Eishockey-Profi feiert besonderes Jubiläum

Ehemaliger Husky Kreutzer macht die 1000 voll

Kassel. „Jetzt dürfte ich wohl gute Chancen haben, dass mein Trikot mal unterm Hallendach hängen wird.“ Daniel Kreutzer lacht. Denn dort landet nur, wer etwas Besonderes erreicht.

Bei Kreutzer, der von 1998 bis 2002 bei den Kassel Huskies spielte und schon in jenen Tagen auf den Spitznamen „Schnitzel“ hörte, wird das am Sonntag der Fall sein. Im Heimspiel seiner Düsseldorfer EG gegen die Augsburger Panther wird er sein 1000. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) absolvieren. Für jenen Verein, dem er schon seit seiner Geburt angehört, weil ihn sein Vater dort angemeldete.

Er ist nach Ex-Husky Niki Mondt (am 28. Januar 2014/Düsseldorf) und Mirko Lüdemann am 24. Februar 2013/ Köln) erst der Dritte, der diese magische Tausendermarke knackt. „1000 Spiele, das sagt schon viel aus. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist. Jetzt bin ich ja schon in die Jahre gekommen“, sagt der 35-Jährige.

Die Huskies-Raupe: Daniel Kreutzer (vorn) und Tobias Abstreiter feiern 2001 den Einzug in das Playoff-Halbfinale. Foto: Archiv

Angefangen hat alles vor 19 Jahren. Die Erinnerungen an die ersten beiden Spiele seien noch sehr lebendig, erinnert sich Kreutzer. „Mein erstes Spiel war mit Düsseldorf bei den Eisbären Berlin, das zweite dann zu Hause in Düsseldorf an der Brehmstraße gegen Kaufbeuren, da habe ich auch direkt mein erstes Tor geschossen.“ 256 Trfeffer folgten. Und eine weitere Bestmarke ist in Reichweite: Derzeit stehen 760 Scorerpunkte auf seinem Konto. Robert Hocks Bestmarke liegt bei 785. „Das wäre natürlich schön. Da ist im Moment keiner weit und breit, der mich einholen könnte.“

Gar nicht so leicht fällt ihm die Antwort auf die Frage, welches der bald 1000 Spiele denn sein schönstes gewesen sei. „Da gibt’s so einige“, sagt Kreutzer, der 201 Länderspiele absolvierte. „Als Husky war beispielsweise das letzte Spiel im Playoff-Viertelfinale gegen Nürnberg großartig. Damals habe ich das entscheidende Tor in der Verlängerung erzielt.“ Am 30. März in der Saison 2000/01 war das. Kreutzer erzielte im fünften Spiel das entscheidende 4:3 – in der 68. Minute.

Die Drähte nach Nordhessen sind geblieben. Und das aus gutem Grund: „Meine Schwiegereltern leben dort.“ Kreutzers Ehefrau Nadine ist Kasselerin. Meist im Sommer sind die Kreutzers mit ihren Töchtern Fee (8) und Liz (5) zu Gast in Kassel. „Es ist meine zweite Heimat. Es waren wichtige und sehr schöne Jahre, ich bin hier zum Nationalspieler gereift“, erklärt Kreutzer. Nur ein Spiel der Huskies, das hat er schon länger nicht mehr gesehen. „Wir sind meist im Sommer in Kassel. Und dann wird kein Eishockey gespielt. Ich muss ja selbst ran, wenn die Huskies spielen.“ Bis 2017 noch läuft sein Vertrag bei der DEG. Macht der Körper mit, hängt er vielleicht noch mehr Jahre dran. „Eine Meisterschaft mit Düsseldorf zu erleben, das wäre das i-Tüpfelchen auf meine Karriere.“

Von Michaela Streuff und Jano Posselt

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