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Endlich ein Dreier im Derby: Huskies siegen gegen Nauheim

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Von: Frank Ziemke

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Lois Spitzner
Traf zum 3:1 ins leere Tor: Lois Spitzner. © Andreas Fischer

Endlich der erste Dreier der Saison! Zwei Tage nach der schmerzhaften Pleite gegen Frankfurt haben Kassels Eishockeyspieler eine kaum für möglich gehaltene Reaktion gezeigt.

Gestützt auf den bärenstarken Torhüter Jerry Kuhn gewannen die Huskies das zweite Derby des Wochenendes beim EC Bad Nauheim 3:1 (1:0, 1:0, 1:0 - hier gibt es den Ticker zum Nachlesen).

Die erste gute Nachricht zu Spielbeginn: Jamie MacQueen ist zurück. Etwas, das vielleicht Mut macht. Auch der Auftakt ist ordentlich. Kassel setzt sich zwei, drei Minuten in Nauheims Drittel fest, hat durch Tim Lucca Krügers Puck-„Diebstahl“ die erste Chance. Dann stören zwei Strafzeiten in Folge den Spielfluss. Aber: Die Huskies verteidigen konsequent. Kuhn muss in vier Minuten Unterzahl im Tor nur einmal richtig zupacken beim Schuss von Kevin Schmid (7.).

Nauheim, dass so gut in die Saison gestartet ist, scheint dann besser ins Spiel zu kommen. Doch mitten in diese Phase hinein schlagen die Gäste zu - durch eine schöne Einzelleistung von Jake Weidner. Der Stürmer zieht von der rechten Bande vor das Gehäuse und überwindet Felix Bick. Dieses 1:0 in der 14. Minute gibt endlich Sicherheit. Kassel kann jetzt weiter kontern - und macht das richtig gut. In der 17. Minute läuft MacQueen allein auf Bick zu, scheitert aber an Nauheims Schlussmann. Das war die Riesenchance für sein erstes Erfolgserlebnis.

Klar, dass die Gastgeber den Druck dann erhöhen. In der 25. Minute gibt es erstmals Nauheimer Torjubel, nachdem Stefan Reiter den Puck im Nachschuss über die Linie befördert. Oder doch nicht? Kuhn protestiert postwendend, es gibt Videobeweis. Und die Entscheidung: Kein Treffer, der Puck hatte die Linie nicht überschritten.

Fünf Minuten später aber gibt es keine Diskussion. Der Puck ist drin. Auf der Gegenseite! Nach einem mustergültigen Konter. Und endlich ist es da, das Premierentor des Rückkehrers: Jamie MacQueen haut die Scheibe aus halbrechter Position in die Maschen. Die Gäste führen 2:0, verteidigen gestützt auf Kuhn ihren Kasten weiter konsequent. In der Schlussphase des Mitteldrittels haben sie sogar Chancen, die Führung auszubauen. Zunächst durch Troy Rudkowski, dessen Schuss knapp am Gehäuse vorbeizischt, später durch Brett Cameron im Nachschuss.

Die Führung der Gäste ist aber auch so verdient. Eine Steigerung ist ja da, vor allem in der Defensive, die nun noch 20 Minuten Nauheimer Angriffe überstehen muss. Bei einem Konter wäre das bald fast schiefgegangen, den Kevin Schmidt ist frei durch. Aber der ist ja noch Kuhn, der auch diesmal auf dem Posten ist. Die Stimmung wird hitziger. Nauheims Anhänger drehen auf, ihr Team erhöht das Tempo. Und die Huskies geraten tatsächlich ins Schwimmen. Obwohl in Führung liegend, kassieren sie nun zu viele Konter. Einer davon führt dann auch zum Anschlusstreffer. Tristan Keck läuft allein auf Kuhn und vollendet mit der Rückhand (47.),

Kassels Torhüter rückt nun natürlich noch mehr in den Mittelpunkt, muss reihenweise Schüsse entschärfen. Aber das Bollwerk hält. Dann kommt die letzte Minute. Oliver Granz kassiert eine Strafe, Nauheim holt Bick vom aus, will um jeden Preis den Ausgleich. Doch dann geht es ganz schnell: Kassel gewinnt das Bully, Lois Spitzner bekommt den Puck – und trifft aus dem eigenen Drittel uns leere Tor 3:1! Der Derbysieg, der erste Dreier der Saison ist perfekt.

So haben die Kassel Huskies gespielt

Schiedsrichter: Holzer/Naust,

Zuschauer: 3000

Tore: 0:1 (13:41) Weidner (Spitzner), 0:2 (30:13) MacQueen (Cameron), 1:2 (46:55) Keck (Körner, Mick Köhler), 1:3 (59:01) Spitzner

Strafminuten: Nauheim 6 - Kassel 8.

(Frank Ziemke)

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