Eishockey

Huskies ohne Angst gegen Angstgegner Crimmitschau

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Gegen Höhenangst: Vom Eistraining ging es für die Huskies am Mittwoch direkt in den Habichtswald. In der Waldgaststätte Hohes Gras gab es eine kräftige Stärkung, danach hatte nicht nur Richie Mueller seinen Spaß im Kletterwald mit Höhen bis zu 15 Metern.

Der Angstgegner kommt: Die Huskies spielen an diesem Freitag um 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle gegen die Eispiraten Crimmitschau.

Ein Sieg nur in sieben Spielen und 18:29 Tore – in der vergangenen Eishockeysaison hatte der Schrecken der Huskies einen Namen: Eispiraten Crimmitschau. 

Und der Trend setzte sich fort, auch in diesem Sommer verloren die Kasseler schon im ersten Testspiel 2:6 gegen die Westsachsen. Heute nun, 147 Tage nach dem bitteren K.o. der Nordhessen in den Preplayoffs gegen die Eispiraten, gibt es die Chance zur Trendwende. Los geht’s um 19.30 Uhr in der Eissporthalle.

Huskies im Training: Es ging in große Höhen

Natürlich mögen Sportler das Wort vom Angstgegner nicht. Und es war wohl ein Zufall, dass die Huskies sich am Mittwoch im Klettergarten am Hohen Gras in große Höhen wagten und eigene Ängste überwanden. Denn, egal wer der Gegner ist, „wir müssen in jedem Spiel bereit sein, alles zu geben“, sagt Trainer Tim Kehler im Rückblick auf die ersten Spiele seiner Huskies. „In Bietigheim wurde uns aufgezeigt, dass es ein ganz schmaler Grat ist in dieser Liga zwischen Sieg und Niederlage.“

Immerhin: Mit Torwart Kilar, Verteidiger McNally sowie den hünenhaften Stürmern Flick und Hilbrich haben vier Schrecken der Huskies die Eispiraten im Sommer verlassen, Spielmacher Talbot ist verletzt. Aber: Für ihn wurde guter Ersatz verpflichtet mit 1,96-Meter-Mann Lukas Vantuch (32), der 462 Erstliga-Spiele in Tschechien bestritten hat. Und kurzfristig kehrte auch der lange Christoph Körner (22/1,88m) zurück, der sich beim DEL-Klub Düsseldorf nicht etablieren konnte.

Einzige Personalie bei den Huskies: Hungerecker statt Kuhn im Tor

Doch trotz der personellen Veränderungen sieht Kehler den Gegner unverändert „als ein großes starkes Team, läuferisch super und offensiv explosiv mit vier Reihen“. So, wie die Eispiraten seine Kasseler im Frühjahr ausgeschaltet hatten und mit den Stärken, die Kehler dann selbst als Maßstab für die neuen Huskies genommen hatte. „Ich bin gespannt, wie dieser Vergleich jetzt ausfällt“, sagt Kehler, der personell nur eine Änderungen vornimmt: Leon Hungerecker steht im Tor, nicht Jerry Kuhn. Und sonst? „Nick Walters ist fit, derzeit aber siebter Verteidiger“, sagt der Trainer. Er darf nur 20 Spieler aufbieten, ein 21. müsste unter 20 Jahren sein.

Die Crimmitschauer sind mit einem 6:2-Sieg in Heilbronn in die Punktrunde gestartet, daheim aber gab es nach 2:0-Führung eine überraschende 3:6-Niederlage gegen Bayreuth. Beide Spiele verliefen vom Biss her ähnlich wie der Saisonstart der Huskies. Der Kader um die Ex-Kasseler Patrick Klöpper, David Kuchejda und Dominic Walsh wurde mit einer Etatsteigerung von 1,8 auf 2,5 Millionen Euro auf neun Positionen verändert. Das Torwartgespann bilden nun der Deutschamerikaner Michael Bitzer (25) und der mit nur wenig Spielpraxis gekommene Mark Arnsperger (19). Die Vorgabe von Trainer Dany Naud, der zwei Monate lang von Fabian Dahlem assistiert wird, lautet: „Wir haben in der Vergangenheit zu viele Gegentore kassiert, da müssen wir besser werden.“

Am Sonntag pausieren die Huskies. Das Gastspiel in Landshut wurde wegen Renovierungsarbeiten an der dortigen Eissporthalle auf den 19. November verlegt.

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