Einheitlicher und unkomplizierter

Neue Saison, neue Regeln: Das sind die wichtigsten Änderungen im Eishockey

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Leitet Spiele in der DEL und DEL2: der aus Kassel stammende Unparteiische Carsten Lenhart.

Kassel. Schneller, attraktiver, sicherer – unter diesen Vorgaben hat der Eishockey-Weltverband IIHF einige Regeln geändert. DEL und DEL2 übernehmen diese Neuerungen. Wir stellen sie vor.

Dabei gilt: „Alle Regeln sind einheitlich, von der Topligen hinunter bis in den Nachwuchsbereich. Das ist eine klasse Sache“, sagt Carsten Lenhart. Gemeinsam mit dem Kasseler Schiedsrichter, der in den beiden höchsten deutschen Spielklassen zum Einsatz kommt, blicken wir die wichtigsten Regeln.

Torraum: Der Schutzraum der Torhüter bildet keinen Halbkreis mehr vor dem Kasten, sondern ist seitlich von 3,60 auf 2,44 Meter beschnitten, aber drei Zentimeter länger (1,83 m) worden. „Dahinter steckt die Hoffnung auf mehr Tore“, erklärt Lenhart.

Penaltyschießen: Es wird nicht mehr gelost, sondern grundsätzlich beginnt das Heimteam. „Nach dem Schlussdrittel bleiben die Teams auf den jeweiligen Seiten. Der Münzwurf fällt weg, alles ist einfacher, schneller“, sagt der Fachmann.

Übergriffe gegen Offizielle: Wenn Spieler sich daneben benehmen, gibt es nun statt einer Disziplinarstrafe eine persönliche Strafe und somit Unterzahl für das Team.

Faustkampf: 2 + 2 Minuten plus Disziplinarstrafe gibt es nur noch bei ausgedehnten Prügeleien. „Wer absichtlich Handschuhe oder Helm auszieht, der muss in die Kühlbox. Verliert ein Spieler unabsichtlich seine Ausrüstung, wird er nicht extra bestraft“, sagt der 50-Jährige. Angesagt ist also nur bewusst übertriebene Härte mit 2 oder 2 + 2 Strafminuten.

Behinderung: Neu ist hier die klare Definiton – wenn Spieler von der Bank aus den Gegner behindern, kassieren sie zwei Minuten.

Später Check: Auch diese Regelung ist in ihrer Beschreibung neu. Checkt ein Spieler seinen Gegner einige Sekunden, nachdem dieser den Puck abgespielt hat, wird auch das mit zwei Minuten geahndet.

Fußtritt: Das Treten von hinten gegen die Schlittschuhe („Slew Footing“) wird nun mit fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet. „Verhängen wir diese Art von Strafe, ist der Heimverein ohnehin verpflichtet, das Video einzureichen. Tino Boos, Vorsitzender des Disziplinarausschusses, entscheidet dann, ob eine Matchstrafe fällig wird“, sagt Lenhart.

Beinstellen: Neben Stock und Bein wird nun auch „Handarbeit“ bestraft, wenn der Gegner fällt, den Puck oder sichtbar an Tempo verliert. Bei einem Konter werden zudem zwei Minuten fällig, aber kein Penalty.

Rücksichtslose Gefährung:Fällt in die Kategorie erweitertes Beinstellen. „Nun wird schon die rücksichtslose Gefährdung geahndet. Etwa, wenn ein Spieler den Puck spielt und ein Foul am Gegenüber bewusst in Kauf nimmt, dann gibt’s zwei Minuten oder Penalty“, erklärt Lenhart.

Penalty: Der bei einem Alleingang muss der Gefoulte nicht mehr selbst ausführen. „Die Chance auf Tore erhöht sich, wenn die Teams ihre besten Schützen antreten lassen“, so der Experte.

Stockschlag: Grundsätzlich sind zwei Minuten fällig, wenn in die Richtung der Hände geschlagen wird.

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