Huskies-Familie feiert Oldies: Trikots von vier Kasseler Legenden enthüllt

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Riesige Hinmgucker: Diese Banner wurden in der Eissporthalle Kassel enthüllt. Sie sind den Eishockey-Legenden gewidmet.

Kassel. Erst gab’s einen Fototermin mit Nachwuchsspielern der EJK, dann eine Autogrammstunde, die viel länger dauerte als geplant. Und dann, um 19.37 Uhr ist es so weit.

Die Trikots der Kasseler Eishockey-Legenden Milan Mokros, Shane Tarves, Herbert Heinrich und Matthias Kolodziejczak werden in Form von riesigen Bannern in der Eissporthalle enthüllt. Dank einer waghalsigen Kletterpartie von Eismeister Ilje Simon, weil am Ende einer stimmungsvollen Zeremonie mit Kindern und Video die Technik streikt.

Den Roten Teppich hatten sie den Oldies ausgerollt, neben Geschäftsführer Joe Gibbs („zur stolzen Tradition gehören solche Legenden“) würdigten auch Michael Scholtyssek von Sponsor VW und Oberbürgermeister Christian Geselle „diese herausragenden Persönlichkeiten, denen ich als Jugendlicher selbst von den Stehrängen auf dem Heuboden zugejubelt habe“.

„Ich bin total überrascht, welche Begeisterung uns Alten die Fans noch entgegenbringen“, gesteht Matthias Kolodziejczak zwei Stunden zuvor (!) mit leuchtenden Augen. Schals, alte Poster und Trikots haben die Fans mitgebracht, um sich Autogramme der Kasseler Eishockey-Legenden zu sichern. „Wir sind eine riesengroße Familie, und fast jeder weiß alte Geschichten zu erzählen.“

Die Legenden gemeinsam in der Eishalle Kassel.

Neben Herbert Heinrich („so viele Autogrammkarten hatten wir früher nicht“) ist auch Shane Tarves ergriffen. „Ich bin total stolz, mit diesen Kerlen hier zusammen gespielt zu haben vor den besten Fans der Welt“, sagt der gebürtige Kanadier, der 1977 „eigentlich nur zwei, drei Jahre bleiben wollte“. Inzwischen sind es 40 Jahre geworden, und der „Shaner“ nickt, als in Milan Mokros ein weiterer Zugereister sagt: „Kassel und die Eishockeyfamilie hier sind für uns alle zur Heimat geworden, mit Herz und Seele.“

Genau diese Verbundenheit ist es mit der sportlichen Leistung, was das Quartett zu Idolen gemacht hat. Zu Legenden, deren Rückennummern nicht mehr vergeben werden und deren Trikots als Banner nun wieder in der Eissporthalle hängen.

„Ich will diese Burschen noch einmal persönlich sehen“, sagt Elli Höpfner (80) in der Freude „über diese tolle Aktion“. Nebenan steht Iris Sperling (54), etwas jünger als „Kollo“ und Heinrich. Aus dem Internet hat sie sich alte Fotos ihrer Lieblingsspieler ausgedruckt und sammelt nun Signaturen.

„Ich fühle mich wieder wie 18. Wie damals, als ich für diese Jungs geschwärmt habe“, erzählt sie lachend. „Den ganzen Tag schon habe ich mich gefreut.“ Tochter Paula (19) lächelt dazu – sie ist mehr ein Fan der heutigen Generation. Auch aus der wird es sicher wieder Legenden geben.

Den Spielbericht zur Partie gegen Ravensburg haben wir in einem gesonderten Artikel.

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