Huskies nach 4:2 in Weißwasser praktisch in den Playoffs

Aufmerksam: Husky Daniel Schmölz (Mitte, in Blau) traf gestern gegen Weißwasser doppelt. Mit im Bild: Die Lausitzer Füchse Jonathan Boutin (links) und Jörg Wartenberg. Foto: Fiscer

Weißwasser. Die Kassel Huskies können praktisch für die Playoffs der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga planen.

Denn dank eines letztlich verdienten 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)-Auswärtssieges bei den Lausitzer Füchsen am Sonntagabend haben sie bei noch vier ausstehenden Spielen der Hauptrunde bereits zwölf Punkte Vorsprung auf den Pre-Playoff-Rang sieben. Außerdem spricht das klar bessere Torverhältnis ebenfalls für die Huskies.

Die Partie in Weißwasser jedoch begann zunächst zerfahren. Doch immerhin: Die Huskies gingen in Führung. Von der Blauen Linie hielt Mathias Müller einfach mal drauf – und weil Jonathan Boutin im Kasten der Hausherren die Scheibe durch die Hosenträger rutschte, durfte der junge Verteidiger über sein erstes Tor im Huskies-Dress jubeln. John Zeiler mit einem Nachschussversuch, Mike Collins aus dem Gewühl heraus kurz vor der ersten Pausensirene vergaben weitere gute Chancen. Aber weil auch die Lausitzer Füchse ihre wenigen Möglichkeiten entweder ungenutzt ließen oder an Kassels Torhüter Jeff Frazee scheiterten, ging’s mit der knappen Führung in die Pause.

Auch im zweiten Spielabschnitt lebten beide Teams mehr vom Kampf als von ihren spielerischen Idee und profitierten zudem von Fehlern des Gegners. So wie beim zweiten Treffer der Huskies: Die Hausherren waren sehr weit aufgerückt, als Daniel Schmölz und Mike Collins einen Konter einleiteten, den Adriano Carciola vollendete (21.). So wie beim dritten Treffer der Huskies: Diesmal leistete sich Weißwasser einen Fehler im Spielaufbau, Sven Valenti ging dazwischen, schickte Schmölz auf die Reise und der markierte das 3:1 (32.).

Doch die Hausherren steckten nicht auf: Erst verkürzte Dennis Palka, später Jens Heyer zum 3:2. Vor ihrem zweiten Treffer hatten die Hausherren bei angezeigter Strafe Torhüter Boutin zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen – ein Schachzug, der sich auszahlte. Im Schlussdrittel hatten die Huskies zunächst eine Schrecksekunde zu überstehen: Lukas Pozivil tauchte frei vor Jeff Frazee auf, wurde gefoult, es gab Penalty. Doch der Huskies-Keeper entschied das Duell für sich. Und 20 Sekunden vor dem Ende machte Daniel Schmölz in Überzahl schließlich alles klar.

SR: Yazdi (Neuss), Z: 2177

Tore: 0:1 (9:48) Mathias Müller (Collins, Carciola), 0:2 (Carciola (Schmölz, Collins) 20:59, 1:2 (31:08) Palka (Johannsson, Classen), 1:3 (31:51) Schmölz (Valenti), 2:3 (35:44) Heyer (Götz, Mücke - 6:5), 2:4 (59:40) Schmölz (Carciola, Klinge -5:4)

Strafminuten: Weißwasser 14, Kassel 12 + 10 Collins

Von Frank Noack

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