Playoffs: 0:2 in der Viertelfinal-Serie

Video: 1:4-Niederlage der Huskies in Landshut

Landshut. Noch ein bitterer Abend für die Kassel Huskies:

Aktualisiert am 16. März 2015 um 13.55 Uhr

Wieder waren sie gegen den EV Landshut das bessere Team, wieder hatten sie bei zwei Pfostentreffern Pech und wieder verließen sie gegen die Niederbayern als Verlierer das Eis: 1:4 (0:1, 1:0, 0:3) unterlagen sie vor 150 mitgereisten Fans beim EVL und liegen in der Viertelfinal-Serie nach zwei Playoff-Partien nun schon 0:2 zurück.

Es ging erst einmal so weiter wie am Freitag. Die Huskies bestimmten das Tempo, machten Druck. Und wie schon am Freitag ließen da auch gute Gelegenheiten nicht lange auf sich warten. Einzig: Sie blieben wieder ungenutzt. Marco Habermann, der aus kurzer Distanz Tyler Weimans Ersatz Marco Eisenhut anschießt. Daniel Schmölz, der in Unterzahl ans Gebälk trifft. Jens Meilleur, der mit einem Distanzschuss am Landshuter Schlussmann scheitert – diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Mal fehlten ein paar Zentimeter im Abschluss, mal war Pech im Spiel. Von den Gastgebern indes war weniger zu sehen. Ein erstes Lebenszeichen gaben sie in der achten Minute ab, als die Zuschauer im Stadionrund schon die vermeintliche Führung bejubeln wollten. Doch der Treffer zählte nicht, Ex-Husky Kyle Doyle hatte die Scheibe mit der Hand über die Linie befördert. Besser machten die Landshuter es erst in der 18. Minute: Peter Flache saß in der Kühlbox, als Peter Abstreiter eine Hereingabe unhaltbar für Huskies-Schlussmann Mika Järvinen zum 0:1 abfälschte. Bitter aus Sicht der Huskies: Es war erst der zweite wirklich gefährliche Versuch der Landshuter.

Es war wie verhext. Denn auch im zweiten Drittel waren die Huskies die Chefs auf dem Eis. Doch ein Tor, dieses längst überfällige, verdiente 1:1, es wollte partout nicht fallen. Die Liste der vergebenen Chancen lässt sich an dieser Stelle fortsetzen: Allen voran die von Adriano Carciola kurz nach Wiederbeginn: Völlig frei kann der Stürmer auf der rechten Seiten Maß nehmen – doch der Schuss kracht an den Pfosten.

Aber anders als nach dem 1:2 am Freitag, als die Huskies zunächst den Faden und das Selbstvertrauen verloren hatten, gab ihnen dieser Pfostenknaller Mut. Sie wurden immer bissiger. Landshut konnte sich phasenweise kaum aus der eigenen Zone befreien. Matt Tomassoni gegen Eisenhuts Schoner, Peter Flache aus der Drehung, Carter Proft, der die Scheibe nach einem Solo übers Tor jagt – sie alle hatten das 1:1 auf der Kelle. Doch erst Daniel Schmölz machte es besser. Als vier Huskies gegen vier Landshuter spielen, jagt er die Scheibe mit ganz viel Schmackes in die Maschen (35.). Endlich war der Bann gebrochen – so dachte man zumindest. Doch binnen 68 Sekunden kurz nach Wiederbeginn wurden die Huskies mit einem Doppelschlag eiskalt erwischt. Nach einem Konter ist Andreas Gawlik schneller als Järvinen – 2:1 (45.). Eine gute Minute später erhöht Patrick Jarrett auf 3:1 (47.).

Dann wurde es hitzig. Erst musste Doyle nach einem harten Check verletzt vom Eis. Dann knallte Sven Valentis Schuss in Überzahl wieder mal an den Pfosten. Sein Team wirft alles nach vorn. Drei Minuten vor dem Ende geht Järvinen vom Eis, ein sechster Feldspieler kommt. Doch das Tor machen nicht die Huskies. P.J. Fenton trifft ins verwaiste Gehäuse.

SR: Westrich (Zweibrücken), Klein (Stuttgart). Z: 4611

Tore: 1:0 (17:24) Abstreiter (Fenton, Jarrett - 5:4), 1:1 (34:11) Schmölz (4:4), 2:1 (44:56) Gawlik (Forster, Geipel), 3:1 (46:04) Jarrett (Morris), 4:1 (57:02) Fenton (Jarrett, Abstreiter - 5:6)

Strafminuten: je 10.

Rubriklistenbild: © Fölsner

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