Eishockey-Oberliga

8:3 - Huskies lassen Krefeld erneut keine Chance

Szene aus dem Heimspiel: Kassels Brad Snetsinger (rechts), hier gegen Krefelds Kai Oltmanns, steuerte im Gastspiel am Niederrhein zwei Treffer bei. Foto:  Schachtschneider
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Szene aus dem Heimspiel: Kassels Brad Snetsinger (rechts), hier gegen Krefelds Kai Oltmanns, steuerte im Gastspiel am Niederrhein zwei Treffer bei.

Krefeld. Die erste von drei Auswärtspartien in Folge haben die Kassel am Samstag Nachmittag bravourös gemeistert. Dem 10:0-Heimerfolg gegen den Krefelder EV ließ der nordhessische Eishockey-Oberligist am Niederrhein vor knapp 1000 Zuschauern einen klaren 8:3 (3:2, 4:1, 1:0)-Sieg in einem kampfbetonten Schlagabtausch mit etlichen Strafzeiten folgen.

Doch zunächst schickte das Team von Trainer Uli Egen seine Fans im ersten Drittel durch ein Wechselbad der Gefühle. In der achten Minute brachte Tobi Schwab die Gäste in Führung, nachdem er Krefelds Torwart Christian Wendler getunnelt hatte. Und die Huskies blieben überlegen und markierten einen Doppelschlag zum 2:0 und 3:0. Zunächst zog Manuel Klinge nach einer Bewegung um die eigene Achse ab und düpierte Wendler erneut mit einem Schuss durch die Beine (14.). Wenig später ließ es Brad Snetsinger klingeln, der mit Hilfe der Latte einnetzte (16.).

Unverständlicherweise verloren die Kassel Huskies in der Folge den Faden. Zwei Strafen gegen Florian Böhm und Alexander Engel verhalfen Krefelds Dennis Swinnen zum Überzahltor in der 18. Minute. Wenig später verkürzte Kevin Orendorz sogar auf 2:3 (19.). Gegen Ende des ersten Drittels wurde es dann erstmals richtig hitzig. Manuel Klinge kassierte wegen eines Fouls mit Verletzungsfolge eine Spieldauerstrafe, und Krefelds Michel Ackers musste wegen übertriebener Härte ebenfalls vorzeitig zum Duschen.

Auch im zweiten Drittel hatten die Unparteiischen um den nicht immer glücklich agierenden Schiedsrichter Markus Krawinkel alle Hände voll zu tun, was Strafzeiten anging. Doch das Wichtigste aus sportlicher Sicht: die Huskies kehrten in die Erfolgsspur zurück. Snetsinger steuerte in der 23. Minute seinen zweiten Treffer bei, nur drei Minuten später erhöhte Michi Christ in Überzahl auf 5:2.

Dass die Huskies keine Zweifel mehr am eigenen Erfolg aufkommen lassen wollten, zeigte sich dann nach einer guten halben Stunde. Dennis Swinnen nutzte einen Abpraller vor dem Tor der Gäste in Überzahl zum 3:5-Anschlusstreffer (32.), doch fast postwendend antworteten die Kasseler mit dem 6:3 durch Christ. In der 39. Minute erhöhte Artjom Kostyrev auf 7:3 und machte damit auch die letzte Gegenwehr der Gastgeber zunichte. Die dezimierten sich schließlich weiter, denn Jan Lankes und Kevin Orendorz sahen die nächsten Spieldauerdisziplinarstrafen.

Im letzten Drittel ließen die Huskies gute zehn Minuten verstreichen, ehe Michi Christ mit seinem dritten Tor des Tages das 8:3 gelang. Und die Anzahl der Strafzeiten wurde nicht weniger. Auf Seiten der Kasseler erwischte es Semen Glusanok, der nach einem Kniecheck eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt bekam. Viel mehr passierte dann nicht mehr, und die Huskies durften sich nach einem turbulenten Spiel über den nächsten Sieg freuen.

Huskies-Trainer Uli Egen sagte nach dem Spiel: „Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung, denn wir haben ein gutes Spiel gezeigt und aufopferungsvoll gekämpft. Mit den vielen Strafminuten und Spieldauerdisziplinarstrafen hat der Schiedsrichter heute beide Mannschaften benachteiligt.“

SR: Krawinkel - Zuschauer: 987.

Tore: 0:1 (7:48) Schwab (Willaschek, Snetsinger - 5:4), 0:2 (13:30) Klinge (Christ, Valenti), 0:3 (15:31) Snetsinger (Schwab, Doyle), 1:3 (17:25) Swinnen (Klöpper, Schiefner - 5:3), 2:3 (18:13) Orendorz (Schaub, Giesen - 5:4), 2:4 (22:46) Snetsinger (Kreuzer, Sikora), 2:5 (25:05) Christ (Schwab, Kreuzer - 5:4), 3:5 (31:44) Swinnen (Klöpper, Hendle - 5:3), 3:6 (33:51) Christ (Sikora, Valenti), 3:7 (38:27) Kostyrev (Reiß, Schwab - 5:4), 3:8 (51:18) Christ (Sikora, Valenti).

Strafminuten: Krefeld 24 + 10 Minuten Lankes + Spieldauer Ackers, Lankes und Orendorz; Kassel 34 + 10 Minuten A. Heinrich + Spieldauer Klinge und Glusanok.

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