Live-Radio ab 19.30 Uhr aus Landshut

Eishockey-Playoffs: Ton verschärft sich vor Partie gegen Landshut

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Heiß auf Landshut: Husky Michi Christ.

Kassel. Das nächste Viertelfinal-Spiel in den Eishockey-Playoffs steht vor der Tür: Wenn die Kassel Huskies heute Abend ab 19.30 Uhr beim EV Landshut antreten, zählt nur ein Erfolg.

Aktualisiert um 10.35 Uhr

Denn in der Serie auf vier Siege liegen sie mit 1:2 zurück. „Es fühlt sich gut an, den Erfolg vom Dienstag im Rücken zu haben. Das 6:3 hat uns gezeigt, dass, wenn wir auf unserem Weg bleiben, der Erfolg automatisch kommt“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi. Ähnlich sieht das Stürmer Michi Christ: „Wir wollen den Ausgleich in der Serie. Wir sind im Spiel fünf gegen fünf besser. Und den Torhunger und den Extrawillen aus dem Dienstagsspiel nehmen wir mit.“

Hinweis:

Wir übertragen die Partie in Landshut heute Abend ab 19.30 Uhr im Liveradio. Max Seidenfaden kommentiert die Partie. Zudem wird es einen Liveticker geben, den Marie Klement betreut.

Vor dem Spiel verschärft sich auch der Ton zwischen den Kontrahenten. Die Landshuter hatten gleich drei Anträge beim Schiedsgericht der Deutschen Eishockey-Liga eingereicht, um nachträglich Sperren aus dem Dienstagsspiel gegen die Huskies zu erwirken. Zumindest mit einem hatten sie Erfolg: Verteidiger Matt Tomassoni wurde wegen eines unerlaubten Körperangriffs mit besonderer Gefährdung des Gegenspielers, in dem Fall EVL-Stürmer P.J. Fenton, für zwei Spiele gesperrt und fehlt heute und Sonntag in Kassel (17 Uhr, Eissporthalle). „Ich haberein gar nichts gegen diese Ermittlungsverfahren. Das ist die Zukunft. Die Sperre für Matt ist nachvollziehbar“, sagt Rossi, findet allerdings deutliche Worte in Richtung des EVL: „Am Sonntag noch erklären die Landshuter während der Pressekonferenz, sie werden nie einen Videobeweis einreichen. Keine 48 Stunden später machen sie genau das. Entweder du hast einen Standpunkt, oder du hast keinen. Ich schäme mich für sie.“ Gegenüber dem Landshuter Wochenblatt hatte EVL-Geschäftsführer Christian Donbeck erklärt, der Klub müsse seine Spieler schützen.

Rossi erwidert: „Keiner der Spieler hat sich verletzt. Alle haben weitergespielt.“ Anders sei der Fall Austin Wycisk gewesen. „Er konnte am Sonntag die Partie nicht beenden.“ Auch die Huskies hatten danach einen Antrag gestellt: Wegen eines Checks war der Landshuter Brad Staubitz nur für zwei Minuten vom Eis gestellt worden, aber nachträglich wegen unerlaubten Körperangriffs für zwei Spiele gesperrt worden.

Fehler bei Antrag von Landshut

Bei der Partie nicht dabei: Matt Tomassoni

Kurios: Den Niederbayern ist bei ihren Anträgen ein Patzer unterlaufen. Für ein Foul an Maximilian Daubner wollten sie Manuel Klinge nachträglich sperren lassen. Einzig: Den besagten Check hat Klinge gar nicht begangen, sondern Sebastian Alt. Heißt:Dieser Fall endete mit einem Freispruch. Zudem muss Landshut 1000 Euro Gebühr zahlen. Wie die Huskies am Freitagmorgen mitteilten, ist Peter Flache, der am Dienstag eine Spieldauerstrafe kassiert hatte, beim Spiel in Landshut spielberechtigt. „Matt ist schon wichtig für uns. Er ist ein starker Verteidiger. Aber wir sind ein Team. Nun muss eben jemand anderes besser spielen, um ihn zu ersetzen“, erklärt Huskies-Stürmer Michi Christ. Für Tomassoni rückt Mathias Müller in den Fokus. „Er ist ein Verteidiger mit Zukunft. Nun fängt seine Zukunft an“, sagt Rossi.

Weil US-Amerikaner Tomassoni nicht spielen darf, rückt Torhüter Jeff Frazee auf die freie Ausländerstelle nach. „Er wird gemeinsam mit Mika Järvinen aufgeboten“, erklärt Rossi, ohne sich wie gewohnt in die Karten schauen zu lassen, wer am Abend zwischen den Pfosten beginnt.

Die Fouls im Video:

Kassel Huskies: Foul von Tomassoni an Landshuter 

Foul: Husky Alt gegen Landshuter Daubner 

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