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Huskies nach Pleite gegen Crimmitschau: „Eine sehr enttäuschende Leistung“

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Von: Frank Ziemke, Pascal Spindler

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Geschlagen: Kassel-Goalie Jerry Kuhn (vorne) musste am Freitag zweimal hinter sich greifen. Auf der anderen Seite landete der Puck nur einmal im Netz.
Geschlagen: Kassel-Goalie Jerry Kuhn (vorne) musste am Freitag zweimal hinter sich greifen. Auf der anderen Seite landete der Puck nur einmal im Netz. © Dieter Schachtschneider

Die Kassel Huskies verlieren 1:2 gegen die Eispiraten Crimmitschau. Wir blicken in Stichworten auf die Partie vom Freitag zurück.

Kassel – Zu harmlos in der Offensive, zu große individuelle Fehler in der Defensive – und am Ende eine knappe, aber verdiente Niederlage. Die Eishockeyprofis der Kassel Huskies verloren am Freitag das direkte Duell mit dem Tabellennachbarn Crimmitschau 1:2 (0:2, 1:0, 0:0).

Der Spielverlauf

Huskies-Trainer Tim Kehler hatte nach der Partie richtig schlechte Laune. Grund: Die Leistung seiner Mannschaft – vor allem in den ersten zwanzig Minuten. „Das erste Drittel war nicht gut. Meine Mannschaft hat die Scheibe zu schnell verloren, wir waren zu weich in den Zweikämpfen. Danach wurde es etwas besser. Insgesamt war es aber eine sehr enttäuschende Leistung“, sagte Kehler auf der Pressekonferenz.

Filip Reisnecker brachte die Eispiraten nach sechs Minuten in Führung, Thore Weyrauch erhöhte auf 2:0 (8.). Mathieu Lemay hätte kurz vor Drittelende gar das 3:0 machen können, traf aber die Latte (18.). Bei den Huskies war die Fehlerquote enorm: Hinten gab es Unkonzentriertheiten und Fehlpässe im Spielaufbau, vorne fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Immerhin: Mitch Wahl schoss die Huskies in der 21. Minute auf 1:2 heran. Mehr war aber nicht drin. „Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel ist und sind mit anderen Erwartungen reingegangen. Irgendwie konnten wir nicht hundert Prozent reinhauen, wir sind sehr enttäuscht“, sagte Huskies-Angreifer Lukas Laub nach der Partie.

Das Überzahl-Spiel

Es gilt ja schon seit einiger Zeit für Auftritte der Kasseler: Überzahl kann Spiele entscheiden, aber bei den Huskies passiert das zu selten. Selbst in der Phase größter Überlegenheit in der vergangenen Saison war das Spiel mit einem Mann mehr auf dem Eis bestenfalls Mittelmaß. In der aktuellen Spielzeit stehen die Huskies in der Überzahl-Rangliste der DEL 2 nur auf Platz elf – mit einer Erfolgsquote von gerade 15,5 Prozent. Warum das so ist, das war am Freitag vor allem bei einer doppelten Überzahl zu sehen. 91 Sekunden hatten die Gastgeber Zeit, doch sie schoben Scheibe und Verantwortung nur hin und her. Überraschungsmomente sind ohnehin die Ausnahme im Aufbau des Kasseler Powerplays.

Die Torhüter-Leistung

Dass in dieser Begegnung nicht noch mehr Tore gefallen sind, lag also zum einen an der Ineffizienz der Spieler. Zum anderen an der grandiosen Torhüter-Leistung auf beiden Seiten. Sowohl Crimmitschaus Luka Gracnar als auch Husky Jerry Kuhn zeigten mehrfach starke Paraden. Kuhn hielt sogar einen Penalty gegen Patrick Pohl (38.). Mitspieler Laub zur Leistung seines Schlussmanns: „Jerry war ein sehr guter Rückhalt. Er hat sich zuletzt selbst kritisiert, aber jetzt performt er auf hohem Niveau. Nun müssen wir es vor ihm wieder besser machen.“

Von Frank Ziemke und Pascal Spindler

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