiter zur Verfügung steht

Darüber verhandelten Huskies-Insolvenzverwalter Dr. Frank-Ludwig Danko und Huskies-Eigentümer Dennis Rossing gestern stundenlang. Ein Ergebnis stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Am späten Abend hieß es aber: „Tendenz positiv“. Danko hatte zuvor betont: „Wenn es schief geht, schließe ich die Halle sofort zu.“ Auch die Eishallen-Mitarbeiter wären dann arbeitslos.

Der Vorsitzende der Nachwuchs-Huskies, Marc Berghöfer, dazu: „Wenn Danko die Halle abschließt, wird sich jemand finden, der sie wieder aufschließt.“

Gefragt sei da unter anderem Hallen-Eigentümer Simon Kimm. Um den Spielbetrieb der Nachwuchs-Mannschaft in der Hessenliga zu sichern, muss der so genannte Geschäftsbetrieb in der Eishalle erhalten bleiben. Es muss, einfach gesagt, jemand da sein, der die Halle aufschließt, die Eisfläche präpariert, für die Sicherheit sorgt und vieles mehr. Dieser Geschäftsbetrieb sollte nach der Huskies-Pleite in eine neue Gesellschaft überführt werden.

Die Weigerung von Dennis Rossing, Altlasten wie Spielergehälter zu übernehmen, stand gestern wohl nicht im Mittelpunkt. Rossing war offenbar verärgert darüber, dass er von mehreren Seiten kritisiert wird. Er galt als Retter der Huskies, jetzt verliert er Unterstützung.

So ist die Kasseler CDU dagegen, nach dem Aus für die Multihalle auf dem Salzmann-Gelände auch Rossings neue Pläne mit Steuergeld zu fördern: Der Kaufmann will das Salzmann-Gebäude zum Technischen Rathaus umbauen und die alte Eishalle modernisieren. Für die alten Pläne hatte die Stadt elf Millionen Euro für die Infrastruktur zugesagt, außerdem sollten die Räume des technischen Rathauses gemietet werden.

Von Frank Thonicke

Mehr dazu gibt es in der HNA vom Freitag.

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