176. Hessenderby

Und wieder ein Topspiel: Huskies heute bei den Löwen in Frankfurt

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Ihn müssen die Huskies besonders im Auge haben: Frankfurts Topscorer Eduard Lewandowski (22), hier im Hinspiel umringt von den Kasselern Alexander Karachun, Denis Shevyrin und Nathan Burns (von links). 

Es ist das 176. Hessenderby zwischen Kassel und Frankfurt. Und einmal mehr ist das Gastspiel der Huskies am heutigen Freitag ab 19.30 Uhr bei den Löwen ein Eishockey-Topspiel.

Schließlich fordert der Tabellenvierte aus dem Süden den Tabellenführer aus dem Norden heraus und will Revanche für die 2:3-Niederlage im Hinspiel. Was also verbindet die Rivalen, was trennt sie?

Das verbindet

Personal: Mit Richie Mueller, Justin Kirsch, Noureddine Bettahar, Marco Müller und Eric Valentin haben fünf aktuelle Huskies auch schon das Löwen-Trikot getragen, Tim Kehler war auch Trainer am Main. Bei den Frankfurtern stehen mit Patrick Klein, Jimmy Hertel, Carter Proft, Alex Roach und Lukas Koziol fünf ehemalige Kasseler im Kader.

Heimstärke: Beide Teams sind daheim noch unbesiegt. Die Huskies-Bilanz ist mit 21 Punkten makellos, die Löwen gaben zwei Punkte ab – jeweils mit 3:4 gegen Weißwasser und Bayreuth.

Angriffswucht: Mit 55:31 Treffern stellen die Nordhessen das torhungrigste Team und die beste Abwehr. Die Löwen (51:37) sind offensiv die Nummer drei. Das lässt heute ein Offensivspektakel erhoffen, zumal auch nur Ravensburg (40,2 pro Spiel) mehr Torschüsse abgibt als Frankfurt (35,3) und Kassel (33,6).

Tradition und Anspruch: Beide Teams waren feste DEL-Größen, beide wollen zurück ins Oberhaus. Da allerdings scheinen die Frankfurter ambitionierter. Der Hallenneubau ist bereits auf den Weg gebracht, auch ein Ausstieg der finanziell darbenden Krefeld Pinguine aus der DEL wird von den Löwen genau beobachtet. „Wir sind bereit“, sagen die Verantwortlichen, dementieren aktuell aber Kontakte nach Krefeld über einen Ankauf der Pinguin-Lizenz.

Starke Oldies: Topscorer der Huskies – gleichauf mit Justin Kirsch – ist Richie Mueller. Der ist schon 37, hat aber bereits sechs Tore und acht Vorlagen gebucht. Schon 39 ist Löwen-Dauerbrenner Eduard Lewandowski, hat am 3. Mai Geburtstag – drei Tage vor Mueller – und sogar elf Treffer und sechs Pässe in der Bilanz.

Kampfgeist: In nicht weniger als acht von zwölf Saisonspielen hat Kassel das 0:1 kassiert, den Fehlstart aber sieben Mal in Siege umgemünzt. Auch die Löwen haben sechs Spiele nach Rückständen noch umgebogen.

Heimliche Stars: Natürlich sind die Topscorer im Fokus. Die heimlichen Stars aber sind die Spieler mit der besten Plus-Minus-Bilanz, weil sie bei mehr eigenen Treffern als bei Gegentoren auf dem Eis sind. Das sind die Verteidiger Steven Delisle (+13) und Marius Erk (+12) bei den Löwen sowie Marco Müller 8+14) und Ryan Moser (+13) bei den Huskies.

Specialteams: Da haben beide noch viel Luft nach oben, belegen nur die Ranglisten-Plätze zehn und 13. Frankfurt ist in Überzahl etwas besser (18,4% / 9 Tore) als Kassel (14,9%/7), die Huskies sind in Unterzahl (76,0%/12 Gegentore) vor den Löwen (72,6%/17).

Das trennt

Sieg und Niederlage: Während die Huskies das kleine Hessenderby in Bad Nauheim 5:0 gewannen, unterlagen die Löwen im Kurpark 6:7.

Punkte und Plätze: Ein Spiel, vier Punkte und drei Plätze liegen in der Tabelle zwischen den Kontrahenten.

Startprobleme: In vier der ersten fünf Spielen haben die Löwen geführt, aber drei Mal verloren. 1:0 und 2:1 beim 2:3 in Kassel, 4:1 gar beim 6:7 in Bad Nauheim, 2:0 beim 3:4 in Ravensburg. Gegen Heilbronn war die Torfolge 3:0 - 3:3 - 5:3.

Nachsitzen: Schon fünf Mal mussten die Löwen nachsitzen, weil ihre Spiele zunächst unentschieden endeten. Die Huskies sind noch ohne Erfahrung in der Verlängerung.

Die Tendenz: Die Frankfurter haben nur eines der letzten sechs Spiele verloren, die Kasseler auswärts zuletzt zweimal verloren – 1:5 in Bad Tölz, 2:5 in Ravensburg. Auch bei ihren Auswärtssiegen stand die Zahl fünf im Fokus: 5:2 in Weißwasser, 5:0 in Bad Nauheim.

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