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So erlebten Dinger, Klinge und Christ ihren Abschied

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Von: Pascal Spindler

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Drei Legenden des Kasseler Eishockeys: (von links) Derek Dinger, Manuel Klinge und Michi Christ vor dem Beginn ihres Abschiedsspiels in der Eissporthalle.
Drei Legenden des Kasseler Eishockeys: (von links) Derek Dinger, Manuel Klinge und Michi Christ vor dem Beginn ihres Abschiedsspiels in der Eissporthalle. © Dieter Schachtschneider

Am vergangenen Wochenende verabschiedeten sich Derek Dinger, Manuel Klinge und Michi Christ noch einmal ganz offiziell vom Eis. Wir haben mit den drei Huskies-Legenden über ihre Eindrücke gesprochen.

Kassel – Das war’s. Kassels Eishockey-Legenden Derek Dinger, Manuel Klinge und Michi Christ haben ihre Profi-Karrieren nun auch ganz offiziell beendet. Mit einem Abschiedsspiel in der Eissporthalle. Mit Tausenden begeisterten Fans und zahlreichen Weggefährten. Mit Toren und Tränen. Mit einem rundum gelungenen Erlebnis, das die drei Protagonisten wohl nie mehr vergessen werden.

„Es war einfach überwältigend. Es waren so viel Leute da, so viel Leute, die uns jahrelang begleitet und unterstützt haben. Das war schon irre“, sagt Klinge, bei dem es zwischenzeitlich auch mal emotional wurde: „Klar ist das ein oder andere Tränchen geflossen. Vor allem, als die Bilder auf dem Videowürfel gezeigt wurden. Das war schon sehr besonders.“

Ähnlich erging es Teamkamerad Christ, mit dem Klinge die Partie letztlich 12:10 gewann. „Als wir in die Halle eingelaufen sind, das war der Wahnsinn. Da musste ich auch schon mit den Tränen kämpfen“, sagt Christ und ergänzt: „Ich saß bereits als Kind auf dieser Tribüne, wollte immer irgendwann einmal in Kassel als Spieler auf dem Eis stehen. Ich bin einfach dankbar, wie alles verlaufen ist und dass uns so viele Leute verabschiedet haben.“

Ein Tor hat Christ, anders als Dinger und Klinge, im Abschiedsspiel zwar nicht erzielt, doch das sei ihm auch nicht weiter wichtig gewesen. „Meine Freundin hat mir in der Drittelpause schon geschrieben, dass ich unbedingt noch ein Tor machen muss. Aber ganz ehrlich: Das war mir dann auch egal“, erzählt Christ und lacht. Das Spiel sei auch so besonders genug gewesen: „Es waren Spieler dabei, die zig DEL-Spiele gemacht haben, die das Nationaltrikot trugen. Und auch die wollten hierherkommen und mit uns eine letzte große Sause feiern. Absoluter Wahnsinn.“

Bereits am Donnerstag trafen die ersten Spieler in Kassel ein, bis Sonntag wurde durchgefeiert. „Das war echt hart. Es ging jeden Tag bis in die Morgenstunden“, sagt Christ, der aus der Dauerparty vor allem den Kanadier Shawn McNeil hervorhebt. „Der war damals schon stabil. Aber puh, das habe ich dann irgendwann nicht mehr geschafft“, gesteht Christ und schmunzelt.

Auch Dinger ist anzumerken, dass die vergangenen Nächte dann doch ein wenig länger wurden. „Ich bin schon echt kaputt“, sagt der 35-Jährige mit angeschlagener Stimme. „Aber es war ein unfassbares Wochenende. Sehr emotional. Und ich hätte nicht gedacht, dass es so gut wird. Es hat meine Erwartungen total übertroffen und ich glaube, dass wir das alles erst in ein paar Tagen so richtig verstanden und verarbeitet haben“, erklärt er.

Gestern hatte Dinger noch frei, kehrt aber schon bald zurück ins Marketingteam der Huskies. „Arbeit gibt es ja genug“, sagt er. Und auch Christ denkt schon wieder an den Job, der Hallenorganisator will sein Team nicht länger allein lassen: „Ich habe ja gemerkt, wie viel Arbeit in unser Abschiedsspiel geflossen ist. Mir wurde immer der Rücken freigehalten. Dafür möchte ich mich bei allen im Klub bedanken. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.“ Ein besonderes Ereignis für drei besondere Profis.

Von Pascal Spindler

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