Bad Nauheim gegen Frankfurt

Eishockey auf dem Bieberer Berg: Das Derby Nauheim - Frankfurt in Zahlen

Es kann losgehen: Das glitzernde Eisparkett auf dem Rasen des Fußballstadions der Offenbacher Kickers ist seit Mittwoch bereit.
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Es kann losgehen: Das glitzernde Eisparkett auf dem Rasen des Fußballstadions der Offenbacher Kickers ist seit Mittwoch bereit.

Bad Nauheim gegen Frankfurt, Rote Teufel gegen Löwen: Am Samstag bestreiten die DEL2-Klubs ein Derby - als Freiluft-Spektakel im Offenbacher Fußball-Stadion.

Er wird vermarktet als das Spiel der Gegensätze. Und tatsächlich gibt es viele Gründe, warum ein Eishockey-Duell zwischen Bad Nauheim und Frankfurt, zwischen Roten Teufeln und Löwen etwas Besonderes ist. An diesem Samstag nun steigt das DEL2-Derby um 20.30 Uhr als Freiluft-Wintergame in Offenbach. Kurstadt gegen Metropole, Elvis-Town gegen Goethe-Residenz, der plötzlich erstarkte Underdog gegen den schwächelnden Titelkandidaten. 

Ein Ausblick in Zahlen:

2 Special Games hat es in der DEL2 bereits gegeben. Den Anfang machte im Januar 2016 in Dresden das Sachsenderby, das die Gastgeber vor 31 853 Zuschauern gegen Weißwasser 4:3 gewannen.

6 Grad plus, heiter bis wolkig – die Wetterprognose für Samstag ist günstig. Kein Problem also für die Technik, die sich schon Anfang September 2016 bewährt hat. Damals siegten die Huskies im Frankfurter Fußballstadion vor 30 000 Zuschauern nach Verlängerung 5:4 gegen die Löwen. Nach Toren von Thomas Merl (1.), Carter Proft (13.), Toni Ritter (42.), Manuel Klinge (60.) und Jack Downing (62:41) – bei 30 Grad Hitze!

21 Tage nur sind es danach nur bis zum zweiten Wintergame dieser Saison. Am 4. Januar folgt im Dresdener Harbig-Fußballstadion das zweite Sachsenderby der gastgebenden Eislöwen mit Trainer Rico Rossi gegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser.

48 Punkte haben die Roten Teufel (3.) schon gesammelt,neun mehr als die Löwen (8.). Und: Vier Torhüter sowie 27 Feldspieler haben die Nauheimer schon eingesetzt. Ein Reservoir, von dem die personell arg gebeutelten Frankfurter derzeit träumen. Beim 1:4 gegen Crimmitschau zuletzt hatten sie nur noch 16 einsatzfähige Feldspieler, von den nun auch noch Leon Hüttl, Daniel Wirt und Luis Schinko zur Junioren-WM fahren werden

1200 Zuschauer hatten Platz auf der 1921 eröffneten Holztribüne des Stadions am Bieberer Berg. Seither gilt die 2011/12 komplett neu gebaute Arena als einer der stimmungsvollsten Fußball-Tempel im Land.

1961 gab es die ersten Südhessen-Derbys zwischen Bad Nauheim und Frankfurt – im Freien. Die Roten Teufel spielten als VfL im Kurpark, die Frankfurter damals noch als Eishockey-Abteilung der Eintracht (bis 1991) im Radrennstadion am Riederwald. „Damals wurden die Gegner noch von den Zuschauern mit Schneebällen beworfen“, sagt Ralph Pöpel (65), der für beide Klubs und für Mannheim gespielt hat.

20.500 Plätze bietet das ohne Leichtathletik-Laufbahnen angelegte Tribünenkarree. Bereits 15 000 Tickets sind abgesetzt. Der Hessische Rundfunk zeigt das Spiel live ab 20.15 Uhr im Fernsehen.

400.000 Euro kostet das Spektakel. Dafür hat Eisflächen-Bauer ISS mit 400 Tonnen Sand den Rasen eingeebnet, mit neun Sattelzügen die Technik rangekarrt, drei Kühlaggregate installiert mit der Leistung von 5000 Kühlschränken und aus 90 Modulen die Bande aufgebaut.

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