Effektiv und gut in Überzahl

Beim Derbysieg in Bad Nauheim fanden die Huskies zurück in die Erfolgsspur

Ein Husky gegen die Roten Teufel: Einer allein gegen alle - so scheint das Bild sagen zu wollen. In dieser Szene behauptet sich Husky Braden Pimm (in Weiß) gegen den Bad Nauheimer Marc Kohl (rechts). Die Spieler auf der Bank der Hausherren schauen zu. Foto: Storch
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Ein Husky gegen die Roten Teufel: Einer allein gegen alle - so scheint das Bild sagen zu wollen. In dieser Szene behauptet sich Husky Braden Pimm (in Weiß) gegen den Bad Nauheimer Marc Kohl (rechts). Die Spieler auf der Bank der Hausherren schauen zu.

Bad Nauheim. Es war ein Sieg für das Selbstbewusstsein. Mit dem 4:3 in Bad Nauheim am Sonntag haben die Huskies nach zuvor drei Niederlagen bewiesen, dass sie das Siegen nicht verlernt haben. Ein Überblick.

Die Effektivität

„Endlich haben wir mal wieder eines dieser Ein-Tore-Spiele gewonnen“, sagte Huskies-Trainer Rico Rossi. „Hoffentlich ist das jetzt ein Klick für die Mannschaft.“ Doch es war offensichtlich, dass es auch gegen die Roten Teufel schon klick gemacht hatte.

Beispiel Effektivität. Zuletzt war der Torabschluss das große Manko im Spiel der Kasseler. Doch gegen Bad Nauheim lief es da schon besser. Zwar brachten die Hausherren im zweiten Drittel deutlich mehr Schüsse auf das Tor von Markus Keller (Bad Nauheim 13, Kassel 5). Doch sie trafen nur einmal – ebenso wie die Huskies. Im Schlussdrittel wiederum lagen die Huskies mit 15 abgegebenen Schüssen vor den Roten Teufeln (10) – erzielten eben das entscheidende Tor mehr. Es war Ausdruck ihrer spielerischen Überlegenheit.

Womit wir beim Stichwort Überzahlspiel sind. Bislang eines der Sorgenkinder im Kasseler Spiel. Gleich drei Tore verbuchten sie diesmal im Powerplay. Etwas, das ihnen in dieser Saison selten gelungen ist. „Das hilft uns“, sagte Rossi.

Die Fehlenden

Vier Spieler fehlten im Aufgebot der Huskies am Sonntag in der Wetterau: Die Stürmer Michi Christ und Carter Proft fielen verletzt aus, das hatte bereits vorab festgestanden.

Nicht dabei waren jedoch auch die beiden Verteidiger Esa Lehikoinen und Steve Hanusch. Auf sie hatte Trainer Rossi verzichtet. „Wir haben genug Tiefe im Kader“, erklärte der Coach und begründete die Entscheidung so: „Ich habe mich für die bestmögliche Aufstellung gegen Bad Nauheim entschieden. Wenn Spieler nicht dabei sind, heißt das, dass andere besser spielen.“

Die Hessenkönige

Sechstes Derby, sechster Sieg. Derby können die Huskies in dieser Saison. Kam Bad Nauheim da gerade zur rechten Zeit, um mal wieder einen Erfolg zu feiern? „Das sieht jetzt wohl so aus“, sagte Rossi erleichtert und lachte.

Doch nicht nur seine Mannschaft ließ aufhorchen. Auch der Erzrivale aus Südhessen. Weil der bisherige Tabellenführer Bietigheim überraschend bei den Heilbronner Falken 2:6 unterlag und die Frankfurter zeitgleich einen 4:1-Erfolg in Rosenheim feierten, stehen die Löwen nun an der Spitze der DEL 2. „Es ist eine schöne Momentaufnahme und ein Verdienst der Leistung dieser Mannschaft. Aber wir wissen das auch einzuordnen. Bietigheim ist für uns weiterhin das Maß der Dinge. Einen Höhenflug bekommt hier niemand“, sagte Frankfurts Pressesprecher Matthias Scholze.

Apropos Heilbronn: Am Freitag sind die Falken zu Gast in Kassel (19.30 Uhr, Eissporthalle). Dann wird sich zeigen, ob der Befreiungsschlag im Derby bei den Derbykönigen Wirkung zeigt.

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