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Tscheche Reznicek ersetzte am Sonntag kurzfristig verletzten Mizera

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Im Einsatz für die Kassel Huskies: Josef Reznicek. Foto:  nh/ Montage: Trolp

Kassel. Er kam ganz kurzfristig. Überrascht blickten viele Fans der Kassel Huskies am Sonntag drein, als sie im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion vor der Hessenliga-Partie der Schlittenhunde bei den Roten Teufeln plötzlich den Spieler mit der Rückennummer 66 auf dem Eis sahen.

Eigentlich sollte Josef Reznicek, der Anfang der 90er-Jahre für Weißwasser in der Bundesliga auflief, erst am kommenden Sonntag im wohl entscheidenden Spiel um den Aufstieg gegen die Mainzer Wölfe das Team der Schlittenhunde verstärken. Doch nun kam er bereits eine Woche früher als geplant zum Einsatz.

Der Grund war Oliver Mizeras Verletzung. „Da haben wir Josef gefragt, ob er kurzfristig einspringen kann“, erzählt Huskies-Trainer Milan Mokros. Und Reznicek überlegte nicht lange. Er sagte am Freitag zu. „Ich war mir sicher, dass ich helfen kann, und das mache ich gern“, berichtet er gestern am Telefon. Kurzfristig verlegte der Tscheche einige Termine, setzte sich am Samstagabend um 19 Uhr im heimischen Pilsen ins Auto und fuhr die knapp 500 Kilometer ins mittelhessische Bad Nauheim, übernachtete dort und traf am Sonntagmorgen die Mannschaft am Eisstadion. Berührungsängste gab’s keine, erzählen Mokros und Reznicek. Die alten Hasen im Team um Shane Tarves und Matthias Kolodziejczak kennt Reznicek seit einem Oldie-Turnier in Krefeld im vergangenen Jahr. Und mit den Jüngeren machte er sich schnell bekannt. „Er ist für die Jungs eine Leitfigur und passt super ins Team“, berichtet Mokros.

Während des Spiels musste sich Reznicek, der sich vor zwei Jahren mit dem tschechischen Meistertitel für Karlovy (Karlsbad) aus dem Leistungssport verabschiedete, allerdings in neuer Rolle agieren. Der gelernte Verteidiger (44) gilt zwar als Allrounder, wurde von Mokros aber in die zweite Sturmreihe mit Niels Hilgenberg und Patrick Schädel vorgezogen.

„Das war schon ein wenig ungewohnt“, gesteht er. Mokros aber war voll des Lobes: „Er hat die Lücke ausgefüllt und seine Qualitäten voll ausgespielt.“ Heißt konkret: Reznicek begeisterte mit Technik und erzielte in seinem ersten Spiel für die Huskies gleich ein Tor – den Treffer zum 9:0-Endstand. Nach dem Spiel fuhr er dann zurück in die Heimat – denn gestern wartete wieder sein Job als Spielervermittler auf ihn. Am kommenden Wochenende steht ihm ein ähnlich strammer Zeitplan bevor: Anreise am Samstag, Einsatz als Verteidiger, danach Rückfahrt.

Reznicek freut sich auf die Kasseler Fans. „Das war schon in Bad Nauheim wahnsinnig.“ Dort sorgten 600 Nordhessen für Heimspiel-Atmosphäre. Auch gegen Wiesbaden am 12. März soll Reznicek aushelfen. Und dann kehrt er noch einmal nach Kassel zurück: Läuft alles wie erhofft, könnten die Huskies am 26. März den Aufstieg feiern – das würde sich auch der Tscheche nicht entgehen lassen.

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