Co-Trainer Hugo Boisvert mit Huskies zu Gast in Dresden

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Hat nun an der Bande das Sagen: Huskies-Co-Trainer Hugo Boisvert (links) im Gespräch mit Husky Mathias Müller.

Kassel. Es gibt diese ganz besonderen Eishockey-Spiele. Partien, die aus dem Kalender einer langen Saison herausragen. Hugo Boisvert wird eine solche Begegnung am Freitag erleben.

Denn dann sind die Kassel Huskies, deren Co-Trainer er seit Saisonbeginn ist, zu Gast bei den Dresdner Eislöwen (19.30 Uhr, Energieverbund-Arena).

Das ist jener Klub, bei dem er nach der Insolvenz des DEL-Teams der Huskies 2010 eine neue sportliche Heimat gefunden und das er als Kapitän angeführt hatte. Der Klub, für den er in den vergangenen fünf Jahren auf Torejagd gegangen war. „Wir haben uns in Dresden sehr wohlgefühlt. Es war ein toller Ort, um meine Karriere zu beenden“, sagt der 39-Jährige. Auch seine Familie, Ehefrau Kim, Tochter Adea und Sohn Zavier, wird im Dresdner Eisstadion deshalb bei diesem besonderen Auswärtsspiel dabei sein.

Doch trotz der außergewöhnlichen Umstände der Partie: „Es ist schön, ein paar bekannte Gesichter zu sehen. Aber es ist für mich ein ganz normales Eishockeyspiel“, betont der Deutsch-Kanadier.

„Ich hatte schon erwartet, dass mir die Aufgabe Spaß macht. Aber ich hätte nie gedacht, dass es eine solche Freude sein wird.“

Einen Teil der aktuellen Eislöwen kennt er noch gut. Rene Kramer etwa, der einst auch in Kassel spielte. „Rene war eigentlich davon ausgegegangen, in dieser Saison noch mit mir in Dresden zusammenzuspielen“, sagt Boisvert und lacht. Auch mit Petr Macholda, Arturs Kruminsch und Steven Rupprich stehe er noch in regelmäßigem Kontakt, ergänzt Boisvert.

Vielleicht ja ein Vorteil für die Huskies. „Ich kann natürlich Tipps geben“, erklärt der Huskies-Co-Trainer. „Es ist mein Job, meine Mannschaft bestmöglich auf den Gegner vorzubereiten. Ich gebe die Infos an Rico Rossi und der entscheidet, wie wir das den Spielern vermitteln.“

Mit Rossi, dem Cheftrainer der Huskies, harmoniert Boisvert prächtig. Überhaupt fühlt er sich wohl in seiner neuen Position hinter der Bande. „Ich hatte schon erwartet, dass mir die Aufgabe Spaß macht. Aber ich hätte nie gedacht, dass es eine solche Freude sein wird. Das ist für mich die größte Überraschung“, sagt er. „Ich wache morgens auf und freue mich auf die Aufgaben, die anstehen, sogar auf die Büroarbeit, die ja nicht gerade die aufregendste Tätigkeit ist“, erklärt er: „Eishockey war und ist mein Leben. Ich bin glücklich, dass ich auch nach meiner aktiven Zeit in diesem Bereich arbeiten kann.“

Doch eine Sache, die sei als Spieler und Co-Trainer gleich: „Auch wenn ich in der Eissporthalle jetzt nicht mehr in die Kabine gehe und meine Aufgabe eine komplett andere ist: Vor jedem Spiel bin ich immer noch ein wenig aufgeregt.“

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