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Eishockey-Derby: Am Ende waren alle zufrieden

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Synchron-Stolpern: Bad Nauheims Torhüter Markus Keller (links) und Husky Sven Valenti haben sich im Tor der Gäste auf den Rücken gelegt. © Foto: Fischer

Kassel. Auch das gibt es: Ein Derby. Ein Sieger. Ein Verlierer – und am Ende waren alle zufrieden. Bei Bad Nauheims Fred Caroll war das leicht nachzuvollziehen. Seine Mannschaft hatte das Derby der Eishockey-Oberliga bei den Kassel Huskies im Penaltyschießen 6:5 (3:2, 1:1, 1:2 - 1:0) vor 5287 Zuschauern gewonnen.

Spielbericht

Huskies unterliegen Bad Nauheim 5:6

Also sagte der Gästetrainer: „Es war ein hochklassiges Spiel mit hohem Tempo und großartigem Kampf. Und wir haben es verdient gewonnen.“

Niemand widersprach ihm bei dieser Einschätzung. Und trotzdem galt auch für die Gastgeber: Ja, sie waren zufrieden. Zum Beispiel der Sportliche Leiter Daniel Lammel: „Richtig viele Zuschauer, ein tolles Spiel und ein gewonnener Punkt – was willst du mehr?“ Trainer Jamie Bartman hätte mit seiner Mannschaft natürlich gern als Sieger das Eis verlassen. Doch auch er befand: „Bad Nauheim ist ein absolutes Topteam. Meine Jungs haben alles gegeben. Sie haben gekämpft bis zum Schluss. Ich kann heute niemandem einen Vorwurf machen.“

Von Beginn an hatte sich in der Partie bewahrheitet, was im Vorfeld erwartet worden war. Der Aufstiegskandidat aus Südhessen war in der Tiefe besser besetzt, machte so mit allen drei Reihen permanent Druck. Vor allem im Mitteldrittel mussten die Huskies in der Defensive Schwerstarbeit leisten. Bewundernswert war aber, wie die Gastgeber immer wieder zurückkamen. 0:1, 1:3, 3:4, 4:5 – permanent lagen sie im Rückstand, schafften aber stets den Ausgleich und sicherten sich so zumindest einen verdienten Zähler. Bartman zieht daraus Optimismus für weitere Duelle: „Wir mussten ständig hinterherlaufen. Das hat Kraft gekostet. Und wir mussten ein höheres Risiko gehen“, stellte er fest. Und: „Wenn wir auch mal in Führung gehen, dann sieht das alles vielleicht anders aus.“

Was den Trainer ärgerte: „Wir waren nicht clever genug. Mit fünf Toren musst du zu Hause eigentlich gewinnen. Aber wir haben Nauheim das Toreschießen zu leicht gemacht.“ Dazu zählte vor allem das 1:2, als die Gäste kontern durften, ohne dass ein Angreifer der Huskies mit zurückgelaufen wäre. Oder natürlich das 1:3, als Torhüter Martin Fous dem Schützen Michel Maaßen maßgerecht auflegte. Mit Blick auf die Hessenduelle, die noch kommen – das zweite steht am zweiten Weihnachtstag an – erklärte Bartman: „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“

Von Frank Ziemke

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