Letzte Spiel vor Fans

Ein Sieg mit viel Wehmut: Huskies gewinnen gegen Weißwasser

Hunter Garlent (links) von den Lausitzer Füchsen und Husky Dieter Orendorz warten auf den Puck
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Vorerst letztes Spiel vor Publikum in der Kasseler Eissporthalle: Hunter Garlent (links) von den Lausitzer Füchsen und Husky Dieter Orendorz warten auf den Puck.

Es ist ein EishockeyAbend mit Wehmut. Das vorerst letzte Spiel mit Fans. Mit Jubel. Mit Atmosphäre in der Eissporthalle. Die Huskies liefern das passende Ergebnis zum Abschied.

Kassel - Nach einer Steigerung ab dem Mitteldrittel und einer packenden Schlussphase besiegen sie die Lausitzer Füchse mit 5:3 (0:1, 3:0, 2:2).

Weihnachten ist ja eine Zeit des Wiedersehens. Torhüter Leon Hungerecker ist mit den Gästen da, auch Eric Valentin, Clarke Breitkreuz, Richard Mueller. Breitkreuz und Valentin sind tatsächlich auch am 0:1 in der 6. Minute beteiligt. Valentin passt, Moritz Raab schießt, Breitkreuz fälscht entscheidend ab. Bis zu diesem Rückstand stürmen nur die Gastgeber, haben durch Jake Weidner die beste Chance, die Scheibe trudelt knapp am Pfosten vorbei.

Natürlich bestimmen die Huskies auch nach dem 0:1 das Spiel. Aber: Die Füchse verteidigen sehr aufmerksam, konsequent. Kasseler Großchancen gibt es kaum. Ein Schuss von Jamie MacQueen aus dem Zentrum, einer von Brett Cameron, als er nach einer überstandenen Unterzahl von der Bank stürmt. Kurz vor der Pause scheitert MacQueen noch einmal aus der Nahdistanz, doch auf der anderen Seite hat Peter Quenneville freistehend die Chance zum 2:0. Jerry Kuhn aber ist blitzschnell unten und pariert.

Im Mitteldrittel aber drehen die Gastgeber auf. Huskies stürmen, Füchse kontern vereinzelt, sind ansonsten mit Defensivarbeit beschäftigt. In der 25. Minute wird der Druck endlich belohnt. Gegen Joel Keussen kann Hungerecker noch klären, doch im Nachschuss erzielt Hans Detsch das 1:1. Aus dem bald eine Führung werden könnte, doch in Überzahl vergeben MacQueen und Mitch Wahl beste Chancen.

Die Gastgeber haben das Spiel jetzt fest im Griff. Wahl und Dieter Orendorz prüfen Hungerecker bei einer Doppelchance (32.). Kurz darauf ist es dann soweit. Bei ihrer zweiten Überzahl machen die Huskies eine Minute sehr viel falsch – und alles richtig. Am Ende einer feinen Kombination spielt Keussen Weidner zentral frei. Der fackelt nicht lange und jagt den Puck aus der Drehung ins Tor (34.).

Dieses 2:1 ist richtig schön. Doch es kommt noch schöner. Keine zwei Minuten später spielt MacQueen von der linken Bande einen traumhaften Pass dicht vor dem Tor entlang. Rechts rauscht Detsch heran, nimmt die Scheibe auf, stürmt in Gegenrichtung an Hungerecker vorbei und schiebt die Scheibe über die Linie. Da macht sogar Passgeber MacQueen einen Luftsprung vor Begeisterung.

Zumal dieses 3:1 der Lohn für eine deutliche Steigerung ist. Im Schlussdrittel versuchen die Gäste alles für eine Wende. Mehrere Minuten bedrängen sie das Kasseler Tor. Dann entschärft Kuhn eine Chance des freistehenden Mueller mit der Fanghand. Praktisch im Gegenzug erhöht Oliver Granz mit einem schönen Schuss in den Winkel auf 4:1. Die Entscheidung? Nein. Die Füchse geben sich nicht geschlagen. Tim Detig verkürzt (53.). Hungerecker geht früh vom Eis. Und tatsächlich: Im Nachschuss erzielt Quenneville den Anschlusstreffer (57.). Der Sieg wackelt. Aber dann wirft sich Marco Müller in einen Schuss, steht wieder auf und trifft ins leere Tore zum 5:3.

Danach herrscht Festtagsstimmung. Damit ist es nach Weihnachten vorbei. Es geht vor leeren Rängen weiter. Die Huskies warten dann mit Wehmut auf die Rückkehr ihrer Fans. Huskies-Geschäftsführer Paul Sinizin formulierte das vor dem Spiel, hörbar mit Kloß im Hals, so: „Wir passen auf die Halle auf, bis ihr endlich wieder da seid.“

Der Ticker zum Nachlesen

So haben die Kassel Huskies gespielt

Schiedsrichter: Janssen/Ratz

Zuschauer: 1525

Tore: 0:1 (5:40) Breitkreuz (Raab, Valentin), 1:1 (25:00) Detsch (Keussen, Wahl), 2:1 (33:55) Weidner (Keussen, MacQueen - 5:4), 3:1 (35:45) Detsch (MacQueen, Wahl), 4:1 (47:23) Granz (Spitzner, Weidner), 4:2 (52:33) Detig (Döring), 4:3 (56:41) Quenneville (Garlent, Mueller - 6:5), 5:3 (58:46) Müller (EN)

Strafminuten: Huskies 2 - Füchse 4.

Von Frank Ziemke

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