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Ein Derby zum Abschluss: Huskies zu Gast in Bad Nauheim

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Von: Björn Friedrichs

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Auf sie kommt es auch heute wieder an: Jake Weidner (links) und Jamie MacQueen sind mit den Kassel Huskies beim Hessenderby in Bad Nauheim gefordert. Die beiden Stürmer trafen je einmal beim 3:1-Sieg in der Wetterau Anfang Oktober.
Auf sie kommt es auch heute wieder an: Jake Weidner (links) und Jamie MacQueen sind mit den Kassel Huskies beim Hessenderby in Bad Nauheim gefordert. Die beiden Stürmer trafen je einmal beim 3:1-Sieg in der Wetterau Anfang Oktober. © Dieter Schachtschneider

Zum Abschluss des Jahres 2021 wartet ein Derby auf die Kassel Huskies: Heute sind sie ab 19.30 Uhr beim EC Bad Nauheim zu Gast.

Kassel – Böller und Raketen sind dieses Jahr an Silvester verboten – nichtsdestotrotz wollen die Kassel Huskies vor dem Jahreswechsel ein Feuerwerk zünden.

Der Rückblick

Das letzte Heimspiel des Jahres war erfolgreich – wenn auch mit Mühe. Gegen ersatzgeschwächte Tölzer Löwen feierten die Huskies am Dienstag einen 5:2 (2:0, 1:2, 2:0)-Erfolg. „Es ist nie einfach gegen Tölz, ganz egal, ob sie mit 13 oder 20 Feldspielern antreten“, sagte Trainer Tim Kehler. Nach einem starken ersten Drittel und der zu knapp ausgefallenen 2:0-Führung kam Tölz im zweiten Abschnitt in wenigen Minuten zum Ausgleich. „Ich glaube nicht, dass wir das Spiel zu dem Zeitpunkt auf die leichte Schulter genommen haben. Es gab auch in der Kabine eine klare Ansage, genauso weiterzumachen“, sagte Kapitän Denis Shevyrin.

Ganz anders als zuvor war das zweite Drittel ausgeglichen. Bis zur 36. Minute, als Brett Cameron die Huskies erneut in Führung brachte – das 3:2 war der zweite Treffer des Abends in Überzahl. „Das Powerplay hat gut funktioniert. Das waren zwei wichtige Tore in diesem Spiel“, so Shevyrin. Das Schlussdrittel bestimmten die Huskies, auch wenn die Entscheidung durch die Treffer von Cameron (57.) und Tim Lucca Krüger (58.) erst spät folgte. „Da haben wir mit unserem großen Kader Druck gemacht und Tölz die Energie genommen. Das war ein starkes Drittel“, waren sich Kehler und Shevyrin einig.

Der Ausblick

Heute wartet eine andere Hausnummer auf die Huskies. Ehe am Sonntag zum Jahresauftakt die Löwen Frankfurt nach Kassel kommen, steht erst einmal das Duell bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim an. Die Hausherren stehen sieben Punkte vor den Huskies auf Rang vier. „Derbys sind emotional anspruchsvolle Spiele. Ich finde es nicht gut, dass wir zum dritten Mal jetzt zwei davon an einem Wochenende haben. Da muss man mehr investieren, die Spiele sind energiegeladener und härter. Erst recht in dieser Saison, in der beide Kontrahenten zu den Top-Teams gehören. Aber das ist unsere Realität“, sagt Kehler.

Ein Auswärtsspiel in Bad Nauheim kurz nach Weihnachten als gutes Omen? Immerhin: Vergangene Saison gab es am 28. Dezember ein krachendes 8:0 der Huskies. Und auch das erste Gastspiel in dieser Spielzeit haben die Huskies im Oktober gewonnen (3:1) – es war der erste Saisonsieg. Ende November gab es dann eine 1:3-Niederlage vor heimischem Publikum. „Wir hatten ein gutes Ergebnis im ersten Spiel dort. Wir brauchen dieselbe Entschlossenheit wie damals, um wieder Erfolg zu haben. Mit Tristan Keck, Taylor Vause und Jerry Pollastrone haben sie starke Offensivspieler. Keck und Vause waren vor ihrem Corona-Ausfall die Topscorer der Liga“, warnt Kehler. Mit Kevin und Tomas Schmidt hätten die Roten Teufel zudem spielstarke Verteidiger. „Harry Lange macht einen super Job in Bad Nauheim“, lobt Kehler seinen Gegenüber.

Für Denis Shevyrin sind die Spiele gegen seinen alten Klub noch immer etwas Besonderes: „Sie sind dreifach speziell, weil es meine eigene Vergangenheit ist, mein Bruder zu deren Kader gehört und weil es Derbys sind.“

Fehlen werden in Bad Nauheim die Fans. Auch dort sind lediglich 250 Zuschauer zugelassen. „Das ist sehr, sehr schade. Vor allem um die Feiertage rum sind die Hallen noch einmal voller, die Stimmung besser. Wir werden sie vermissen“, sagt Shevyrin.

Von Björn Friedrichs

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