Eishockey: Pech gegen bissige Rote Teufel

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Und drin ist der Puck zum 4:1: Huskies-Torhüter Martin Fous (Mitte, in Weiß) ist geschlagen. Während Kevin Lavallee (in Rot) das Tor für die Roten Teufel bejubelt, können die Huskies-Verteidiger Daniel Reiss (links) und Stéphane Robitaille nur noch zuschauen.

Kassel. Das Wochenende der Kassel Huskies hatte es in sich: Der Auftakt war furios, das Ende ernüchternd. Dem 6:3-Heimsieg gegen Frankfurt am Freitag folgte am Sonntagabend eine 3:6-Niederlage bei den Roten Teufeln Bad Nauheim.

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Die HNA überträgt am Freitag live das Spiel der Huskies gegen den EHC Dortmund

Die Huskies bleiben auch im zweiten Auswärtsspiel der Zwischenrunde ohne Erfolg. Und haben zudem ein zweites Mal eine deutliche Pleite kassiert.

Ein Indiz dafür ist die hohe Anzahl an Gegentoren: 14-mal mussten die Huskies-Torhüter Martin Fous und Adam Ondraschek auf fremdem Eis hinter sich greifen, allerdings nur fünfmal in den Partien in der heimischen Eissporthalle. Mit 19 Gegentoren stellen die Huskies derzeit die drittschlechteste Defensive der acht Zwischenrunden-Teams.

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Dementsprechend verärgert war Huskies-Trainer Jamie Bartman: „Fakt ist, wir haben sechs Gegentreffer kassiert, aber leider zu wenig Tore geschossen“, stellte er fest, sagte aber auch: „Hätten wir unsere Chancen im ersten Drittel genutzt, wäre es ein anderes Spiel geworden.“ Denn genau in jenen ersten 20 Minuten verpassten es die Schlittenhunde, die Grundlage für einen weiteren Erfolg zu legen. Sie verpassten es, die verdiente schnelle Führung durch Jiri Mikesz nach zwei Minuten auszubauen.

Die Chancen waren da, insbesondere durch die an diesem Abend gute dritte Sturmreihe mit Mikesz, Marc Roedger und Florian Böhm. Einzig: Das Pech klebte den Huskies förmlich an der Kelle. Der Puck wollte einfach nicht ins Gehäuse der Gastgeber. „Wir hatten einfach kein Glück“, stellten Bartman und auch Sportdirektor Daniel Lammel fest.

Gastgeber abgeklärter

Hinzu kam: Die Roten Teufel spielten abgeklärter und mit deutlich mehr Biss als ihre nordhessischen Gäste. Sie nutzten konsequent ihre Überzahl – die ersten drei Tore erzielten sie, als ein Husky in der Kühlbox saß.

„So clever habe ich Bad Nauheim in dieser Saison noch nicht gesehen“, bescheinigte ihnen Bartman später. Und natürlich spielte auch die 3:6-Pleite der Nauheimer am Freitag in Dortmund in die Karten.

Der gebürtige Kasseler Tobi Schwab, der zum zwischenzeitlichen 3:1 traf, sagte: „Wir hatten etwas gutzumachen und haben verdient gewonnen. Freitag waren wir grottenschlecht. Gegen Kassel haben wir gezeigt, was uns während der 20 Siege in der Vorrunde ausgezeichnet hat.“ Trotz der Niederlage sind die Huskies weiter auf Kurs: Sie sind Viertplatzierter vor den punktgleichen Duisburgern.

Bartman sagt: „Wir hatten einen harten Start. Natürlich ist es eng. Aber unser Ziel ist immer noch, unter die ersten vier zu kommen.“

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