Löwen siegen 3:2

Hessenderby: Erste Saisonniederlage der Huskies in Frankfurt

Frankfurt. Jetzt hat es auch die Kassel Huskies erwischt - und das ausgerechnet im hitzigen Hessenderby. Bei den Frankfurter Löwen kassierten Kassels Eishockeyspieler die erste Saison-Niederlage in der Oberliga West.

Vor 6500 Zuschauern in der Eishalle am Bornheimer Hang gewannen die Gastgeber mit 3:2 (1:1, 2:1, 0:0). Knapp war das, schmerzhaft für die Nordhessen, aber auch verdient, weil Frankfurt offensiv das stärkere Team stellte. Die Löwen nämlich waren von Beginn an mächtig druckvoll. Natürlich, sie wollten die Hinspielniederlage unbedingt wettmachen.

Die Huskies benötigten schon etwas Glück und einen starken Torhüter Benjamin Finkenrath, um die Anfangsphase zu überstehen. So traf Adam Domogalla in der zweiten Minute den Pfosten, rettete „Finke“ großartig gegen Branislav Pohanka (4.). Dann musste auch noch Sven Valenti wegen angeblichen Torverschiebens vom Eis. Es drohte endgültig ein Rückstand – doch stattdessen gingen die Huskies in Führung.

Video: Pressekonferenz nach dem Spiel

Und das kam so: Manuel Klinge nahm im Mitteldrittel einem Frankfurter den Puck vom Schläger, spielte Doppelpass mit Brad Snetsinger – und der schob überlegt zum 0:1 ein (9.). Klasse, wenn so etwas in einem Auswärtsderby gelingt. Dumm nur, wenn man dem Gastgeber ebenfalls ein Unterzahltor gestattet, um zum Ausgleich zu kommen. Tobias Schwab spielte zunächst einen Fehlpass – ausgerechnet auf den Kassel-Flüchtling Stephan Kreuzmann – und nach dessen Pass griff er Branislav Pohanka nicht an. Frankfurts Stürmer nutzte diesen Freiraum zum 1:1 (16.).

Vor allem dank Finkenrath brachten die Gäste dieses Unentschieden in die erste Drittelpause. Und der Torhüter zeigte auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gegen Pohanka oder Schmid Großtaten in Serie. Dauerhaft aber war ein Finkenrath zu wenig, um dem Druck der Gastgeber standzuhalten. Ein Doppelschlag brachte die Frankfurter folgerichtig in Front. Zunächst kam Roland Mayr auf der linken Seite ungehindert zum Schuss und traf ins rechte Eck (28.), dann schloss erneut Pohanka einen Konter mit dem 3:1 ab (30.).

Huskies-Trainer Uli Egen reagierte sofort mit einer Auszeit. Seine Mannschaft brachte kurz darauf auch eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl über die Zeit, richtig in die Partie aber fand sie nicht. Ein schöner Schuss von Sven Valenti, der knapp vorbeiging, das war lange Zeit alles. Bis, ja bis die Huskies in den letzten Minuten des Durchgangs plötzlich wieder da waren. Und es war Schwab, der seinen Fehler vom Ausgleich wieder wettmachte.

Mit dem Anschlusstreffer (37.) hauchte er seiner Mannschaft neues Leben ein. Die gestaltete das Spiel im Schlussdrittel dann auch wieder offen, unentwegt unterstützt von 800 Kasseler Fans. Die Huskies versuchten in der hitzigen Derbystimmung alles, drängten und schossen. Doch richtig klare Möglichkeiten, die taten sich kaum auf. Und als Löwen-Keeper Kovacic in der Schlussphase bei einer Kasseler Überzahl Chancen von Valenti und Heinrich zunichte machte, da wurde es endgültig nichts mehr mit dem erhofften Ausgleich. Die Derby-Niederlage war perfekt. 

SR: Kissing/Lenhart (Wiehl/Darmstadt)

Z: 6500

Tore: 0:1 (8:14) Snetsinger (Klinge - 4:5), 1:1 (15:26) Pohanka (Kreuzmann - 4:5), 2:1 (27:56) Mayr (Koziol), 3:1 (29:33) Pohanka (Schmerda, Bär), 3:2 (36:39) Schwab (Snetsinger)

Strafminuten: Frankfurt 6 - Kassel 8.

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Huskies siegen im Hinspiel

Rubriklistenbild: © Joachim Storch

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