Erster Punktgewinn gegen die Bayern

Video: Huskies verlieren 0:1 im Penaltyschießen gegen Riessersee

Kassel. Kurioser Eishockey-Abend in der Kasseler Eissporthalle: Erst zum zweiten Mal in dieser DEL-2-Saison haben die Huskies in den 60 Minuten der regulären Spielzeit kein Tor erzielt.

Und weil sie, aber auch ihre Gäste in der Verlängerung nicht trafen, brachte das Penaltyschießen die Entscheidung gegen den SC Riessersee. Mike Collins, Manuel Klinge und Matt Tomassoni vergaben, Florian Vollmer auf der Gegenseite traf als Einziger. Und so unterlagen die Huskies ihren Gästen vor 3545 Zuschauern 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1), verbuchen aber nach zwei Niederlagen in Garmisch-Partenkirchen zumindest den ersten Punkt gegen Riessersee.

Eine solche Nullnummer sieht man in einem Eishockey-Spiel in etwa so häufig wie ein 4:4 im Fußball. Nämlich äußerst selten. 52 Torschüsse haben die Huskies ab, 20 ihre Gäste. „Heute war ein Tag, an dem wir noch 60 Minuten hätten weiterspielen können und kein Tor gemacht hätten“, sagte Huskies-Cheftrainer Rico Rossi, der trotzdem nicht unzufrieden war. „Wir haben sehr gutes Defensiv-Eishockey gesehen.“ Ähnlich sah das Riessersees Coach Toni Krinner. „Das Spiel war für die Zuschauer nicht so spektakulär, weil es keine Tore gab. Aber beide Teams haben um jeden Zentimeter Eis gekämpft und super, super diszipliniert gespielt.“

Huskies gegen Riessersee: 0:1 im Penaltyschießen

Kurios ging es schon vor Beginn zu: Eigentlich war als Beginn 17 Uhr vorgesehen. Alle waren da. Die Huskies, ihre Gäste, die Zuschauer – nur das Schiedsrichtergespann um Eric Daniels nicht. Irgendwo musste es ein Abspracheproblem zwischen Ligenleitung und Deutschem Eishockey-Bund gegeben haben, der für die Ansetzung zuständig ist. Denn die Unparteiischen waren auf Spielbeginn 18.30 Uhr eingestellt. Die Partie war jedoch bereits Mitte Dezember vorverlegt worden. Und so ging’s letztlich mit 30 Minuten Verspätung los.

Und es trat das ein, was der Blick auf die Statistik bereits angedeutet hatte: Riessersee mit der besten Defensive der Liga (81 Gegentore), traf auf die drittbeste (86). Und so blieben Tore lange, lange Fehlanzeige. Denn beide Team agierten taktisch sehr diszipliniert, ließen nur wenig zu. Treffer fallen in solch engen Partien dann meist im Powerplay. Gleich drei dieser kritischen Situationen mussten die Huskies im ersten Drittel überstehen. Dreimal aber befreiten sich die Hausherren clever.

Ein Treffer, der lag erst Mitte des zweiten Drittels in der Luft. Plötzlich sind die Chancen da. Alex Heinrich ist im Pech, als er die Hereingabe von Jens Meilleur nicht richtig erwischt. Carter Proft und Matt Tomassoni scheitern erst im letzten Moment an Riessersees überragendem Schlussmann Tomas Tomek, Adriano Carciola kann Mike Collins’ Vorlage nicht verwerten. Im Gegenzug bewahrt Kai Kristian die Ruhe, als David Brine allein auf ihn zustürmt. Es blieb schwer für die Huskies, die Lücken im Defensiv-Bollwerk ihrer Gäste zu finden. Und wenn das Loch doch mal gefunden war, dann war Tomek zur Stelle. Oder die Huskies hatten Pech. Wie etwa eine Minute vor der zweiten Pausensirene: Manuel Klinges Schuss bleibt am rechten Pfosten hängen – genau wie Austin Wycisks in Unterzahl im Schlussdrittel. Irgendwie logisch, dass auch die Verlängerung torlos endet, und die Huskies auch im Penaltyschießen nicht jubeln dürfen. SR: Daniels (Gelsenkirchen), Z: 3545; Tor: Vollmer (Penalty); Strafminuten: Kassel 16, Riessersee 14

Alle Spielberichte der Kassel Huskies gibt es hier.

Von Michaela Streuff

Ein Video von dem Spiel gegen den SC Riessersee folgt im Laufe des Montagvormittags.

Rubriklistenbild: © HNA/Schachtschneider

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